Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

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Eine kleine Wanderung nur, trotz der Affenhitze, die schier unerträglich über dem Land liegt. Um aus der Stadt zu flüchten, und eben auch in Form zu bleiben. Denn die kommenden Wochen werden anspruchsvoll und sportlich. Was jetzt das Bergwandern an sich meint.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Ich parkte in Königstein an der Bielatalstraße. Ein wenig weiter oben, denn dort gibt es genügend freie Parkplätze. Und lief dann in den Ort hinunter. Dort, wo die Straße nach Pfaffendorf abbiegt, führt eine Treppe an der Wand hinauf. Über diese und den folgenden Stufenweg stieg ich stetig aufwärts (der Aufstieg heißt Bornberg). Irgendwann langt man an der Fahrstraße nach Pfaffendorf an, folgt dieser ca. 250 m und biegt dann links auf den Heideweg ein.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Der führt weiter bergan, bis er auf den mit dem gelben Punkt markierten Wanderweg stößt. Ich hielt mich links und kam alsbald an der Schönen Aussicht an. Diese wird ihrem Namen mitnichten gerecht, sie ist nahezu zugewachsen und man erhascht eben so einen Blick auf die Elbe und die Festung. Da habe ich mir mehr versprochen.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Der Weg (nach der ehemals Schönen Aussicht in der Kurve bitte links halten) führt dann auf einer Höhe bis nach Gohrisch hinein. Über den Sandweg und die Pfaffendorfer Straße (wieder rechts, am Margaretenhof vorbei) komme ich bis zum Malerweg, der rechts hinter einer Ruine abbiegt. Über den sich anschließenden Schulweg geht es nach Pfaffendorf hinunter und zum Pfaffenstein hinauf.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Ich wähle den Nordaufstieg durch das Nadelöhr und komme etwas erschöpft an der Bergwirtschaft an. Eine Rast tut not, und ein isotonisches Getränk später (ein Süppchen auch) inspiziere ich den Rest des Plateaus, sprich die üblichen Aussichtspunkte und die Barbarine auch.

Blick vom Pfaffenstein

Es waren nur wenige Menschen dort oben, bei Temperaturen über 30° ist das Auf und Ab im Wald kein Zuckerschlecken und ich begann mich zunehmend zu fragen, welcher Teufel mich am Morgen geritten hat …

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Also nahm der mensch den bequemen Abstieg und folgte dem Malerweg bis zur Kirchleitenstraße. Rechts führt der rot markierte Weg nach Königstein zurück, ich stieg leicht bergan und musste schließlich der Hitze Tribut zollen. Schließlich lebe ich seit nun mehr als 50 Jahren in diesem Körper und meine die Warnungen zu erkennen, so diese sich einstellen. Der Rückweg über die Silberquelle wurde also gekanzelt, ebenso wie der spontan in Erwähnung gezogene Aufstieg zum Quirl.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Statt dessen lief ich um diesen herum bis zur Diebshöhle.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Der Sandstein hat am Quirl einiges zu bieten: viele Boofen, Sanduhren und die Höhle noch dazu. Das passt dann schon.

Bornberg, Pfaffenstein und Königsstein

Der Abstieg nach Königstein war dann schnell erlaufen, und begleitet von einigen wenigen, irritierenden Regentropfen kam ich nach knapp 14 Kilometern am Ausgangsort wieder an.

Eine an sich schöne Runde, die man ausbauen kann, aber möglichst nicht im Hochsommer laufen sollte.

Rappel

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter, und überall.

2 Kommentare

  1. ich hab diese zeichen auch lange ignoriert – weiss aber inzwischen – es geht nicht mehr wie vor 10 jahren noch…

    1. Wir werden eben alle gemeinsam älter. Da kommt keiner drum herum. :)

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