Von Ulbersdorf zum Unger und zurück

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Am Sonntag war das, da liefen wir diese schöne Runde über den Unger. Knappe 14 Kilometer, bei Himmelblau und Sonnenschein (Schäfchenwolken auch). Der GPS Track findet sich hier.

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Wir starteten am oberen Ende von Ulbersdorf und liefen die Alte Geleitstraße bis Krumhermsdorf. Dort querten wir die Gleise und traten in den Wald ein, immer mit dem grünen Strich Richtung Unger. An einer Lichtung verabschiedete sich die Markierung leider ins Nirvana. Wir folgten zunächst einem zugewachsenen Pfad, später unserem Instinkt durch das dichte Unterholz. Kein Pfad, keine Wegzeichen. Mit dem Orientierungssinn klappt es aber noch ganz gut, denn schließlich trafen wir nur wenige Meter vom Gipfel wieder auf den Hauptweg (wenn auch arg zerkratzt und von Zecken geplagt).

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Die Einkehr in der Berggaststätte war geplant und hochverdient. Das Ambiente ist schnell beschrieben: sehr aufgeräumt und ein wenig spießig, aber mit freundlicher Bedienung. Und geschmeckt hat es auch. Der Fleckeeintopf lockt angeblich Gäste von sonstwoher (mich nicht). Apropos Gäste: Das Publikum reist zu gefühlten 90% mit dem Auto an, Wanderer sind klar in der Minderzahl. Wissta Bescheid.

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Nach der Einkehr (der Turm ist zur Zeit nicht begehbar) stiegen wir gleich am Wirtshaus ab – der direkte Weg nach Schönbach. Es geht zügig hinunter und sobald man den Wald verlässt, eröffnet sich ein schöner Blick auf die Siedlung.

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Wir studieren die Karte und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Nur kurz tangieren wir dann den Ort, steigen gleich wieder hinauf zum Schönbacher Berg. Oben wieder eine Bank, mit schönem Blick zurück auf den Unger. Das passt so.

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Es folgt ein kleineres Waldstück, der Weg gabelt sich. Und wieder keine der sowieso schon sehr spärlichen und oft kaum noch erkennbaren Wegmarkierungen, es ist zum Haare raufen! Wir wählen natürlich die falsche Richtung, bemerken unseren Irrtum aber rasch und kommen schließlich aus dem Wald heraus und ins offene Gelände.

Ulbersdorf, Unger, Schönbach

Das ist dann herzallerliebst: sanfte Hügel und Felder, soweit das Auge reicht. Lockeren Schrittes und frohgemut kehren wir zum Ausgangsort unserer Wanderung zurück.

Fazit: eine kurzweilige Runde in wunderschöner Landschaft. Eine gute Karte tut not – das Wegenetz vor Ort wird nur halbherzig gepflegt.

Rappel

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter, und überall.

5 Kommentare

  1. der fleckeeintopf ist grossartig! (wenn er noch so gut ist wie vor 25 jahren :-) (und ich war auch mit dem auto oben…)

    1. Vielleicht wird das ja mal gemeinsam, wenn alles gut überstanden ist. Auto wäre dann auch okay. :)

  2. :-) – gern doch!

  3. mapy.cz …

    1. Hm. Da hat irgendetwas nicht geklappt?

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