Wenn ihr einmal nach Görlitz kommt und am Thema interessiert seid, dann nehmt euch die Zeit und besucht das dort ansässige Fotografie-Museum. Es ist ein sehr kleines und höchst interessantes Museum, liebevoll gestaltet im historischen Gemäuer. Man muss wissen, dass Görlitz einst ein namhafter Standort der Fotoindustrie war, und so kommt es nicht von ungefähr, dass sich das Museum am Standort des einstigen “Centralmagazins für Photographenbedarf” – der “Fabrik für photographische Apparate” Ernst Herbst & Firl befindet.

Die Ausstellungsräume zeigen eine beeindruckende Sammlung von (nicht nur, aber vor allem in Görlitz produzierten) Kameras und diverses Dunkelkammer-Zubehör – von den Anfängen bis in die Neuzeit. Neben der Geschichte der Fotografie im Allgemeinen wird ausführlich die Geschichte der Görlitzer Fotoindustrie geschildert. Garniert wird die fototechnische Sammlung von zahlreichen historischen Aufnahmen, vornehmlich solcher des Görlitzer Heimatfotografen Robert Scholz, dem aktuell auch eine Sonderausstellung zum 170. Geburtstag gewidmet ist.

Diese findet sich im Hinterhof – im ehemaligen Fabrikgebäude, welches zudem eine große Ausstellungsgalerie beherbergt. Hier werden verschiedene Wanderausstellungen präsentiert – momentan sind dort amüsante, teils skurille Fotografien von Pavel Sticha zu sehen, einem tschechisch-deutschen Fotografen und Fotojournalisten. Fürderhin findet sich im Hause ein PC-Kabinet für die digitale Bildbearbeitung sowie eine funktionstüchtige Dunkelkammer. Also eine runde Sache im Ganzen, die anzuschauen lohnt …

Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, der Eintritt für Sammlung und Galerie beträgt vier Euro.

Gesellschaft für das Museum der Fotografie Görlitz e.V. (Website)
Löbauer Straße 7
02826 Görlitz

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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G.

Goldener Oktober

Das Licht! Die Farben! Und der mensch beinahe alleine im Wald. Ich nahm mir die Zeit. Und man ließ mir die Zeit – für diese schöne Spielerei. Gestern in der Dresdner Heide bei Klotzsche (nur ein Spaziergang, kein großes Ding)….

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A.

Abendstimmung am Bischofsplatz

Wir sehen: Das „Hechtgrün“ ist längst Vergangenheit, ebenso wie „Der elegante Meißner Herrenschuh“. Interessant ist der jetzige Anblick aber allemal, insbesondere die Farben in der Abendsonne. Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass mir der Kiez am Hecht inzwischen deutlich…

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