So steht es geschrieben. Und zwar in Stein gemeißelt über dem Engelsgesicht, welches als eine besondere Steinmetzarbeit an einem besonderem Ort der Höhepunkt meiner gestrigen Wanderung war. Ich wusste zwar um dessen Existenz, war aber erstmalig vor Ort. Und jetzt der Reihe nach …

Ohne Titel

Ausgangspunkt war der Parkplatz über dem Freibad in Rathewalde. Via Bruno Barthel Weg lief ich vor zur Basteistraße und an dieser einige hundert Meter entlang – Richtung Bastei. Es braucht nicht lange, bis links der mit dem gelben Strich markierte Weg in den Wald abbiegt. Nach etwa 200 Metern biegt dann links ein unmarkierter Weg ab, er verläuft schnurgerade und ist durch eine Holzschranke versperrt.

Engelsgesicht

Ich folgte seinem Verlauf. Rechts steht ein Hochsitz und linker Hand liegt eine kleine Wildwiese, an deren Ende ein Kernzonen-Schild steht. Der Weg führt gerade aus weiter auf das Blanke Horn. Hier solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass ihr im Falle der Begegnung mit einem Nationalpark-Ranger schlechte Karten habt, denn innerhalb der Kernzone ist das Wandern nur auf markierten Wegen gestattet. Wissta Bescheid …

Engelsgesicht

Es wird abschüssig und der Weg verliert sich im Dickicht. Jetzt ist ein wenig Orientierungssinn gefragt. Ich hielt mich links und stieß nach etwa 50 Metern auf einen schmalen Pfad, der direkt an die Kante des Amselgrunds führt. Hier finden sich einige schöne Blicke auf den Amselgrund und die Hütten am Amselfall (keine Bilder wegen der stets im Bild stehenden Bäume). Alsbald habe ich auch das schön am Felsen platzierte Engelsgesicht entdeckt, zu dem ich leider nichts anmerken kann. Von wem es geschaffen wurde, wann genau und zu welchem Anlass? Wer mehr darüber weiß, darf dazu gerne kommentieren.

Amselfall

Nach diesem Abstecher war ich schnell zurück auf dem gelb markierten Wanderweg zur Bastei. Ein kurzer Stopp am Basteikreuz, ein Blick in den Rathener Kessel und dann ging es hurtig die Schwedenlöcher hinunter in den Amselgrund. Ein wenig sportlich sollte die Runde ja schon sein.

Via Amselfall ging es dann, immer dem Grünbach folgend, hinauf zur Rathewalder Mühle.

Rathewalder Mühle

Märzenbecher

Bis zum eingangs erwähnten Parkplatz war es dann nicht mehr weit. Im Fazit ist diese eine attraktive Runde, mit tollen Blicken, wilden Schlüchten und einsamen Pfaden im Wald. Was auch schön war: Mir sind gestern lediglich drei Menschen begegnet.


Mögliche Einkehr: an der Bastei, am Amselfall und der Lindengarten in Rathewalde (Öffnungszeiten beachten).

Karte: Rolf Böhm: “Die Bastei”

Web: Solideo Gloria. Ich habe mich weitestgehend an diese schöne Tourbeschreibung gehalten. Danke dafür!

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

Es gibt 3 Kommentare

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  1. von diesem engelsgesicht habe ich auch noch nie gehört. vllt. gehe ich es mal suchen…
    ansonsten – schöne bilder von wasserfällen und so – fein langzeit-belichtet. ein wenig ärgere ich mich schon über meinen bauch….

    1. Ich habe ja gehofft, dass wir gemeinsam ein par schöne Weiches-Wasser-Bilder machen können. Da hätte ich sogar mein Stativ mitgenommen, das ich dann auf meiner Solo-Tour leider nicht dabei hatte.

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B.

Balzhütte und Enge Stiege

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