Himmelblau, Sonnenschein und endlich wieder einmal ausschreiten.
Wir waren wandern, nahebei und querfeldein. Von Friedrichswalde-Ottendorf zur Gersdorfer Ruine, nach Gersdorf hinein und über Borna-Gersdorf und den Mühlberg zurück nach Friedrichswalde-Ottendorf. Gute drei Stunden hat das gebraucht – ohne Eile und auf angenehmen, alten Feldwegen zumeist.
Der laue Wind blies uns frisch um die Nase – es war der erste Mützentag in diesem Winter.
Zum Sonntag liefen wir – gemeinsam mit unseren Verwandten und Bekannten – eine kleine Runde von Königstein nach Königstein. Unterwegs (auf dem Pfaffenstein) trafen wir jede Menge Kollegen und Freunde, die – gemeinsam mit ihren Verwandten und Bekannten – eine kleine Runde von Königstein nach Königstein liefen, und dabei jede Menge Kollegen und Freunde trafen. An den Türmen bei der Barbarine wurde fleißig geklettert, und in der Pfaffensteinbaude gab es den ersten Glühwein der Saison.
Anbei ein Zehnerpack von Lichtbildern – rückblickend auf das vergangene Wochenende, welches vor allem dem Broterwerb diente und dabei nur ein kurzes Zeitfenster für einen ersten, angenehmen Herbstspaziergang ließ. Rund um die “Schöne Höhe” führte unser Weg: von der Elbersdorfer Mühle via Wesenitzgrund (mit seinem teils uralten Baumbestand!) nach Dürrröhrsdorf-Dittersbach und dann über die besagte Höhe (mit dem unten im Bild zu sehenden Quandt-Turm) zurück nach Elbersdorf.
Fazit: Elbersdorf – mit seiner privilegierten Südlage in der malerischen Landschaft – ist für mich eines der schönsten Dörfer in der nahen Umgebung.
Einmal im Jahr muss der Mensch auf dem Gamrig sitzen …
Mit dem Rad braucht es gemütliche 40 Minuten von Pirna. Der Aufstieg zum Gipfel – über die zahlreichen und ausgetretenen Holzstufen – ist ebenfalls sehr bequem. Also weniger Sport, mehr Spazieren – dafür aber mit hohem Erholungsfaktor.
Das ganze Massiv ist bereits stark verwittert, zahlreiche Löcher und Waben in den Wänden, viel Sand und dünnbankige Platten weisen darauf hin. Auf dem Plateau lässt es sich sehr angenehm rasten, zumal an solch einem sonnigen Spätsommertag wie heute. Der Panoramablick ist zu empfehlen: Königstein, Lilienstein, das Elbtal und die Felsen im Rathener Gebiet präsentieren sich herzallerliebst.
Auch schön: unter der Woche kommen nur wenige Menschen dorthin …
Sonntag ist Wandertag! Das Wetter war besser als die Vorhersage – so fuhren wir kurzentschlossen in die Lausitz, um endlich einmal die beiden im Titel erwähnten Gipfel zu besteigen.
Das Kraftfahrzeug stellten wir in Cunewalde an der “Blauen Kugel” ab und liefen dann Richtung Czorneboh (kommt aus dem Sorbischen von “corny boh” – Schwarzer Gott) – eine knappe Stunde ging es ordentlich bergauf. Nach der Ankunft auf dem Gipfel steht man auch schon direkt vor dem dort gelegenen Berggasthof (mit Aussichtsturm).
Heute war Wandertag, und wir fuhren dazu ins Böhmische hinüber.
Unsere Runde begann an der kleinen Kapelle in Binsdorf (Bynovec), einem böhmischen Dorf, das seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat und nicht nur wegen seiner gut erhaltenen Umgebindehäuser einen Bummel wert ist.
Der Weg führte uns zunächst zur Binsdorfer Höhe, die einst (zu Friedenszeiten) ein Gasthaus mit Aussichtsturm zu bieten hatte. Heute ist der Gipfel zugewuchert, das Grundstück der ehemaligen Wirtschaft ist vermüllt und wird von einem bösen Hund bewacht.
– An Landkärtchen herrschte eine wahre Invasion vor Ort –
Auf bequemen Waldwegen liefen wir weiter zur Rosenkammaussicht, rasteten und genossen die grandiose Aussicht auf das Elbtal (ein Panorama des Elbbogens folgt noch in einem anderen Beitrag).
Der Cañon des Elbtales hat sich hier etwa 300 m tief eingegraben. Wir können hinüber nach Děčín und bis in das Böhmische Mittelgebirge schauen, ein Blick, der seinesgleichen sucht …
Wir liefen nun weiter am Kamm entlang Richtung Děčín, bis wir an einer markanten Kreuzung auf den grün markierten Wanderweg von Laube trafen, der uns in weiten Bögen bis zurück an unseren Ausgangsort Binsdorf führte.
Im zu durchquerenden Jockels Grund weist ein Wegzeichen den Hang hinauf zu einer interessanten Felsgruppe, in der sich ein kleines Felsentor – das Sonnentor – befindet. Der Abstecher lohnt: wenn auch die Aussicht dort oben nicht der Rede wert ist – gemütlich rasten lässt sich auf der Bank allemal.
