Drei Steine, drei Gipfel

Die letzte Wanderung im nahegelegenen Elbsandstein liegt schon einige Wochen zurück. Höchste Zeit also, die schnellen Schuhe zu schnüren und in den Wald einzutauchen. Dazu den Rucksack schultern und ab zum Bahnhof. Die S-Bahn brachte mich ratzfatz und in nur elf Minuten nach Rathen. Und der Weg zum Rauenstein, meinem ersten Ziel, ist dort überall gut ausgewiesen.

Es geht gleich ordentlich hinauf, die Betriebstemperatur war schnell erreicht. Am Fuße des Berges wechselte ich auf den schmalen Pfad und passierte die nördliche Flanke des Rauenstein-Massivs, um hernach den Gratweg von Westen zu nehmen.

Blick vom Rauenstein (links der Kleine, rechts der Große Bärenstein)

Der läuft sich flüssig, Stufen und Leitern sichern das schnelle Vorankommen. Und bietet Aussichten, eine um die andere und alle herzallerliebst. Vorne an der Bergwirtschaft war dann Zeit zum Pausieren. Das Schöne: Die Gastronomie-Welt ist dort noch in Ordnung, es wird wie ehedem durch das Fenster verkauft und die Karte ist auch ganz gefällig.

Blick vom Großen Bärenstein (327m) gen Osten
Blick vom Großen zum Kleinen Bärenstein (337m)

Nach der Rast ging es weiter zu den Bärensteinen. Ich wandte mich zuerst dem größeren der beiden Berge zu, der ja eigentlich der kleinere ist – wenn man sich nur an der Höhe orientiert (das Massiv ist jedoch deutlich wuchtiger). Und erklomm ihn über den Riegelhof, eine zuletzt mit mannshohem Geröll gefüllte, enge Schlucht, die nur mit vollem Körpereinsatz zu bewältigen ist. Oben, im Sattel nahe des Gipfels, eröffnen sich erneut sehr schöne Blicke.

Auf dem Kleinen Bärenstein

Der Abstieg ist dann eher gemütlich, der mensch konnte also Kraft sammeln, um den dritten Gipfel, sprich den Kleinen Bärenstein, der ja quasi gleich gegenüberliegt, im Sauseschritt zu nehmen. Auch hier wurde kurz innegehalten – die weiten Blicke sind eine Wohltat für das im Elbtal stets eingepferchte Auge.

Es folgte der Abstieg nach Naundorf und dann weiter nach Stadt Wehlen, um mittels S-Bahn zurück nach Pirna zu fahren. Im Fazit eine nicht allzulange, aber attraktive Strecke – auf wohl bekannten Wegen und mit reichlich Auf und Ab.

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

Kommentare (5)

  • derbaum
    10. August 2019 um 10:13 Uhr Antwort

    hach ja… (rauensteine geht nunmal nur an wochentagen!)

    • RappelAutor
      12. August 2019 um 17:50 Uhr Antwort

      Die reine Bärensteinrunde ist nicht zu weit und geht auch gut am Wochenende, gerade in den frühen Morgenstunden (von Naundorf ist man sehr schnell dort). Vielleicht wäre das etwas im Herbst – du kennst sie ja auch noch nicht?

      • derbaum
        13. August 2019 um 05:03 Uhr Antwort

        die bärensteine nicht – die rauensteine schon – ausgiebig ;-)

  • Jana
    10. August 2019 um 19:50 Uhr Antwort

    hach immer wieder schön!

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