Das neue (rote) Album von Tocotronic erschien am 1. Mai dieses Jahres.

Es ist das elfte Studioalbum der meinerseits sehr geschätzten Indie-Rocker und darf als ein Konzeptalbum über die Liebe verstanden werden. Die elf Songs klingen locker fluffig, sanft und beschwingt, berwiegend poppige Melodien wechseln mit eingängigen Beats. Schwere, gitarrenlastige Schrammelsounds sind kaum zu hören – romantische Streicher und Akustikgitarre dominieren. Was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut – die Tocos haben sich nur einmal mehr erfolgreich neuerfunden. Und wunderschöne Popsongs hatten sie schon immer im Programm …

Die Texte sind gewohnt reich an Wortspielen und Zitaten, Dirk von Lowtzow besingt in ihnen die erste große Liebe, die Liebe an sich und das große Grübeln, bleibt allerdings auch nicht zur Gänze unpolitisch und trifft dabei den Nerv der Zeit genau – wie etwa in Solidarität.

Ihr/ Die ihr euch unverzagt/ Mit der Verachtung plagt/ Gejagt an jedem Tag/ Von euren Traumata/ Die ihr jede Hilfe braucht/ Unter Spießbürgern Spießruten lauft/ Von der Herde angestiert/ Mit ihren Fratzen konfrontiert/ Die ihr nicht mehr weiterwisst/ Und jede Zuneigung vermisst/ Die ihr vor dem Abriss steht/ Ihr habt meine/ Solidarität

Kurzum: die neue Tocotronic-Platte (Spotify) ist für mich ein kluges und mitreißendes deutsches Popmusik-Album, das Maßstäbe setzt. Die Kreativität der Musiker scheint unermesslich – was jetzt schon Lust und Neugierde auf die nächste Platte und natürlich auf die Tour im Herbst macht.

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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