Die Stadt Pirna hat vor einigen Tagen mit den Bauarbeiten am nördlichen Schlossberghang begonnen. Erklärtes Ziel ist es, den Beginn des überregional bekannten Malerweges – unterhalb der ehemaligen Festungsanlage Pirna-Sonnenstein – zu sanieren und gestalterisch deutlich aufzuwerten.

Pienitz-Behälter

Im Zuge der Arbeiten wird ein neuer Aufgang entlang der alten Stadtmauer errichtet, die ebenfalls eine Ertüchtigung erfährt. Bänke werden aufgestellt und im ganzen Gelände sollen die Stützmauern, Treppen und Wanderwege befestigt und saniert werden. Der erste Bauabschnitt widmet sich im Besonderen jedoch den historischen Quellsammelleitungen, die teilweise schon zu Canalettos Zeiten die Brunnen der Altstadt mit Wasser versorgten.

Pienitz-Behälter

Pienitz-Behälter

Der sogenannte Pienitz-Behälter, eine gewaltige, anno dazumal in den Hang eingelassene Zisterne, wird ebenfalls gesichert (hier Bilder einer Begehung im November 2011). Hernach möchte die Stadt diese historischen wassertechnischen Anlagen in touristische Führungen einbeziehen.

Am Schlossberghang

Bereits fertig und benutzbar ist die neue Stahltreppe, welche den Canalettoweg mit dem Innenhof des Schlosses verbindet. Der obige Zugang erfolgt vom ehemaligen Kohlenlager, welches gleich neben dem heutigen Kreisarchiv liegt und nicht zu verfehlen ist. Und dabei bitte nicht täuschen lassen: die geschlossene Gittertür ist nicht verschlossen und stets offen.

Interessant ist auch die Ankündigung, dem wild wuchernden Bewuchs am Hang nur behutsam zu Leibe zu rücken. Ein umfassender Kahlschlag wird demnach nicht kommen, weil dieser die Flugrouten der Fledermäuse beeinträchtigen würde.

Last but not least: die Gesamtbauzeit wird sich bis 2017 erstrecken. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres sollen auch Einschränkungen für Wanderer kommen. Die Kosten der Baumaßnahme sind mit rund 1,2 Mio. Euro veranschlagt. Schauen wir mal … (via)

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