Archiv der Kategorie Hörgenuss

Hot Water Music: Light it Up

Die Woche beginnt am Sonntag und mit einem musikalischen Schmankerl …

Hot Water Music ist eine legendäre Post-Hardcore-Band aus Gainesville, Florida, die sich 1994 gefunden hat und seitdem die Welt mit ihrem musikalischen Schaffen beglückt. Markenzeichen der Kapelle sind die rauen und heiseren Vocals bei origineller und wunderschön melancholischer Gitarrenarbeit. Dazu kommt der prägende, zweistimmige Gesang. Die treibenden und eingängigen Harmonien erinnern zum Teil an Social Distortion, der Gesang an die unvergessenen Leatherface.

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Swingin’ Utters: Drowning in the Sea, Rising with the Sun

Trashige E-Gitarren und sportliche Folk-Einlagen sind das Markenzeichen der SWINGIN’ UTTERS – einer altgedienten Punkrockband aus dem sonnigen Kalifornien, die sich bereits zum Ende der 80er Jahre in Santa Cruz gefunden hat. Der typische Sound der UTTERS lässt sich als melodischer Streetpunk einordnen – verbunden mit jeder Menge Referenzen an die britischen 78er Punk-Heroen wie THE CLASH oder auch STIFF LITTLE FINGERS. Die Männer tauchen…

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SLIME und DRITTE WAHL

Wir brauchen mehr Punkrock im Advent – um dem allgegenwärtigen und zunehmend unerträglichen Weihnachts-Gedudel zu entfliehen. Und wenn es nur für diesen einen schönen Abend ist … SLIME und DRITTE WAHL gastierten gestern im Alten Schlachthof zu Dresden und zelebrierten gemeinsam eine Punkrock-Messe der Extraklasse. Uns und den vielen Zuhörer*innen wurde wahrlich warm ums Herz. Beide Kapellen sind gewissermaßen Punkrock-Urgesteine, SLIME (Hamburg) spielen seit 1979,…

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FLATFOOT 56: Odd Boat

Wir brauchen mehr Punkrock im Advent – um dem allgegenwärtigen und zunehmend unerträglichen Weihnachts-Gedudel zu entfliehen. Und wenn es nur für diese knappen drei Minuten ist …

FLATFOOT 56 ist eine bemerkenswerte Folk-Punk-/Oi!-Band aus Chicago, Illinois, USA. Ihr Musikstil ist vergleichbar mit dem anderer Folk-Punk-Bands wie etwa den Dropkick Murphys. Die drei Brüder Tobin Bawinkel, Justin Bawinkel und Kyle Bawinkel gründeten die sportliche Kapelle im Sommer 2000. Bald darauf stieß Josh Robieson zur Band hinzu, der mittels furios gespieltem Dudelsack (oder Mandoline) der Band zu ihrem eigenen, charakteristischen Musikstil verhalf.

Im Video seht und hört ihr mit Stutter einen Titel vom im März dieses Jahres erschienen und überaus lobenswerten Album “Odd Boat”.

Rosemary Standley

Auf ROSEMARY STANDLEY bin ich eher zufällig gekommen – durch den Chill-Mix auf Apple Music. Und war sofort fasziniert. So sehr, dass ich nicht umhin komme, hier und heute eine unbedingte Hörempfehlung auszusprechen. Die französisch-amerikanische Sängerin (1979 in Paris geboren) bereist üblicherweise mit ihrer Hauptband MORIARTY die Kontinente, geht jedoch immer auch eigene Wege und führt mehrere Projekte parallel. Sie weiß mit einer einzigartigen (engelsgleichen!)…

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Neil Young öffnet sein Archiv

Neil Young hat letzte Woche mit “The Visitor” nicht nur ein neues Album herausgebracht, sondern am Sonntag gleich alles ins Netz gestellt: Sein gesamtes Musik-Archiv, dazu viele Fotos, Notizen, Videos und unveröffentlichte Tracks. Der Hintergrund: Der Kanadier mokierte sich seit Jahren über die seiner Meinung nach schlechte Qualität der Streamingdienste. Nachdem er zunächst Spotify und Apple Music aufgrund der “beschissenen” Qualität boykottierte (inzwischen ist er…

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Björk: Utopia

Ich mag Björk. Das war schon immer so. Denn es gibt diese Welt neben dem Hardcore und neben dem Oi!. Was jetzt also Klassik und Jazz in all ihrer Vielfalt oder auch die besondere Popmusik meint. Stammleser*innen wissen darum.

Zugegeben, das Angebot ist übersichtlich. Hierzulande macht das die Gruppe Tocotronic – um nur ein Beispiel zu benennen. Und im globalen Maßstab? Sigur Rós passt dann gut, oder eben Björk, neben wenigen anderen (z.B. auch den Beatles). Für mich ist die Frau das musikalische Universalgenie schlechthin, ich empfinde Hochachtung. Ein Enfant terrible der Popmusik, das sich ständig neu erfindet und dabei doch sie selbst bleibt. Und das mit 52 Jahren.

Morgen erscheint ihr neues Album “Utopia”. Verspielt und anspruchsvoll wie gehabt – man muss sich hinein hören. “Blissing me” ist der zweite von 14 neuen Songs (oben im Video). Die Choreographie ist bemerkenswert schön. Der Paradiesvogel im weißen Raum. Sonst nichts. Dazu der Sound. Mehrere Melodien gleichzeitig. Die Harfe und das Klavier. Die Flöte kommt in den anderen Songs des Albums noch mehr zum Tragen. Stete Tempowechsel. Und Björk singt wie immer. Das ist Avantgarde-Pop in Reinkultur. Wunderschön.

Ich mag Björk. Das war schon immer so.