Borsberg und Rysselkuppe

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Eine Runde am Elbhang war überfällig. Überhaupt: Raus aus der Stadt, hinein in den Wald und den Blick von oben übers Land schweifen lassen. Gestern hatte ich die Zeit und das musste.

Das Auto parkte ich in Graupa an der Freiwilligen Feuerwehr. Der Ort liegt auf der anderen Elbseite, ist hübsch gelegen zwischen Pirna und Dresden. Seit dem 1. Januar 1999 ist er ein Stadtteil von Pirna.

Rechter Hand – über die Lindengrundstraße – verließ ich die Ortschaft und lief dann am Waldrand links auf den Großgraupaer Kirchweg. Links am Waldrand ist das Wasserhäuschen zu sehen, der kurze Abstecher lohnt wegen der Ruhe und des weiten Blickes. Weiter ging es stetig bergauf, bis der zuvor benannte Kirchweg auf die Hochlandstraße trifft. Bis zum dicht bewaldeten Gipfel des links zu sehenden Borsbergs (362m) sind es keine zehn Minuten. Ich warf einen kurzen Blick auf die Ruine und die ehemalige Wirtschaft, um dann via Jagdweg wieder zum Elbhang hinabzusteigen. Auf dem Leitenweg angelangt brauchte es nur noch wenige Schritte bis zur Rysselkuppe.

Borsberg und Rysselkuppe

Diese darf wahrlich als Höhepunkt dieser Runde bezeichnet werden. Ein markanter Felsvorsprung, direkt über dem Weinberg und mit weitem Blick auf das dort sehr breite Elbtal.

Borsberg und Rysselkuppe

Benannt ist die Rysselkuppe nach einem früheren Besitzer des Weinberges – Gottfried von Ryssel. Heute wird dieser vom Winzer Klaus Zimmerling (gemeinsam mit der Bildhauerin Małgorzata Chodakowska) erfolgreich bewirtschaftet.

Borsberg und Rysselkuppe

Nach kurzer Rast lief ich weiter auf dem Leitenweg (auch Dichter-Musiker-Maler-Weg). Der Versuch, vorzeitig Richtung Elbtal abzusteigen, schlug fehl. Massive Zäune und Tore blockieren die alten Pfade. Es scheint ein garstig Volk zu sein, dass sich dort am Elbhang verschanzt.

Borsberg und Rysselkuppe

Der Tiefe Grund brachte mich schließlich hinunter und wieder zurück nach Graupa.

Borsberg und Rysselkuppe

Im Fazit eine sportliche Runde von gut zehn Kilometern, die Ausdauer verlangt. Die Sonne ließ sich gestern nicht blicken, aber es war trocken – immerhin. Trotzdem waren die Wege stark aufgeweicht – Folge der Regenfälle der vergangenen Tage.

Rappel

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter, und überall.

2 Kommentare

  1. die aufgeweichten wege habe ich auch bemerkt – auch wenn ich südlich von dresden im wald war! und auf der rysselkuppe war ich noch nie (zumindest nicht bewusst ;-) )

    1. Es war wirklich die reine Schlammpiste. Und du musst dich definitiv mehr nach Osten wagen (vom Dresdner Stadtzentrum besehen). ;)

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