Knechtsbachtal und Hohe Straße

Wieder ein Panoramaweg, mit weiten Blicken über dieses nette, kleine Gebirge. Er verläuft auf den Höhen von Lichtenhain und Ottendorf, schlängelt sich malerisch durch Felder und Wäldchen und verbindet im eigentlichen Sinne Sebnitz mit Bad Schandau. Ich bin ihn gestern gelaufen, einige Kilometer nur, verbunden mit einem kurzweiligen Abstecher ins Kirnitzschtal.

In Lichtenhain

Startpunkt war der große, noch kostenfreie Parkplatz in Lichtenhain. Ich folgte zunächst der Hauptstraße – die Wanderwegmarkierung mit dem Grünen Punkt führt aus dem Dorf hinaus. Diese weist alsbald nach links, ich blieb jedoch auf dem Feldweg und lief einen großen, aussichtsreichen Bogen bis zu einer steinernen Wegsäule. Hier galt es nach links zu gehen, der Weg führt sanft absteigend durch den Wald hinab in das Kirnitzschtal. Kurz vor dem Tal, am Hang des Mühlbergs, passiert man einen Gedenkstein, der an ein 13jähriges Mädchen erinnert, welches dort im Jahre 1906 ermordet wurde.

Unten angekommen führt gleich links ein markierter Weg das Knechtsbachtal hinauf. Zuvor gönnte ich mir noch den Abstecher zur Lichtenhainer Mühle, die rechter Hand auf der anderen Straßenseite zu finden ist, um einen Blick auf das alte Wehr werfen. Was mir am Ende verwehrt wurde, da alles Privatgelände ist. Also Kehrtwende und, wie gedacht, dem Lauf des Knechtsbachs folgen. Der führte immerhin Wasser und der Weg im Tal hinauf ist gut zu laufen. Irgendwann biegt der Gelbe Strich links ab, ich lief weiter geradeaus, folgte nun dem Grünen Punkt und beschritt den zunächst sehr steilen, später bequem zu laufenden Ottendorfer Steig.

Am Ortseingang in Ottendorf galt es linker Hand die Landstraße zu nehmen, die glücklicherweise so gut wie gar nicht befahren war. Oberhalb von Böhmes Gut, einem Weiher zur Rechten, quert die Alte Hohe Straße die Landstraße. Ich folgte ihr nach links hinauf zum Hochbusch und war somit auf dem eingangs beschriebenen Panoramaweg, der mich nach Lichtenhain zurückführte.

Im Fazit eine kurzweilige, vor allem aussichtsreiche Runde durch Wald und Flur von gut 13 Kilometern Länge. Sie wurde auch getrackt, für diejenigen, die es genau wissen möchten.

Geschrieben von

Rappel

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.
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