Das konservativ geprägte Ehepaar Claude und Marie Verneuil und seine vier schönen Töchter inmitten der französischen Provinz. Eine heiratet einen Chinesen, die zweite einen Juden und die Dritte einen Muslim.

Beschneidungsrituale, Hühnchen halal und koscheres Dim Sum – Claude und Marie geraten zunehmend unter Anpassungsdruck. Die jüngste Tochter wird endlich einen französischen Katholiken mit nach Hause bringen – die Freude ist zunächst groß. Als die Eltern jedoch dem schwarzen Charles gegenüberstehen ist ihre Geduld erschöpft, der Toleranzvorrat zur Gänze aufgebraucht.

Monsieur Claude und seine Töchter (Filmwebsite) ist eine köstliche Komödie in Sachen multikulturelle Gesellschaft. Mit Blick auf die beunruhigenden Wahlerfolge der rechtsextremen Front National darf man den Film auch als einen gelungenen Kommentar zur aktuellen Lage der Grande Nation bewerten. Manche Szenen scheinen mir zwar arg konstruiert – nichtsdestotrotz sind es im Fazit 97 kluge, bissige und überaus kurzweilige Filmminuten. Wir haben uns königlich amüsiert.

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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