In Pirna steppt der Bär

Der Frühling ist da und somit ist es an der Zeit, einen Blick auf jene der kommenden Veranstaltungen zu werfen, die von Interesse sein könnten (was jetzt als Ort die Altstadt zu Pirna und die nahe Umgebung meint). Als Notiz für mich und als Tipp für jene, die uns hier mit einem Besuch beehren wollen.

Straßenfeste, Sommerfestivals und mehr

  • 30. April 2017: “Tanz in den Mai” auf dem Permahof
  • 14. Mai 2017 11.00 Uhr: Der kleine Muck (Puppenspiel im Tom Pauls Theater)
  • 20. Mai 2017: Markt der Kulturen
  • 16. bis 18. Juni 2017: Pirnaer Stadtfest
  • 1. und 2. Juli 2017: Tag der Kunst
  • 8. Juli 2017, ab 15 Uhr: Cristopher Street Day Pirna
  • 5. August 2017: Pirnaer Hofnacht
  • 9. September 2017, ab 15 Uhr: Pirnaer Weinfest
  • 10. September 2017: Tag des offenen Denkmals
  • 25.10.2017, 19:00: Das Jahr 1989/90 – die Volkspolizei auf dem Weg zur Deutschen Einheit (Vortrag im Stadtmuseum)

Und sonst so?

Im Q24 findet demnächst leider nichts statt, was uns interessiert. Bei Interesse: Das Programm von April bis Juni 2017 ist auch online verfügbar. Freund*innen der K2-Kulturkiste (AKuBiZ e.V.) informieren sich bitte hier. Bleibt noch das Uniwerk – dort finden zur Zeit aber keine Veranstaltungen statt, es wird gebaut. Für Klassik-Freunde sei noch das Festival Sandstein & Musik erwähnt: Auch dafür finden sich alle Termine und Veranstaltungen im Web.

Und Obacht bitte: Die Auswahl dieser Liste erfolgte natürlich streng subjektiv und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Falls ich etwas vergessen habe – dieses Blog verfügt über eine Kommentarfunktion.


Symbolbild: Alex Blăjan

Laut und lustig: Knorkator

Deutschlands meiste Band der Welt auf Tour. In Dresden, im Alten Schlachthof. Die Karten wurden im letzten August schon geordert, das Konzert war seit Wochen ausverkauft.

Punkt 21.00 Uhr beginnt die Mugge. Alter Mann als Opener. Von Null auf 120 in sechs Sekunden. Und das bleibt so für nächsten zwei Stunden. Die fünf Knorkators sind in exzellenter Spiellaune und schießen ein Feuerwerk an guter Laune ab. Stumpen ist die Rampensau und beginnt als humpelnder Fell-Yeti mit Krückstock. Er befreit sich Stück um Stück vom wahrlich schweißtreibenden Kostüm, bis zuletzt beinahe blank gezogen wird. Das macht er immer so. Auch schön: die wechselnden, großartigen Kopfbeckungen. Die Pyrotechnik beschränkt sich auf zwei schöne Fontänen (am Helm). Alf Ator spielt Keyboard und kann gut brüllen, der unsterbliche Basti wirkt stets souverän. Rajko und Nick arbeiten fleißig und bescheiden im Hintergrund. Kurz gefasst: Die Show an sich war überaus amüsant und niemals langweilig. Und das Licht und der Ton waren so gut, wie ich es noch nie im großen Saal des Schlachthofes erleben durfte.

Wir freuen euch uns zu sehen

Und die Musik? Erstklassig. Die Songs vom letzten Album natürlich (oben im Video “Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett”) und dazu die Hits von 23 Jahre Bandgeschichte. Falls wer Knorkator tatsächlich nicht kennen sollte: die Kapelle spielt einen aggressiven Hardcore-Metal in Verbindung mit feinsinnigem und klassischem Tonsatz. Wissenswert dazu: Der Sänger Gero Ivers, Künstlername „Stumpen“, schloss nach kurzzeitigem Violinen- und Klavierunterricht eine klassische Gesangsausbildung ab. Nach der Ausbildung an einer Musikschule in Berlin-Köpenick wurde er durch die Staatsoper Unter den Linden engagiert und sang unter Leitung des Dirigenten Hans Pischner. (Wikipedia)

Wissta Bescheid, liebe Kinder. Nix wie hin da, wenn das mal klappt.

