Podcast: Wie war das im Osten? / Punk in der DDR

Zugegebenermaßen: Der mensch ist kein großer Podcast-Fan. Ich mag es nicht hören, wenn (zumeist) Männer stundenlang und in der Gruppe über Techkram palavern. Meist nicke ich spätestens in der fünften Minute weg … Anders ist es, wenn Zusammenhänge mit historischem Bezug thematisiert werden, dann ist schon Interesse geweckt. Und wenn noch eine kleine Portion Punkrock im Spiel ist, höre ich ganz gerne zu.

ZEIT ONLINE publiziert derzeit eine Serie über das Leben in der DDR und danach. Im Ostpodcast kommen also Menschen zu Wort, die involviert waren und etwas zum Thema zu sagen haben. Das Ganze wird nett moderiert, ist aber auch ein Zeitfresser – runde zweieinhalb Stunden gilt es zu lauschen. Aber gut …

Die aktuelle Folge widmet sich dem Punkrock in der DDR. Wie lief das, was gab es diesbezüglich zu sehen und zu hören und wie reagierte der Staat? Studiogast ist Jana Schlosser, damals ein Teil der Szene. Sie lebte in besetzten Häusern, gründete eine Band (Namenlos) und prangerte in ihren Songs den SED-Staat an, was ihr letztlich eine Haftstrafe im berüchtigten Frauen-Gefängnis Hoheneck einbrachte. Die Frau ist keine gute Rednerein, hat aber etwas zu erzählen – das Zuhören lohnt also und ist, im Fazit besehen, ein kurzweiliger Ausflug in die jüngere Geschichte.


Symbolbild: Jason Rosewell

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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