Zwei Wochen auf Tjörn

Das waren sie, die schönsten Wochen des Jahres. Ein Jahr lang erwartet und dann rinnen die Tage dahin – Sie kennen das. Aber gut. Hiermit folgt der gewohnt kurze Rückblick mit einer etwas längeren Bilderstrecke – das ist bei mir ja immer so.

Wir haben unseren Urlaub auf Tjörn verbracht, einer Insel im Schärengarten vor der Westküste Schwedens. Und haben sie tatsächlich nur für einen Tag verlassen – für eine Stadtvisite in Göteburg. Ansonsten galt es die Insel zu erkunden, meist zu Fuß oder mit dem Rad und vollkommen entspannt. Quartier hatten wir in Rönnäng, einem kleinen Ort im Süden des Eilands. Ein Ferienhäuschen, direkt am Kanal, mit bestem Blick auf den lebhaften Schiffsverkehr. Die An- und Abreise erfolgte mit Auto (Fahrräder anbei) und Fähre über Rostock, Gedser, Kopenhagen, die gewaltige Öresundbrücke, Malmö und Göteburg, und war allein schon spannend genug.

Neben der unmittelbaren Umgebung besuchten wir natürlich auch die touristischen Highlights der Insel, sprich den Skulpturenpark in Pilane (die wunderschöne weiße Anna von Jaume Plensa im Bild ganz oben) und das Nordische Aquarellmuseum in Skärhamn. Beides sind sehr schöne Anlagen, der Besuch lohnt gewiß.

Doch vor allem hatte es uns die Natur angetan, in Summe mit der teils bizarr anmutenden Landschaft des Schärengartens an sich. Von Rönnäng verkehrt mehrmals täglich ein Fährschiff zu den autofreien Inselschönheiten Dyrön und Åstol. Beide nahebei und unbedingt sehenswert. Dyrön ist naturbelassen und punktet mit einen schönen Rundwanderweg entlang der Küste, Åstol ist ein karges und dennoch komplett bebautes Inselchen, welches kurios anmutet inmitten der meist nur punktuell besiedelten Inselwelt im Umkreis.

Tjörn verfügt über einige gut ausgebaute Radwege, die vor allem den Westen der Insel für Radler*innen attraktiv machen. Offizielle Wanderwege gibt es auch, wir sind fast alle gelaufen (sie sind nicht gar so lang) und empfehlen diesbezüglich das Naturreservat der Insel Härön zu erkunden – das ist in seiner landschaftlichen Vielfalt und wohltuenden Einsamkeit kaum zu toppen.

Die Schären sind auch bei den Schweden sehr beliebt und also gut besucht, gerade auch von Wassersportlern – die zahlreichen Yachthäfen sind im Sommer proppevoll. Mit einem eigenen Boot wäre das ganze natürlich noch schöner, aber das sollte nicht sein. Möglich wäre für uns ohnehin nur der Kajak-Ausleih (ging nicht, weil sie hat Angst und ist nicht gar so gerne auf dem Meer unterwegs), Motorboote waren nirgends zu mieten.

Und sonst so? Es gibt nur noch sehr wenige Fischer, die ihr Handwerk vor Ort ausüben. Dazu kaum Fisch – alles konzentriert sich auf den Fang von den in Schweden äußerst beliebten Schalentieren. Mein Angelauftritt (vom Ufer) blieb leider ohne Ergebnis (worin ich mich in keinster Weise von den lediglich zwei anderen Anglern, die ich in den ganzen vierzehn Tagen sah, unterschied).

Unabhängig davon waren es zwei wunderschöne Wochen.

Geschrieben von

Rappel

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.
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8 Kommentare zu “Zwei Wochen auf Tjörn”

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