Neil Young hat letzte Woche mit “The Visitor” nicht nur ein neues Album herausgebracht, sondern am Sonntag gleich alles ins Netz gestellt: Sein gesamtes Musik-Archiv, dazu viele Fotos, Notizen, Videos und unveröffentlichte Tracks.

Der Hintergrund: Der Kanadier mokierte sich seit Jahren über die seiner Meinung nach schlechte Qualität der Streamingdienste. Nachdem er zunächst Spotify und Apple Music aufgrund der “beschissenen” Qualität boykottierte (inzwischen ist er auch dort längst angekommen), stellt er nun tatsächlich sein eigenes Portal “Neil Young Archives” online. Die chronologisch sortierte Plattform bietet Neil Youngs gesamten Musikkatalog in Masterqualität zum Streamen an. Und anders als bei Spotify oder Apple Music verspricht der Stream stets die höchstmögliche Qualität – er passt sich der Bandbreite der jeweiligen Verbindung an.

Die jetzt kostenlosen Downloads werden einstweilen bis Juli 2018 verfügbar sein. Danach soll eine kleine Gebühr fällig werden. Je mehr User die Plattform nutzen, desto günstiger wird die Gebühr ausfallen, schreibt der Barde.

Ich halte das Ganze für einen bemerkenswerten Vorgang. Mit seinem Archiv will Young ein Zeichen für mehr Qualität im Streaming setzen setzen – und das ist gut so.


Photo Credit: Henry Diltz

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

Es gibt 3 Kommentare

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  1. das wollte ich auch schon lange erwähnen – aber..
    ich finde es eine tolle sache – sollte es von jedem musiker geben. ok justin bieber würde ich vllt. nicht brauchen, aber sonst fallen mir einige ein! ;-)

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E.

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