Gestern, im Alten Schlachthof in Dresden. Ein unvergesslicher Abend. Feine Sahne Fischfilet. Der neue Stern am deutschen Punkrock-Himmel. Von der Ostseeküste, der alten Heimat sozusagen. Das Konzert schon vor Wochen ausverkauft. Ich habe am letzten Tag noch zwei Karten ordern können.

Die lange Schlange am Einlass. Regen, Wind und Finsternis. Personenkontrolle, dann zwei Euro für die Garderobe. Das Bier drei fünfzig mit zwei Euro Pfand. Fiskalni Račun aus Novi Sad bestreiten den Support und heizen schon ordentlich ein. Der Saal ist bereits gut gefüllt. Dann geht der Vorhang zu, Erinnerungsfotos werden projiziert. Als er fällt, wird die Menge vor der Bühne zu einer wogenden Masse. Der Saal ist jetzt brechend voll. Das Sextett hat das Publikum fest im Griff. Ein Hit folgt auf den anderen, zwei Songs vom ersten Album, ein komplett neuer ist auch dabei. Dazu ein Titel aus dem Theaterstück „Feuerherz“ (am Volkstheater Rostock, Feine Sahne schrieb den Soundtrack). Bei den Balladen galt es sich zu setzen, um hernach zum wilden Pogo aufzuspringen. Die Stimmung ist kolossal, die Menge schwitzt und kocht. Monchi spricht das Wort zum Montag, wir sind schließlich in Dresden. Und wirbt für Unterstützung wichtiger Initiativen. Natürlich. Feine Sahne Fischfilet ist eine außerordentlich politische Band. Sie erinnern sich an den Deal mit dem Verfassungsschutz? Was haben wir gelacht.

Ich mag ja den Feine Sahne Sound total. Solider Punkrock, pikant gewürzt mit Ska- und Souleinflüssen. Die Trompeten sind der Hammer und die beste Idee ever. Live kommen sie besonders gut, bringen die Hymnen ordentlich nach vorne.

Nach geschätzten 100 Minuten ist dann Schluss, die Menge (ca. 2500 Leute) strömt zum Ausgang. Zuletzt die gute Laune nach einem wunderschönen Konzert.

Das Danke an Monchi und die Jungs – ihr wart großartig.

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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P.

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