Der Tiger in der guten Stube

Ich habe gelesen: „Der Tiger in der guten Stube“ von Abigail Tucker.

Kein Zweifel: Katzen sind unsere liebsten Haustiere. Weltweit gibt es etwa dreimal so viele Katzen wie Hunde. In unserer Gesellschaft sind sie im Laufe der Jahrhunderte zu einer der erfolgreichsten Tierarten auf dem Erdenrund geworden. Sie beherrschen unsere Wohnungen und sind die Königinnen des Internets. Höchste Zeit also, die wundersame Geschichte der Beziehung von Mensch und Katze ein Buch zu widmen, das derselben mit gebotener Gründlichkeit gerecht wird.

Abigail Tucker hat dies getan. Sie beleuchtet das Thema von wissenschaftlicher Seite und benennt historische, naturwissenschaftliche, popkulturelle und soziologische Aspekte. Und das alles auf eine lobenswert unterhaltsame Weise – „Der Tiger in der guten Stube“ ist also alles andere als ein langweiliges Sachbuch. Um das pelzige Haustier besser zu verstehen, macht sich die Autorin auf die Reise zu Züchtern, Tierschützern und Wissenschaftlern. Sie spinnt den Faden vom Altertum bis in unsere Zeit, benennt mir bis dato unbekannte Fakten und erzählt Anekdoten, von denen manche meine lang gehegten Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit unserer heutigen Gesellschaft bestärken. Gelegentlich geraten ihre Ausführungen etwas zu ausschweifend – was ich mit zwei längeren Lesepausen ganz gut tolerieren konnte.

Unter dem Strich jedoch ist die Lektüre dieses unterhaltsamen und lehrreichen Buches jedermann zu empfehlen – Katzenfreunden und Katzenhassern gleichermaßen.


Über die Autorin:

Abigail Tucker ist eine mehrfach ausgezeichnete Autorin und Journalistin, die für Magazine und Zeitungen schreibt (u. a. das Smithsonian Magazine und The Baltimore Sun). Das erste Wort ihrer beiden Töchter war „Katze“.


Abigail Tucker
Der Tiger in der guten Stube
Wie die Katzen erst uns und dann die Welt eroberten

Aus dem Englischen von Martina Wiese, Monika Niehaus und Jorunn Wissmann

2017, 1. Auflage, 304 Seiten, gebundene Ausgabe

Theiss Verlag, Darmstadt
ISBN: 978-3-8062-3647-7
€ 19,95

Erschienen am 14. September 2017.


Symbolbild: Christopher Jolly

4 Kommentare

  1. schnellster Pieschener 10. November 2017 um 19:30

    Danke für den Tipp – Kann ich gut verwursten ;-)

    Antwort
    1. Rappel 10. November 2017 um 23:56

      Da machst du nichts falsch. Und mir fällt gerade ein, dass schon in sechs Wochen Heiligabend ist. :(

      Antwort
        1. Rappel 11. November 2017 um 09:42

          Verdammte Axt.

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