Gib den Parteien keine Daten!

Da ich keine unaufgeforderte Wahlwerbung in meinem Briefkasten finden möchte, habe ich heute der Weitergabe meiner Daten an die Parteien widersprochen. Ihr solltet das auch tun, und das möglichst schnell. Der Hintergrund ist folgender:

Sechs Monate vor der Bundestagswahl dürfen Parteien und Wählergruppen nach dem Bundesmeldegesetz Daten von Wahlberechtigten erfragen und für den Wahlkampf nutzen. Das bedeutet: Da die Bundestagswahl am 24. September stattfindet, müssen die Einwohnermeldeämter ab dem heutigen Freitag die Namen und Anschriften von möglichen WählerInnen aus den Melderegistern herausgeben.

Parteien dürfen die Daten aller Wahlberechtigten gesammelt nach Altersgruppen erfragen. Sie können also zum Beispiel alle Namen und Adressen von Personen im Alter von 18-22 Jahren in einer Stadt oder alle Personen über 65 Jahren in einer Gemeinde anfordern. Die Melderegisterauskunft benutzen Parteien dementsprechend vor allem, um ErstwählerInnen zu werben. Besonders die NPD ist dafür bekannt, die Daten für Wahlwerbung zu nutzen.

Wer der Weitergabe seiner Daten an die Parteien widersprechen möchte kann dies mit wenigen Klicks tun. Netzpolitik.org hat gemeinsam mit der Plattform selbstauskunft.net ein Online-Formular entwickelt, mit dem sich der Widerspruch kostenlos an das zuständige Einwohnermeldeamt schicken lässt.

Einfacher geht das nimmer … Danke dafür und ab geht die Post. (Alles via netzpolitik.org)

Clips – Eine neue Video-App von Apple

Apple hat unlängst nicht nur neue iPads und das iPhone 7 Red vorgestellt, sondern auch eine neue App angekündigt: Clips. Dabei handelt es sich um eine neue iOS App zum Produzieren und Teilen von Videos mit Texten, Effekten, Grafiken und mehr. Clips kommt im April und soll es quasi sehr einfach machen, kurze Video-Clips mit Filtern und Stickern zu versehen und im Anschluß zu verteilen.

Das Hinzufügen von Inhalten soll einfach und schnell sein: entweder direkt via App aufnehmen oder Videos oder Fotos aus der Mediathek nehmen. Animierte Untertitel lassen sich einfügen, indem diese während der Aufnahme gesprochen werden. Dazu kommen diverse Filter, Emojis und Overlays wie Sprechblasen oder Pfeile. Musik geht auch, sie passt sich automatisch an die Länge des Videos an.

Okay, das Konzept ist nicht neu – denken wir an Vine, Snapchat, Instagram Stories oder Facebook Live. Allerdings bin ich mit all dem Kram so gar nicht warm geworden, und oft ist mir die Neugierde bereits beim ersten Versuch vergangen (was durchaus mit der jeweiligen Plattform oder Community zu tun haben könnte). Und das scheint mir der große Vorteil von Clips zu sein: es gibt keine verdammte Community und kein contenthungriges Netzwerk. Keine Zwangsjacke. Wie schön.

Clips klingt also erst einmal vielversprechend und schaut auch gut aus. Aber schauen wir mal …


Symbolbild: Jaz King

Der Hunderteinjährige

Vor zwei Tagen schon im Kino: “Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand” – ein Film in der Regie der Brüder Felix und Måns Herngren. “Der Hunderteinjährige …” ist die Fortsetzung der schwedischen Kriminalkomödie (1. Teil “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand”) und erzählt ein weiteres Kapitel aus dem verrückten Leben des Rentners Allan Karlson mit seiner Vorliebe für Bomben, Explosionen und große geschichtliche Ereignisse.

