Die DDR im Acht-Millimeter-Format

Das Projekt “Open Memory Box” ist ein Online-Archiv der besonderen Art: Es dokumentiert 415 Stunden DDR-Alltag, aufgenommen zwischen 1947 und 1989, auf Schmalfilm. Grundsätzliches Anliegen ist es, die Debatte über die DDR, 30 Jahre nach dem Mauerfall, um eine weitere, bemerkenswerte Nuance zu bereichern. Denn alle Filmaufnahmen sind rein privater Natur – knapp 150 Familien haben ihre privaten Filmsequenzen dem Projekt zur Verfügung gestellt. Und letztlich brauchte es sechs lange Jahre, um die Menge an Material zu digitalisieren und mit Schlagworten zu versehen.

Wir sehen also unverfälschte Filmgeschichten aus dem DDR-Alltag: Familienfeste, Stadt- und Strandansichten, der Campingurlaub, der 1. Mai und so weiter und so fort. Alle Streifen sind ordentlich nach Dekaden und Schlagworten sortiert. Wenn ich es recht verstehe, können die Filme allesamt frei angesehen werden – ein Download scheint nicht vorgesehen.

Last but not least: Momentan ist die Website arg überlastet – die Bildqualität wurde zugunsten der Performance herabgesetzt, soll aber wieder besser werden. Unabhängig davon gilt: Das Reinschauen lohnt, die eine oder andere Perle findet sich gewiß.


Symbolbild: Denise Jans

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

Kommentare (2)

  • derbaum
    26. September 2019 um 17:25 Uhr Antwort

    das lohnt unbedingt – ich hab schon einige filmchen gesehen – sehr gute sache!

    • RappelAutor
      26. September 2019 um 18:34 Uhr Antwort

      Bei mir blieb es bei einigen Stichproben. Ich schaue intensiver, wenn der Server entlastet und die Bildqualität besser ist.

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