The Descendents haben sich bereits 1978 in Los Angeles gegründet und sind damit eine kalifornische Punkrock-Band der ersten Stunde. Ihre Spielweise war prägend für eine dazumal ganz neue Stilrichtung, den Melodic Hardcore, und hat Bands wie Green Day, Blink 182 oder auch The Offspring weitgehend beeinflusst.

Betrachtet man die Geschichte der Band, so zeigen sich immer wieder lange Intervalle, in denen die Kapelle sich aus dem Business zurückzog und pausierte. Die Bandmitglieder gingen getrennte Wege, widmeten sich dem Studium oder anderen Bandprojekten. Doch wirklich tot war das gemeinsame Projekt nie, es lag lediglich auf Eis. Die Descendents schafften es stets auf Neue, nach jahrelanger Abwesenheit ein glänzendes und vor allem erfolgreiches Comeback zu meistern. Und – um auf des Pudels Kern zu kommen – ebenso überraschend wie anno 2004 melden sich die kalifornischen Punk-Veteranen nun auch in diesem Jahr wieder zurück und präsentieren – nach mal eben 12 Jahren – mit “Hypercaffium Spazzinate” ein neues Album.

16 nigelnagelneue, kurze und knackige Punkrock-Songs über jene Themen, die wirklich von Bedeutung sind, also “Rejection, food, coffee, girls, fishing and food” (das war bei den Descendents schon immer so). Musikalisch klingt es deutlich ruppiger als der Vorgänger, was vor allem dem Einfluß von Stephen Egerton (Gitarre) zu verdanken ist, der sich mehr den Wurzeln des Punkrocks denn poppigen Harmonien verpflichtet fühlt. Eine lobenswerte Einstellung, die dem Album zu Gute kommt – die Band klingt so kraftvoll, frisch und unverbraucht wie am allerersten Tag.

Reinhören könnt ihr hier (Spotify URl), und ein aktuelles Video gibt es oben zu sehen.


Weiterführender Verweis: “Ich muss etwas Besonderes erleben” Milo Aukerman (The Descendents) im Interview, geführt von Kai Butterweck (Juli 2016).


Press Photo: Katie Hovland.

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen, dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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E.

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