Angesichts der von der Bundesregierung zeitnah geplanten Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung kommt der mensch nicht umhin, das Thema auch hier aufzugreifen.
Malte Spitz, seines Zeichens Mitglied im Bundesvorstand der Grünen, bekam nach erfolgreicher Klage von seinem Mobilfunkbetreiber (T-Mobile) ca. 35.000 Datensätze ausgehändigt, die nach den Regeln der Vorratsdatenspeicherung zu seiner Person gespeichert worden sind.
Der gute Mann hat sich nun entschlossen, diese Daten (August 2009 bis Februar 2010) zum Zwecke der Anschauung zu veröffentlichen. Verknüpft mit den frei im Netz verfügbaren Informationen (Weblog und Twitter) ergibt sich daraus ein beängstigendes, weil nahezu komplettes Bewegungsprofil.
Das Profil enthüllt, wann Malte Spitz durch Straßen läuft, wann er Bahn fährt, wann er fliegt. Es zeigt, in welchen Städten und an welchen Orten er sich aufhält. Es zeigt, zu welchen Zeiten er arbeitet und zu welchen er schläft, wann man ihn am besten erreichen kann und wann eher nicht. Es zeigt, wann er lieber telefoniert und wann er lieber eine SMS verschickt und es zeigt, in welchem Biergarten er gerne sitzt. Es zeigt ein Leben. (Zeit-online)
Somit kann nun niemand mehr sagen, er hätte nicht um die Bedenklichkeit dessen gewusst, was die grauen Damen und Herren dieser Republik uns aufdrücken wollen.
(via mortek und ganz vielen anderen)