Die andere Seite der Hoffnung ist der aktuelle Spielfilm von Aki Kaurismäki. Er basiert auf dem Originaldrehbuch des Regisseurs und besteht aus zwei Geschichten, die sich irgendwann miteinander verbinden.

Zum Einen ist dies die Geschichte vom Neubeginn eines älteren finnischen Handelsvertreters und späteren Restaurantbesitzers, zum Anderen die eines jungen syrischen Flüchtlings. Beide treffen in unseren Tagen in Helsinki aufeinander und bilden eine der für Aki Kaurismäki typischen Schicksalsgemeinschaften, welche zeigt, dass die Welt tatsächlich besser sein könnte und sollte.

Der Film entspricht der gewohnten Kaurismäki-Filmsprache. Ich halte den Mann ja ohnehin für einen der begnadetsten Regisseure der Filmgeschichte (arte widmete ihm erst kürzlich – anlässlich des 60. Geburtstags – eine kurze Filmreihe!) und mag seine düster-melancholischen, immer sehr optimistischen und warmherzigen Komödien, sehr. Auch in Die andere Seite der Hoffnung sind die Bilder zeitlos und wunderschön arrangiert, geprägt von Nostalgie und Melancholie mit Anklang an die 50er Jahre. Es gibt einen alten Cadillac und jede Menge finnischen Rock’n’Roll, dazu eine Handvoll sagenhaft skurriler Charaktere. Der Ausgang des Films bleibt allerdings offen …


Pressefoto Copyright: ©Sputnik Oy / Fotograf Malla Hukkanen

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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