Der Felsenpfad von Khaa und die Hügel drumherum

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Soll heißen: Unsere sonntägliche Wanderung führte uns gestern ins Böhmische. Über den Felsenpfad von Khaa wanderten wir in die Hügel um Steinhübel, Schönbüchel und Schnauhübel. Eine Stunde Anfahrt (von Pirna) braucht das schon, aber es lohnt allemal. Die Landschaft ist reizvoll, die Orte sind klein und die Wege meist einsam.

Erst Sandstein, dann Granit

Erst Sandstein, dann Granit

Erst Sandstein, dann Granit

Wunderschöne Bergwiesen, dichte Wälder und sanftes, offenes Hügelland prägen das Land. Gestartet sind wir im Dorf Kyjof (Khaa), am Oberlauf der Kirnitzsch. Dort findet sich, nahe der Bushaltestelle, ein kleiner Parkplatz. Wir liefen ein Stück in das Khaatal hinein und folgten dem Bach. Nach dem Abstecher zur Schatzkammer ging es dann auf den besagten Felsenpfad, der im steten Auf und Ab mit interessanten Kraxeleinlagen punkten kann. Über das Schiff und die Enge Stiege haben wir schnell die Höhe erreicht. An und über mitunter bizarre Felsgruppen ging es sportlich weiter, bis wir zum Ende des Pfades am alten Waldfriedhof von Khaa herauskamen. Der Pfad ist gut mit Kindern zu begehen – besonders Familien sind dort gerne unterwegs.

Erst Sandstein, dann Granit

Erst Sandstein, dann Granit

Wir kamen heraus aus dem Wald und wandten uns der offenen Hügellandschaft zu. Es galt drei Ortschaften zu erlaufen: Steinhübel, Schönbüchel und Schnauhübel. Erstere weiß mit hübschen Umgebindehäusern zu gefallen, die zweite ist zwar mondän anzuschauen, jedoch zumeist dem Verfall überlassen. Zahlreiche alte Fabrikgebäude und Fabrikantenvillen prägen das Ortsbild – viele von ihnen wurden seit 1945 nur noch als Lagerraum genutzt. Den industriellen Höhepunkt hat die Gegend, die einst von der Textilindustrie beherrscht wurde, lange hinter sich. Schnauhübel ist dann wieder etwas hübscher, insbesondere das Ensemble von Barockkirche und Friedhof ist ganz nett.

Erst Sandstein, dann Granit

Erst Sandstein, dann Granit

Erst Sandstein, dann Granit

Über den Kirchsteig und via Schimmelsee ist man dann schnell wieder am Ausgangsort der Wanderung.


Fazit: Im Ganzen eine kurzweilige und gefällige Runde in wunderschöner Landschaft.

Wegstrecke: knappe elf Kilometer.

Zeitdauer: knappe zweieinhalb Stunden (reine Gehzeit).

Mögliche Einkehr: zwei Gaststätten in Khaa.

Literatur: diese Runde findet sich so im Wander- und Naturführer “Böhmische Schweiz” vom Berg- & Naturverlag Rölke.


Wer es ganz genau wissen möchte: ich habe die Runde aufgezeichnet. Wegen der Statistik und so, Sie wissen schon.

Rappel

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter, und überall.

2 Kommentare

    1. Genau. Ich finde es immer wieder erfrischend und interessant, dort drüben durch das Land zu spazieren.

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