Sonntag ist Kinotag. Wir haben gesehen: “DIE WAND”, eine Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer. Ein wenig spät vielleicht, aber immerhin, und im PKO läuft der Film gelegentlich noch. Das Buch habe ich hier schon vor Jahren empfohlen. Der Beitrag existiert allerdings nicht mehr – von daher anbei einige Worte zum Inhalt:

Eine Frau sieht sich über Nacht vollkommen isoliert in den österreichischen Alpen. Sie ist umgeben von einer unsichtbaren Wand, die sich nicht durchbrechen lässt und hinter der alles menschliche Leben zu Tode erstarrt ist. Niemand sucht nach ihr und so versucht sie, sich mit der neuen Situation zu arrangieren: einige Tiere laufen ihr zu, sie lebt von der Jagd und betreibt eine kleine Landwirtschaft. Angst und Hoffnungslosigkeit sind ihre steten Begleiter. Nach zwei Jahren völliger Abgeschiedenheit kommt es zu einer unverhofften Begegnung mit einem Menschen: ein Mann erschlägt ihr Kalb und ihren Hund und sie erschießt ihn daraufhin. Im darauf folgenden Winter schreibt die Frau ihr Erleben auf. Ihre Notizen enden, als das Papier zur Neige geht. Es gibt kein Happy-End. Der Zuschauer scheint konsterniert und darf seine Phantasie bemühen, um dem eigenwilligen Geschehen eine Deutung zukommen zu lassen …

Martina Gedeck spielt diese Rolle bravourös, und dem österreichischen Regisseur Julian Pölsler ist es wahrhaftig gelungen, die schwierige Roman-Vorlage ansprechend zu verfilmen. Ein eindrucksvolles, besinnliches und zum Nachdenken anregendes Kinoerlebnis, das anzuschauen lohnt.

Verweis: “DIE WAND” (Filmwebsite)