Herbstzeit ist Wanderzeit. Die freien Stunden sind rar und so nutzen wir jede sich bietende Gelegenheit, um diese bei Mutter Natur zu verbringen. Gestern zog es uns in den heimischen Elbsandstein – wir liefen eine schöne Runde am Kirnitzschtal.

Blick von der Großsteinkanzel

Der Startpunkt war in Ottendorf (bei Sebnitz), gleich am Ortseingang und gegenüber der Gaststätte “Zum Kirnitzschtal” findet sich ein kostenfreier Parkplatz. Unser Wanderweg ist mit dem grünem Punkt ausgewiesen (Ottendorfer Steig), er führt rechts an der Wirtschaft vorbei und zunächst durch die anschließenden Felder. Später, dann schon im Wald, steigen wir  ins Knechtsbachtal hinab und stoßen letztlich auf  die Kirnitzschtalstraße. Der Straße galt es linker Hand ca. 300m zu folgen,  um dann rechts die Zufahrt zum Kuhstall zu nehmen. Diese wird alsbald vom Flößersteig gequert, dem wir nun talaufwärts folgten.

Der Flößersteig ist alles andere als langweilig – im sportlichen Auf und Ab geht es bis zum Kleinen Zschand, um zur Felsenmühle zu gelangen. Wir querten die Straße und stiegen hinter dem Wasserwerkhaus der Mühle wieder aus dem Kirnitzschtal hinaus (grüner Strich). Nach längerem, nicht zu steilem, aber steten Anstieg erreichen wir die Wegkreuzung, an welcher der Aufstieg zum Großstein ausgewiesen ist. Und der lohnt unbedingt, da man von der Aussicht an der Kante (Großsteinkanzel) einen sehr schönen Blick über die Hintere Sächsische Schweiz und das Kirnitzschtal hat (Bild weiter oben). Eine Handvoll Bänke bieten sich dort zum Rasten an – in allerbester, ruhiger Lage.

Schmidts Linde bei Ottendorf

Zurück vom Abstecher zum Großstein wanderten wir weiter auf dem ausgewiesenen Weg nach Ottendorf. Nach dem Wald ging es durch offenes Gelände bis zur Endlerkuppe. Der (nicht zugängliche) Gebäudekomplex auf derselben hinterlässt einen maroden, aber nicht unaufgeräumten Eindruck. Dem Vernehmen nach wurde er einst als Jugenderholungslager konzipiert, diente jedoch bald als BDM-Lager (1933-45) und später (bis 1990) dann als Parteischule der SED.

Wir liefen nicht gleich weiter in den Ort, sondern gönnten uns noch den Abstecher zu einem gewaltigen Baum nahebei. Westlich der Endlerkuppe galt es Schmidts Linde zu bestaunen, einen 325 Jahre alten Baumriesen, der es auf stolze 5,2m im Stammumfang bringt. Der bemerkenswerte Solitärbaum ist prachtvoll gelegen und bietet von seinem Standort einen schönen Blick auf das Umland.

Danach wanderten wir nach Ottendorf  hinunter und waren schnell wieder am Ausgangsort angelangt. Hinter uns lag eine kurzweilige Runde von gut elf Kilometern in beinahe menschenleerer Landschaft (Tracking).

Dafür orientierten wir uns an dieser Vorlage.

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

Es gibt 2 Kommentare

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  1. eine sehr schöne runde (die linde kenne ich noch nicht – das wird aber!) – wobei es der aufstieg aus dem kirnitzschtal schon in sich hat – über 100 höhenmeter wollen erklettert sein ;-) – aber der ausblick ist wirklich grossartig. und dort oben biste fast immer allein. (ich parke der faulheit wegen immer am kriegerdenkmal neben dem wasserwerj…)

    1. Diiirk, wenn du immer so faul bist, wird aus dir nie ein richtiger Waldläufer. :)

      Aber im Ernst: Es ist wirklich wunderschön ruhig dort. Auf der ganzen Strecke sind uns nur zwei Wanderer begegnet. Eigentlich sollte man gar nicht darüber schreiben …

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