Von Hohenleipa nach Dittersbach

Von Hohenleipa nach Dittersbach

Zum Sonntag ins Böhmische – Klappe, die zweite. Diesmal mit Freunden – in der großen Gruppe. Zumeist auf bekannten Pfaden, denn die Gegend um die Dittersbacher Wände ist uns wohl bekannt und in angenehmer Erinnerung. Am Sonntag reisten wir mit den Öffentlichen an – was ungewöhnlich für unsere Ausflüge ist, aber im Fazit super geklappt hat.

Von Hohenleipa nach Dittersbach

Also S-Bahn, U28, mit der Fähre über den Fluss und in Hřensko (Herrnskretschen) in den schon wartenden Bus. Am Hotel Lipa in Vysoka Lipa stiegen wir aus und dort begann auch unsere Tour. Zunächst galt es auf den Hohenleipaer Schlossberg zu steigen.

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Vom einstigen Schloss ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Der Aufstieg lohnt trotzdem, denn der Rundum-Blick von dort oben ist ganz wunderbar.

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Wir stiegen wieder hinab und querten das Dorf.

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Die Volksarchitektur im Böhmischen zeichnet sich gelegentlich mit einem besonderen Faible für das Skurille aus.

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Alsbald hatten wir unser erstes Ziel, die Felsenburg Saunstejn (deutsch Schauenstein), erreicht. Schnell ging es die Leitern hinauf, denn der Gipfel lädt geradezu zum Schauen und Pausieren ein.

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Nach ausgiebiger Rast und dem Abstieg gingen wir zum Hauptweg zurück und folgten nun ein gutes Stück der Hohenleipaer Straße.

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Bereits hier kam es zu unerlaubten Entfernungen von der Gruppe (die Pilze!) und so dauerte es ein Weilchen, bis sich alle am Abzweig zum Jubiläumsweg sammelten.

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Ich beließ es bei diesem einem Fliegenpilzfoto – die Ausbeute an Braunkappen und Ähnlichem war jetzt nicht so doll. Zudem galt es Strecke zu machen.

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Nach kurzem Anstieg fand sich nach dem Golischt ein schöner Platz und wir beschlossen erneut, kurz zu verweilen.

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Bergwandern verursacht nämlich im Vergleich zu anderen Sportarten einen sehr hohen Kalorien- und Flüssigkeitsverbrauch. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung sowie eine ausreichende Getränkezufuhr für die Leistungsfähigkeit im Gebirge entscheidend. Wir wissen das und handeln entsprechend.

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Als nächstes Ziel ward der Rudolfstein auserkoren.

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Auf Grund des zwischenzeitlich hohen Tempos machte sich bei einigen die Müdigkeit breit. So war es nur eine Handvoll auserwählter Frauen und Männer, die mit Kraft und in bemerkenswert sportlicher Eleganz zum Gipfel naufkraxelten.

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Oben gab es das übliche Gedrängel – das ist auf dem Rudolfstein immer so.

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Der Rundumblick ist aber auch bonfortionös.

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Weiter ging es – immer auf dem Jubiläumsweg (roter Strich) zur Wilhelminenwand.

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Und auch dort passte alles: die Sonne, das Licht und die Landschaft sowieso.

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Wir schauen hinüber zum Marienfelsen (in der Mitte mit Kanzel darauf).

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Über Balzers Lager führte der Weg weiter zum Marienfelsen.

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Hier war es nur noch der wirklich harte Kern, der den (nicht ganz so schwierigen) Aufstieg zum Gipfel wagte. Der kalte böhmische Wind blies den Mutigen bei diesen letzten Höhenmetern heftig ins Gesicht – hier waren Ausdauer und Disziplin gefragt. Oben dann durchatmen und den beginnenden Sonnenuntergang bestaunen. Das Dorf im Tal ward noch eben von der Sonne beschienen, die Laubfärbung der Wälder tat das Übrige dazu – es ward ein illustres Farbenspiel, alles ganz herzallerliebst und wunderschön anzuschauen.

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Am Ende der Abstieg nach Dittersbach (Jetrichovice). Eine Wirtschaft nahm uns auf, der Ofen bollerte wie im tiefsten Winter. Das Wangenrot nach dem ersten Pils, dazu ringsum zufriedene Gesichter. Später dann die Knobisuppe und der gebackene Käse.

Es war schon finster, als wir den Bus nach (Herrnskretschen) bestiegen.


Fazit: eine wunderschöne Wanderung in der Dittersbacher Felsenwelt.

Wegstrecke: geschätzte 14 km.

Zeitdauer: sieben Stunden (mit Einkehr und Pausen).

Mögliche Einkehr: diverse Gaststätten in Hohenleipa und Dittersbach.


Ich habe leider wieder versäumt, das Tracking nach einer Rast fortzusetzen. Den Streckenverlauf könnt ihr aber hier einsehen.

  1. schöne tour, zum teil kenne ich es auch. und in jetrichovice habe ich mal die kälteste pfingstnacht meines lebens verbracht – das wasser im eimer war morgens hart gefroren. und wenn du dich erinnern kannst was es für zelte und schlafsäcke es in den späten 70ern gab…
    leider gibts von der tour keine bilder weil die practika einfach nicht mehr in den rucksack gepasst hat…

    1. Zu schade, die Bilder hätte ich gerne gesehen. Aber so geht mir das auch. Ich habe damals – leider – nur ganz wenig fotografiert, erst Mitte der 80er kam das Interesse auf.

  2. Sach ma, kannst Du mir die Bilder auch nochmal verlinken – sitze gerade an den Fotos von 2016 und versuche, diese ins Buch zu bekommen – da gibt es wirklich sehr schöne Fotos. War ja damals auch schönes Licht ….

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