Ganz kurz die Story. Der ehemalige Doppelagent Allan Karlsson (Robert Gustafsson) und sein Kumpel Julius Jonsson (Iwar Wiklander) haben sich gut in ihrem Leben auf Bali eingerichtet. Inzwischen bringt Allan es auf stattliche 101 Lebensjahre. Das Entspannen und Schlürfen der einheimischen Erfrischungsgetränke auf der traumhaften Insel kann aber auf Dauer selbst der größte Faulenzer nicht lange aushalten, und von den einst 50 Millionen schwedischen Kronen ist auch nicht viel geblieben. Also begibt sich der rastlose Rentner auf ein neues, haarsträubendes Abenteuer, bei dem er auf rachsüchtige Gangster, die CIA und alte Bekannte aus Russland trifft. Nur soviel: Im Kern geht es um das Rezept eines höchst erfolgversprechenden Erfrischungsgetränks, Stichwort: Volksbrause. Mehr sei hier nicht verraten …

Ebenso wie der erste ist auch der zweite Teil eine prachtvolle Geschichte von seltsamen Charakteren und skurrilen Situationen. Während mich Allan Karlsson in all seiner (teils überzogenen) Langsamkeit doch ein wenig nervt gefällt mir die Figur des Bikerclub-Bosses, der nach einem Zusammenstoß dauerhaft sein Gedächtnis verlor, ganz ausgezeichnet. Eine amüsante Nebenrolle nur (gespielt von Jens Hultén), die mir aber noch Tage später ein ganzheitliches Lächeln ins Gesicht meißelt.

Hütten-Tickets jetzt auch in Pirna

Ich habe die vom Sachsenforst neu geschaffenen Biwakplätze und Trekkinghütten als Teil eines neuen Trekkingpfades bereits einmal erwähnt und gelobt. Sie erinnern sich bestimmt: der neue Forststeig ist als 100km langer, grenzüberschreitender Wanderweg gedacht, der den Nationalpark entlasten und Wanderer in die linkselbischen Gebiete locken soll.

Wer in der Hütte oder auf dem Biwakplatz die Nacht verbringen möchte benötigt allerdings ein Ticket. Ab sofort (und das ist neu) werden diese auch im OVPS Service-Center am zentralen Busbahnhof in Pirna angeboten. Wer mag, kann dort gleich in den Wanderbus einsteigen. Ab Pirna fahren die Wander- und Fahrradbusse der Tisa-Linie 219/217 und 245 in das grenzüberschreitende linkselbische Wandergebiet. Sie verkehren ab dem 1. April mit einem verstärkten Fahrtenangebot.

So weit, so gut. Die Hüttentickets lassen sich des Weiteren im Globetrotter Dresden, im Kletterwald Königstein und im Nationalparkzentrum Bad Schandau erwerben. Sie sind zwei Jahre gültig.

Wichtig zu wissen: der Kauf sichert keinen Schlafplatz, da das Ticket erst in der Hütte entwertet wird. Es berechtigt zudem nicht zur alleinigen Nutzung der Hütte. An den Biwak-Plätzen am Taubenteich und am Zschirnstein darf auch gezeltet werden. Kosten: Erwachsene zehn Euro, Jugendliche fünf Euro, Kinder einen Euro (mind. zehn Euro pro Zelt). Reservierungen sind nicht möglich.

Auch schön: bereits vor Ostern sollen die Hütten und Biwakplätze öffnen. (alles via SäZ, weitere Infos hier)


Symbolbild: Geran de Klerk

Die Holga 120N kommt zurück

Das ist doch mal eine gute Nachricht: die unlängst auch von mir totgesagte Holga 120N kommt zurück! Freestyle Photographic hat eine Fabrik gefunden, die das Kultobjekt nach den alten Vorlagen produzieren wird. Es darf bereits vorbestellt werden ($39) – geliefert wird Anfang Juni. (via)

Die beliebte Plastikkamera für Mittelformatfilme empfiehlt sich mit folgenden Details insbesondere für die Freunde der Lomografie:

  • Kultige Plastikkamera für Profifilme im 60mm breiten Rollfilmformat 120
  • Wählbares Filmformat 4,5x6cm oder 6x6cm
  • Plastik-Objektiv mit 60mm Brennweite, Blende 8 + 11, Verschlusszeiten 1/100 + B
  • Mehrfachbelichtungen können auf einfachste Weise gemacht werden – einfach den Film nicht weiter transportieren
  • Blitzschuh mit Mittenkontakt, Optischer Sucher, für Objektiv-Vorsätze und Vertikalsucher geeignet

Einziges Problem für mich: die winzigen und nur sehr schlecht lesbaren Ziffern auf dem Rollfilm. Das braucht noch etwas Übung …