Morgen stellt der AKuBiZ e.V. sein neues Geschichtsprojekt in Pirna vor. Ein weiteres lobenswertes Projekt, auf das ich hiermit nur allzu gern verweisen möchte.

Zur Erläuterung: der Pirnaer Verein AKuBiZ steht seit vielen Jahren für die Aufarbeitung der lokalen Geschichte. Neben der Durchführung verschiedener Erinnerungsprojekte wurden auch diverse Veröffentlichungen herausgegeben – im Gedenken an die in den Jahren des Nationalsozialismus begangenen Verbrechen. Neben einem Stadtplan zum einstigen jüdischen Leben in Pirna und Gedenkflyern zu ehemaligen Konzentrationslagern entstanden auch ein Buch über den Widerstand aus dem Bergsportmilieu und eine Biografie über ein Opfer der Nazis.

Unter dem Motto “Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von …” soll jetzt anhand von Einzelschicksalen an die Opfer des NS-Regimes erinnert werden.

Unser Interesse gilt nicht nur der großen Geschichte, sondern auch der einzelner Menschen und ihrer persönlichen Erinnerungen. Wenn es gelingt, diese erfahrbar zu machen, lässt sich besser verstehen, dass auch die Vergangenheit von wirklichem, gelebtem Leben handelt und nicht nur aus sterilen Zahlen. [ … ] Dass wir dabei so oft auf Geschichten ohne Happy End trafen ist nicht zwangsläufig, sondern der Tatsache geschuldet, dass zu wenige Menschen ein waches Gewissen hatten, dass zu wenige im Protest geübt waren, dass zu wenige widersprochen haben, dass zu wenige sich gewehrt und die anderen verteidigt haben.

Das AKuBiZ lädt am 10.12. um 18.30 Uhr in die Stadtbibliothek Pirna zur Lesung.


Nachtrag 12.12.2014: PirnaTV war am Abend vor Ort. Interessierte Menschen schauen sich bitte das Video an.


Symbolbild: Anastasia Polischuk

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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