Rappelsnut

Wandern, Punkrock und der ganze Rest

Der Geschmack der kleinen Dinge

Gabriel Carvin (Gérard Depardieu) ist der bekannteste Chefkoch Frankreichs und als solcher ein Feinschmecker mit Leib und Seele. Allein, über all den kulinarischen Karriere-Kunststücken ist die Familie des Küchenmeisters immerfort zu kurz gekommen – irgendwann ist Carvin ausgebrannt und resigniert mit Vehemenz. Auch die Verleihung des prestigeträchtigen dritten Kristallsterns an sein Nobelrestaurant vermag seine Stimmung nicht zu heben (zumal dieser von ebenjenem Kritiker verliehen wird, mit dem seine Frau ihn seit Jahren betrügt).

Der korpulente Sternekoch sucht Trost im Alkohol, verzweifelt dabei zunehmend und bricht schließlich zusammen. Nach dem Herzinfarkt nimmt er sein Leben neu in die Hand und reist nach Japan, um einen ehemaligen Koch-Kontrahenten ausfindig zu machen und endlich hinter das Geheimnis des Umami, einer mysteriösen fünften Geschmacksnote, zu kommen. Im Land der aufgehenden Sonne erwarten den Reisenden dann überraschende Entdeckungen und die späte Erkenntnis, dass im Leben Platz ist für mehr als nur die eine Leidenschaft …

DER GESCHMACK DER KLEINEN DINGE ist im Fazit eine wunderschön erzählte und berührende Geschichte. Neben einem Gérard Depardieu in Bestform erfreuten wir uns an einem Wiedersehen mit dem (inzwischen ebenfalls schwer gealterten) und immer schon kongenialen Pierre Richard. Wir sind begeistert.

Und ihr solltet dafür ins Kino gehen – denn Filme werden für das Kino gemacht.

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