Blues ist einfach Leben

Blues ist einfach Leben

Der mensch hat das diesjährige Engerling-Konzert vor Ort hier gar nicht erwähnt. Nicht, weil es nicht gut war, sondern weil ich nicht Jahr um Jahr über alle wiederkehrenden Erlebnisse schreiben möchte – ich wiederhole mich schon oft genug.

Aus aktuellem Anlass benenne ich es jetzt aber doch – im Nachgang – und lobe den Abend laut: es war schlicht großartig. Im ersten Teil des Konzertes wurden eigene Songs geboten, im zweiten begleitete die Band dann ihren Special GuestChristiane Ufholz – bei diversen Klassikern der Blues- und Rockgeschichte. Wir haben die quirlige Dame (ehem. The Butlers, Renft, Lift, Manfred Krug u. a.) noch nie live gesehen und waren überrascht, mit welcher Energie und Leidenschaft sie ihr Publikum zu beeindrucken wußte. Kurzum, es war eine große, mit endlosem Applaus bedachte Rock’n’Roll-Show.

Eigentlicher Anlass dieses Eintrags ist jedoch der hier zu sehende Engerling-Film (Regie: Bernd Maywald). Er portraitiert die Band irgendwann (?) in den 70er Jahren – von der damaligen Besetzung sind heute nur noch Wolfram Boddi Bodig (Keyboard, Gesang) und Heiner Witte (Gitarre) dabei. Bild- und Tonqualität sind nicht besonders gut, von daher nehmen wir den knapp 26 minütigen Streifen bitte einfach als das, was er ist: ein stimmungsvolles Zeitdokument unserer damaligen Welt, von dem offensichtlich noch kaum jemand wusste.

Ronny ist zufällig über den Film gestolpert und hat ihn für uns aus den Tiefen des Netzes gefischt – danke dafür.

  1. ich habs übrigens angesehen, das video. und find es absolut spannend. so nah als wäre es einfach von einer freundin der band gefilmt und andererseits so professionell wie von profis. weißt du wer es für welchen zweck gedreht hat? ( wer steht ja im abspann aber das sagt mir nix….

    1. Zum Film an sich habe ich nirgends etwas gefunden. Den Verweis zum Regisseur findest du oben im Artikel – aber auch dort findet sich leider nirgends ein Hinweis auf diesen Film. Es bleibt halt beim bloßen Wissen darum, dass sich Bernd Maywald eingehend mit der damaligen Musikszene befasst hat. Und offensichtlich irgendwann einmal auch mit Engerling.

      Man könnte ihn natürlich auch einfach einmal direkt anschreiben …

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