Ein ausgedehnter Waldspaziergang. Dort, wo einst Uran gefördert wurde. Der Bergbaubetrieb Königstein/Leupoldishain. Viel Wald, ab und an in Dorf. Dazu zwei kleine Felsgebiete und ein Gipfel mit Aussicht.

Ohne Titel

Am Dorfplatz in Leupoldishain findet sich ein kleiner Parkplatz. Es geht rechts hinunter zum Bach und dann gleich in den Wald hinein. Bärs Grund hinauflaufen. Irgendwann links ein Pfad – der Abstecher zum Kuhstall. Eine Höhle inmitten kleiner Felsen. Kann man machen, muss aber nicht. Heute wird tief gestapelt.

Naturbühne Leupoldishain

Es folgt die Naturbühne Leupoldishain. Ein hübscher Platz, mitten im Klettergebiet der Nikolsdorfer Wände. 2011 erlebten wir dort die Theatergruppe “Spielbrett” aus Dresden mit einem Shakespeare. Das hätten wir gerne noch einmal.

Es folgen bizarre Felsen und Bäume im dichten Busch. Dann hinauf auf die Höhe der Nikolsdorfer Wände. Den Forstweg Richtung Labyrinth beschreiten. Wer mag, läuft kurz zurück zum Panoramablick, einem Aussichtspunkt. Königstein und Lilienstein sind schön zu sehen.

Am Labyrinth

Bis zum Labyrinth braucht es nicht lange. Niedrige und arg zerklüftete Sandsteinblöcke bilden Höhlen, Gassen und Tunnel. Ein immer gut besuchter Abenteuerspielplatz, für Menschen mit Kindern ein Muss. Ich gehe nicht hinein, es ist mir zu laut und zu quirlig. Schlage nur an und laufe weiter zum Bernhardstein.

Sanduhren im Sandstein

Am Fuße desselben schöne Sanduhren im Stein. Holzstufen führen zum stark bewaldeten Gipfel. Wald, Wald und immer nur Wald. Der Aussichtspunkt ist immerhin frei und bietet ein schönes Panorama. Es geht doch.

Bergwiese

Zurück zum Hauptweg. Menschen. Aus einer Gruppe tritt ein Zausel mit Bart an mich heran. Ein Kollege. Er stellt mich seiner Familie vor. Wir führen ein fünf Minuten langes Ü50-Männer-Gespräch. Am Parkplatz später (wieder allein) einen Haken schlagen und den Dürren Grund Richtung Leupoldishain erlaufen.

Ohne Titel

Ich dehne die Runde noch etwas aus und beschreite den links dazu kommenden Pferdelochweg. Das Gebiet der Breiten Heide. Der Wald wird lichter und schöner. Kleine Schonungen, ab und an eine Wiese. Die sind alle herzallerliebst.

Tagpfauenauge

Der Weg endet am Spielplatz in Leupoldishain.


Fazit: wenig spektakulär, aber eine nette Runde in wirklich sehr schönem Waldbestand. Gemütlich zu laufen und mit dem Labyrinth ein Muss für Familien.

Wegstrecke: exakt 9,07 km.

Zeitdauer: knappe zwei Stunden.

Empfohlene Einkehr: keine.

Lese-Tipp: die Wanderung ist so im Wander- und Naturführer “Sächsische Schweiz Band 2” vom Berg- und Naturverlag Rölke zu finden (“Durch die Nikolsdorfer Wände ins Labyrinth”). Obacht geben: in meiner Ausgabe (2006) stimmen Wegangaben und Realität stellenweise nicht mehr überein.


Der Vollständigkeit halber die Wanderung via komoot:

4 Kommentare

    1. derbaum 18. Juli 2016 um 18:04

      im labyrinth war ich zuletzt anfang der 80er. und stehe in irgendeinem gipfelbuch. nicht geklettert sondern gesprungen. eine 5 oder 6, genau weiss ich es nicht mehr ;-) – hach ist das lange her!

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      1. Rappel 18. Juli 2016 um 18:13

        Respekt, Herr Baum. Und sehr sportlich dazu. Das Labyrinth lädt ja wirklich zum Kraxeln ein. Heute bräuchte es allerdings eine längere Aufwärmphase vor dem Sprung. Und danach einen Arzt. :)

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  1. derbaum 20. Juli 2016 um 16:07

    ich würde gar nicht mehr springen! ;)

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