Ein Spaziergang. Oder eine Kurzwanderung – das klingt anspruchsvoller und damit etwas besser. Denn die Zeit war knapp und es ging um die Sache …

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Der Pfaffenstein, wie wir ihn kennen. Hinauf durch das Nadelöhr, runter der Bequeme Aufstieg. Oder andersherum. Schon tausendmal gesehen, schon tausendmal gegangen. Gefühlt jedenfalls.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Der Weg durch die Nasse Schlucht ist eine alternative Aufstiegsmöglichkeit zum Pfaffenstein, und das schon seit mehr als 100 Jahren. Ich las unlängst darüber und musste das unbedingt einmal probieren, denn dieser Aufstieg war mir neu.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Also schnell einmal nach Pfaffendorf fahren. Der übliche Parkplatz (zwei Stunden ein Euro). Dann bis zur Info-Tafel und rechts halten – Richtung Bequemer Aufstieg. An der dritten Holzbank führt ein als Kletterzugang ausgewiesener Pfad in den Busch (siehe Foto).

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Es geht bergauf. Immer schön den schwarzen Dreiecken folgen. Gelegentlich versucht sich der Weg als solcher zu tarnen – also die Augen offenhalten. Aber eigentlich ist er nicht zu verfehlen. Schnell ist die Nasse Schlucht erreicht.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Uralte Stufen im Fels. Obacht geben: alles ist vermoost, nass und damit sehr glatt.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Diese schwierige Stelle ist mittels Steighilfen schnell überwunden. Das freut den Waldschrat – er schmunzelt vergnüglich und krault sich den Bart.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Schnell ist das Plateau erreicht. Eigentlich zu schnell.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Schulterblick. Gaaanz wichtig. Aber niemand ist mir gefolgt, und das ist gut so.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Am Ende kommt man unweit der Gastwirtschaft heraus.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Und ja, wenn man jetzt schon einmal oben auf dem Pfaffenstein ist, läuft man auch vor zur Barbarine und zur großen Aussicht.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Kein Mensch, nirgends. Ungewohnt, aber sehr schön.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Nach einer kurzen Rast quere ich das Plateau von Süd nach Nord. An der Wirtschaft regt sich bereits etwas, es wird eingedeckt.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Viele schöne Blicke im Sonnenschein. Dann der Abstieg über das Nadelöhr. Unten sammeln sich die ersten Wanderer zum Aufstieg.

Durch die Nasse Schlucht zum Pfaffenstein

Zuletzt, fast schon im Dorf, der Blick hinüber zum Königstein.


Fazit: eine attraktive, vergleichsweise wenig begangene Alternative zu den bekannten Aufstiegen am Pfaffenstein – ein wenig Orientierungssinn und Trittsicherheit vorausgesetzt. Die Nasse Schlucht ist auch im Abstieg (mit der gebotenen Vorsicht – es ist immer nass und glatt) begehbar. Man muss die Hände frei haben zum Klettern und ja, man macht sich auch schmutzig.

Wegstrecke: 3,5 km.

Zeitdauer: 45 Minuten ohne Einkehr.

Empfohlene Einkehr: die Berggaststätte “Pfaffenstein”.

Lese-Tipp: Nasse Schlucht (Pfaffenstein).


Trotz der Kürze der Strecke habe ich diese aufgezeichnet. Wegen der Statistik und so, Sie wissen schon.

3 Kommentare

  1. apfelmann70 10. August 2016 um 12:34

    Gar keine Fotos von den Turm und den Haus die da oben stehen oder der Barbarine? Ist eine schöne Route. Wir waren vor 2 Jahren mitten in der Woche früh auf den Pfaffenstein und konnten die Stille und vielen Singvögel genießen. Auch die atemberaubende Aussicht. Ich hatte natürlich den Schnitzelfresseraufstig genommen. ?

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    1. Rappel 10. August 2016 um 17:47

      Kein Problem, jeder macht einfach das, was er kann und will. Ein Barbarine-Foto ist dabei – an der Wirtschaft habe ich mich jedoch nur kurz aufgehalten und bin nicht eingekehrt (mir stand der Sinn nach purer Natur). Wenn dem so gewesen wäre gäbe es bestimmt auch die Bilder. ;)

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  2. apfelmann70 10. August 2016 um 20:41

    Ja Sorry Barbarine war doch dabei. So ist es, jeder hat einen anderen Blickwinkel.

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