Unbequeme Helfer

Unbequeme Helfer

Anfang der vergangenen Woche sendete der Deutschlandfunk ein bemerkenswertes Feature über die PKK und ihren Kampf gegen den IS, welches hiermit zum Nachhören empfohlen sei. Der Autor Marc Törnen recherchierte dazu in Erbil, im nordirakischen Einflussgebiet der PKK, den Kandil-Bergen und an den Kriegsfronten.

Selbstmordattentate, Selbstverbrennungen, Geiselnahmen, ein Personenkult, der an die dunkelsten Zeiten des Stalinismus erinnert – all das gehört zur Geschichte der PKK, der Kurdischen Arbeiterpartei. Nicht nur die Türkei, auch viele westliche Staaten stufen die PKK bis heute als Terrororganisation ein. Ist der Aufschwung nur ihrem militärischen Erfolg geschuldet?

Oder wirft sie ideologischen Ballast ab? Seit PKK-Truppen sich als die erfolgreichsten im Krieg gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) erweisen, wandelt sich das Bild, gewinnt sie Anhänger über nationale, ethnische und politische Grenzen hinweg. Hat sie das Zeug, sich zu einem Katalysator des Säkularismus in der Region zu entwickeln, einer starken und mehrheitsfähigen Gegenkraft zum religiös begründeten Fanatismus?

Es gelingt ihm meines Erachtens ganz gut, die teils unübersichtlichen Strukturen vor Ort aufzuzeigen, insbesondere die Differenzen zwischen den verschiedenen kurdischen Gruppen – den vom Westen unterstützten Peschmerga mit ihrer Türkei-Connection und der PKK bzw. der YPG – werden klar benannt und erläutert.

Verweis: Unbequeme Helfer – Die PKK und ihr Kampf gegen den IS (ca. 44 Min.).

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