Noch einmal: Eisgang auf der Elbe
Weil das nun wirklich nicht so oft geboten wird, und weil der Winter sich nun (hoffentlich!) endgültig seinem Ende zuneigt. Zudem hatte ich gestern einen Farbfilm eingelegt …
Weil das nun wirklich nicht so oft geboten wird, und weil der Winter sich nun (hoffentlich!) endgültig seinem Ende zuneigt. Zudem hatte ich gestern einen Farbfilm eingelegt …
Auch wenn gestern – bei der vergleichsweise milden Witterung – weniger Eisschollen als in den Tagen zuvor die Elbe hinuntertrieben: der Fluss bleibt einstweilen für die Schifffahrt gesperrt. Die Elbfähre in Pirna verkehrt allerdings noch – es liegt in der Verantwortung der Schiffer, die Fähre bei zunehmender Gefahr am Ufer zu vertäuen.
Wie zu sehen, habe ich das wohltemperierte Heim doch einmal kurz verlassen.
Mit Blick auf den gestrigen Eintrag stelle ich jedoch fest: einmal ist keinmal, das zählt nicht. Schließlich ist diese Ansicht hier im Blog stets einmal im Jahr zu sehen – in jedem Winter nach dem ersten Schnee. Ich kam also gar nicht umhin – der Tradition wegen.
Militanz tut not in vielerlei Bereichen, und sei es vorerst auch nur, um den vielen “Hachwieistderwinterschönbesonderswennesschneit-Menschen” einmal ausdrücklich (und organisiert!) die Meinung zu sagen.
Von daher bin ich eben mit Freuden der Militanten Stubenhockerfraktion beigetreten.
Wir haben es wirklich lange friedlich versucht, einfach drinnen zu bleiben und Euch zu ignorieren. Ihr habt aber einfach nicht aufgehört, uns mit „Schönem Wetter“ vollzutexten, von „Frischer Luft“ zu jubeln und von den Freuden der Bewegung bei minus fünfzehn Grad. Es reicht. Nein, wir möchten nicht spazieren gehen, wir möchten nicht aufs Eis, wir möchten nicht in den Schnee, nein. Akzeptiert die Wahrheit: Es ist nicht schön draußen, es ist rattenkalt.
Wir rufen Euch jetzt mit maximaler Entschlossenheit ein kampfbereites „Wir möchten hier einfach nur sitzen!” zu. Und zwar in geheizten Räumen, auf gepolsterten Möbeln. Zigtausend Generationen Evolution der Menschheit, um sich immer noch in freier Natur die Nase abzufrieren? Geht’s noch?
PS: falls ihr für eure Lieben noch etwas Nettes zum Valentinstag sucht: diverses Merchandising ist bereits im Angebot. (via)
Man kann von Lohmen (knappe zehn Kilometer von Pirna) gut nach Dorf Wehlen hinüberlaufen, es sind vielleicht drei Kilometer. Hin und zurück brauchte ich gestern etwa 75 Minuten, immer die Landstraße entlang, zwischen gefrorenen Äckern und Wiesen und mit forschem Schritt.
Einmal mehr war also der Weg das Ziel, denn aus Lohmen führt eine bemerkenswerte Allee hinaus – die Kastanienallee. Diese gilt als Naturdenkmal: die noch vorhandenen, mehr als 100 alten Bäume sind wohl um die 200 Jahre alt. Dazu kommen weitere, gute 100 Rosskastanien, die in den vergangenen 60 Jahren angepflanzt wurden.

Die Allee erfuhr anno 1994 eine erste Sanierung und wird fürderhin betreut. Ziel ist es, die Allee wieder als geschlossenes Ganzes zur Entfaltung zu bringen (alle Infos finden sich hier).


Meine Aufmerksamkeit galt natürlich und vor allem den knorrigen Bäumen, aber nicht nur …




Leider ließ mich das Licht zunehmend im Stich – um die Bilder nun also nicht zu fade erscheinen zu lassen habe ich mich für diese, etwas ungewohnte Entwicklung entschieden, welche ihr gerne kritisieren oder loben dürft – ich bin ganz Ohr.
Auch hier gilt wieder: klickt auf ein Bild, um euch die Galerie in höherer Auflösung anzuschauen.

Heute im Lichtbild zu sehen: die Mündung der Seidewitz in die (hier im Bild von rechts kommende, von Mauern eingefasste) Gottleuba.
Die Seidewitz (Wikipedia) ist ein etwa 25 km langer Fluss, der bei Breitenau im Osterzgebirge entspringt. Auf seinem Weg Richtung Elbe durchfließt er das Städtchen Liebstadt und die Pirnaer Ortsteile Zuschendorf und Zehista, um schließlich vor Ort – nahe bei dem nicht zu übersehenden Senioren- und Pflegeheim an der Einsteinstraße – in die unter anderem hier schon einmal erwähnte Gottleuba zu münden.
Ich kam nicht direkt an die Mündung heran (umzäuntes Firmengelände und keine Lust auf Diskussion mit einem möglichen Blockwart), von daher soll das zweite, folgende Bild zum besseren Verständniss des Mündungsverlaufes beitragen.

Blick auf die elbwärts fließende Gottleuba, direkt vor der Aufnahme der hier von links (nach dem Gebäude) mündenden Seidewitz
Die Seidewitz hat (ebenso wie die Gottleuba) in den Jahren 1927 und 2002 schwere Hochwasserschäden in den anliegenden Gemeinden verursacht. Mit Blick auf diese Ereignisse ist der Plan entstanden, im Seidewitztal ein zweites Rückhaltebecken – zu dem bereits bestehenden oberhalb von Liebstadt – zu bauen.
Das Vorhaben ist nicht unumstritten, von daher gilt es abzuwarten, ob tatsächlich wie geplant im Jahre 2012 mit dem Bau begonnen wird.

Auf Grund der äußerst miserablen Wegverhältnisse wurde aus unserer für gestern geplanten, ausgedehnten Runde im Moritzburger Teichgebiet nur ein kleiner Spaziergang um den Großteich herum. Immerhin – Klärchen meinte es zumindest kurzzeitig gut mit uns und präsentierte für ein knappes Stündchen eine zauberhafte Winterlandschaft.


Sehr schön war das – ist es doch gefühlte zehn Jahre her, dass der mensch die Gegend mit seinem Besuch beehrte …

Der mensch hat dieses Mal nicht viele Bilder im Gepäck – was wohl der Kälte am Wasser geschuldet ist.




Trotzdem, besser: gerade bei diesen Temperaturen hat es bekanntlich seinen Reiz, an altbekannten Gestaden vor sich dahin zu bummeln. Kein lautes Menschengewimmel, das Seebad schien mitunter von Menschen verlassen – eine angenehme Ruhe, die angesichts der kommenden Feiertage nur von kurzer Dauer sein dürfte.
Entspanntes Ausschreiten daher und nur ein gelegentlicher Schnappschuss …

Pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn zeigte sich Väterchen Frost vor Ort in Bestform. Der mensch nutzte umgehend die Gunst der Stunde (was Freizeit und Licht meint) und präsentiert hiermit auch in diesem Jahr die alte Stadt im ersten Schnee.






















Der Adventskalender auf dem Weihnachtsmarkt, den Hausberg hinauf und ein paar Schritte auf dem Sonnenstein, der tief verschneite Schlossberg natürlich ebenso wie der Fluss und dann noch ein wenig durch die Gassen geschlendert, einfach nur um des Laufens und der Dokumentation willen …
Fortsetzung folgt.