Auf dem Rückweg nach Binsdorf erschloss sich uns noch einmal das ganze Panorama von Kreibitzer und Böhmischen Mittelgebirge…
Alles in allem eine wunderbare Runde, die nur wenig begangen wird. Zur Beachtung: eine Einkehr ist nicht vorhanden, und zudem spreche ich für das Waldgebiet dort eine Zeckenwarnung aus – es ist unglaublich, in welchen Mengen die Blutsauger dort heute über uns hergefallen sind.
Große Wanderungen sind momentan zeitlich nicht machbar, zu viele Termine bestimmen den Tagesablauf. Heute tat sich jedoch für gute drei Stunden ein kleines Zeitfenster auf, das für eine ausgedehnte Runde in den Sattelbergwiesen (an der Oelsener Höhe) langte.
Durchatmen bei wolkenverhangenen Himmel, und ganz viel Landschaft dazu.
Dieses (vorreformatorische) Steinkreuz ist am Kulmer Steig, einem alten Erzgebirgspassweg bei Oelsen, zu finden. Weiterführende Informationen dazu sind leider nicht zu finden …
Am vergangenen Samstag waren wir noch einmal an der Schmorsdorfer Linde – eine kleine, sehr angenehme Rundwanderung – gemeinsam mit den Pirn’schen Lindenfreunden. Vor Ort fiel mir dann auf, dass ich im vorhergehenden, das Thema benennenden Eintrag, ein kleines, aber schönes Detail vergessen habe zu erwähnen: das Gesicht im Lindenbaum.
Meinte ich in dem Gebilde ganz klar einen stattlichen Wildschweinschädel – respektive einen Keilerkopf – zu erkennen, vermuteten andere ein Lamm oder auch einen Hund(?). Der Phantasie sind scheinbar keine Grenzen gesetzt … Eine schöne Geschichte (nachzulesen im kleinen Museum nahebei) gibt es dazu auch – sie sei hier erwähnt:
… ein horizontaler Ast, der nach Süden zeigte, hatte eine große ausgehöhlte Stelle, in der sich nach kräftigen Regenschauern das Wasser sammelte. Die Kinder kletterten hinauf und erfrischten sich in ihrer Linden-Badewanne. Während eines schrecklichen Gewittersturms am 24. Juli 1957 brach dieser Ast ab und am Stumpf erschien das markante Baumgesicht, das wir noch heute sehen können.
PS: ich bleibe auch nach eingehender Betrachtung dabei: es ist ein Keilerkopf, den der Baum uns hier zeigt – definitiv.
Ich bin die gestrige Runde in den Affensteinen schon vor einem Monat angegangen, musste aber auf Grund der vereisten Wege abbrechen. Gestern nun ging alles gut, die Bedingungen hätten besser gar nicht sein können.
Gestartet sind wir wieder im Nassen Grund im Kirnitschtal. Von dort ging es dann via Eulentilke und Wilde Hölle zur Oberen Affensteinpromenade hinauf. Diese ist als Bergpfad ausgewiesen und bietet auf dem Weg zum Frienstein alles, was das Herz begehrt: urige Felslandschaft, beste Ausblicke und gute Kraxeleinlagen für die Kinder.
Neben dem Weg an sich war die Idagrotte am Frienstein unser eigentliches Ziel. Das Plateau vor der an diesem Sonntag gut besuchten Höhle bietet schöne Rastplätze mit besten Blicken auf die umliegende Felslandschaft. An den Wänden lassen sich bei genauem Hinsehen noch Spuren des mittelalterlichen Wohnraumes erkennen – der Fels wurde dazumal als Burgwarte genutzt.
Vom Frienstein liefen wir anschließend hinauf zum Reitsteig (Wenzelwandaussicht) und stiegen über den felsigen Zurückesteig hinab zur Lehne, um über den Nassen Grund zum Ausgangsort im Kirnitschtal zurückzukehren.
Alles in allem eine wunderschöne Genuss-Wanderung, für die es (mit zwei Kindern und zahlreichen Pausen) gute fünfeinhalb Stunden benötigte.
Wir sind heute mit dem Rad zur Schmorsdorfer Linde gefahren, wollten den gewaltigen Baum einmal ohne Laub in seiner ganzen Größe bewundern.
Noch einmal zur Erinnerung (die Linde wurde hier schon einmal von mir erwähnt): das geschätzte Alter beträgt 350-440 Jahre, am Boden hat sie einen Stammumfang von sagenhaften 15 Metern. Der Baum ist im Inneren hohl – bis zu 15 Personen sollen angeblich darin Platz finden …
Gleich neben der Linde ist das Clara Schumann-Museum gelegen, eines der kleinsten Museen in Deutschland überhaupt. Ein Besuch dieses malerischen Fleckens – unweit von Dresden und Pirna – lohnt also durchaus.
Für eine kleine Rundwanderung (max. 1,5 Std, ca. 5-6 Kilometer) sei dieser Weg empfohlen: mit dem Kraftfahrzeug das Müglitztal hinauf und den Abzweig nach Maxen nehmen. Kurz vor dem Ort – am Kalkofen – linker Hand parken und den gegenüberliegenden Feldweg hinauf gehen. Es braucht nicht einmal einen Kilometer bis zum Lindenbaum. Nach eingehender Betrachtung desselben bietet es sich an, die Dorfstraße entlang bis zum Aussichtspunkt bei den drei Friedenslinden zu beschreiten. Wir laufen weiter die Straße entlang und biegen nach etwa 100 Metern links in den Feldweg ein, der uns direkt zum Kunsthof Maxen führt. Von dort sind es dann nur wenige hundert Meter die Straße hinunter zum Parkplatz …