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The State of The Internet

Für die Statistik: 90 Trillionen E-Mails wurden im vergangenen Jahr versendet, 81 Prozent davon wurden als Spam deklariert. 126 Millionen Blogs finden sich im weltweiten Netz, 27,3 Millionen Tweets wurden täglich abgesetzt (November ’09) und Facebook registrierte 260 Billionen Seitenaufrufe im Monat …

Jesse Thomas hat diese und weitere aktuelle Zahlen und Fakten zum Weltnetz gebündelt und wunderschön visualisiert.

"Alice in Wonderland" (1903)

Seit heute in den Lichtspielhäusern und bereits im Vorfeld reichlich mit Vorschusslorbeeren bedacht: “Alice im Wunderland” von Tim Burton. Ein Pflichttermin – ohne Frage, aber es werden wohl noch einige Tage ins Land gehen, bis der mensch Zeit und Muße für den Kinobesuch findet.

Vorerst wollen wir uns der wohl allerersten Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers widmen, gedreht anno 1903 von Cecil Hepworth. Das British Film Institute hat nun dieses knapp zehnminütige Video veröffentlicht, in dem einige spektakuläre Szenen aus dem sorgfältig restaurierten Stummfilm zu sehen sind.

Hepworth bestand darauf, dass die Figuren denen des Originalillustrators John Tenniel so weit wie möglich glichen. Der Film wurde auf einer kleinen Holzbühne, die zu der Villa der Produktionsgemeinschaft gehörte, gedreht. Die Außenszenen entstanden in den nahe gelegenen Gärten von Mount Felix. (Wikipedia)

Alice wird dabei von May Clark, der Produktionsassistentin des Regiesseurs, gespielt. Sehr amüsant im Ganzen, und nicht nur die Spezialeffekte sind bemerkenswert …

Apropos: warum gibt es eigentlich kein kleines, klassisches Stummfilmkino mit Live Piano-Begleitung in Pirna Dresden?

Siehe auch: Grinsekatze im Schneegestöber (freitag.de).

Ihr habt die Uhr, wir die Zeit.

Neu im Regal: “Glücksmaschinen” – das neue Fehlfarben-Album.

Himmel – das der mensch das noch erleben darf – diese Platte ist der Hammer! Acht neue Songs – druckvoll, kraftvoll, wuchtig und kritisch die Worte – die Fehlfarben singen (neben anderem) über die Folgen von Hartz IV, das eigene Alter und die Zumutungen dieser Social-Networks-Freunde-Netzwerke. In allerbester Punk-Tradition ballern sie uns straighte drei bis fünf Minuten-Songs um die Ohren – das Album ist dabei ganze 34 Minuten lang, und einfach himmlisch guter Auf-die-Fresse-Rock, so unbekümmert wie zu ihren Anfangstagen

Fehlfarben – Wir warten (Ihr habt die Uhr, wir die Zeit)

Weiterführende Verweise zum Thema:

  • “Fehlfarben”-Sänger Hein im SpOn-Interview – klick
  • Querköpfe mit Kultstatus (Zeit online) – klack
  • Glücksmaschinen CD-Review bei laut.de klick-klack

Get Out

Get Out ist ein knapp acht Minuten langer und wunderschöner, französischer Animationsfilm mit überraschendem Ausgang.

Die Website zum Film bietet neben anderem auch ein Making Of zur Produktion – anschauen lohnt unbedingt – sowohl als auch.

(schöner Tipp via)

Er gab uns 39!

Hui – wie habe ich mich über diese Steilvorlage aus der Landeshauptstadt gefreut! Somit schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe – diesen widerlich, pompösen Grusel-Event, der wie kein anderer für pure Dekadenz im Sächsischen steht, und den Mitteldeutschen Rundfunk, diese öffentlich-rechtliche TV-Soljanka aus Ostalgie, Volksmusik und Ratgeberei (SPon) – schön ist das!

Feindbildpflege kann so simpel und lustig sein, ich bitte um Zugaben!

(via via)

The Forest

The Forest ist ein wunderschöner Animationsfilm von David Scharf.

Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Mädchens, das der Enge des Elternhauses und dem Korsett der Gesellschaft zu entfliehen versucht und sich in den Wald zurückzieht, um Kraft zu schöpfen und ihre Träume zu leben. Ob dies gelingt – nun – schaut es euch an, die kleine Auszeit von sechs Minuten solltet ihr euch jetzt einfach mal gönnen.

Ganz kurz zum Autor und Regisseur: David Scharf ist ein junger Animations-Filmemacher aus Augsburg, der bereits mit seinem (preisgekrönten) Erstlingswerk “The Big Brother State” ein großes Publikum erreichte. “The Forest” ist seine Abschlußarbeit am Fachbereich Gestaltung der HS Augsburg.

Wir sollten ihn im Auge behalten, von dem Mann ist einiges zu erwarten …

Fahrradfahren ist notwendig

Die Aussage steht außer Frage – insofern wäre diesem wunderschönen Kurzfilm eigentlich nichts hinzuzufügen – wenn nicht der Verweis auf Mauri Antero Numminen (Allround-Künstler, Tango-Kenner und so etwas wie der Helge Schneider Finnlands) in diesem kleinen Weblog schon lange überfällig wäre. Der Mann ist ein Unikum – lest bitte selbst einmal nach … (wikipedia)

Weitere köstliche Nummern finden sich zur Genüge im Netz. Das Ganze via

Geschlossene Zone

“Closed Zone” symbolisiert das Leben im Gazastreifen. Die Menschen sind eingeschlossen – wohin der Zeichentrick-Junge dem blauen Vogel auch folgen will – überall versperren Grenzen den Weg.

Dieser anderthalbminütige Animationsfilm entstand im Auftrag von Gisha – einer israelischen Nicht-Regierungs-Organisation – die sich für die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Bewohner des Gazastreifens einsetzt.

Bemerkenswert: die Produktion entstand unter der Beteiligung Yoni Goodman’s, einem der Schöpfer von “Waltz with Bashir” – diesem kongenialem Zeichentrickfilm über den ersten Libanonkrieg – den der mensch unbedingt noch “nachschauen” muß …

Literatur im Netz

Das nenne ich doch einmal eine wunderschöne Idee. Schon merkwürdig, daß diese nicht längst umgesetzt wurde …

Gut 20 deutschsprachige Autoren präsentieren ihr Werk auf diese lobenswerte Weise im Netz.

Wir wollen Literatur im Internet angemessen präsentieren. Der Autor liest zehn von ihm selbst ausgewählte Seiten aus seinem Buch; der Leser bekommt dadurch unmittelbare Information über Text und Verfasser.

Verweis: zehnSeiten.de (via)

Filme aus Bildern

Khoda from Reza Dolatabadi on Vimeo.

Habe gestern abend ein bissel auf Vimeo gestöbert und dabei so einige, bemerkenswerte Clips gefunden. Beispiel: dieses Musik-Video – zusammengesetzt aus 45000 Fotografien – nicht eine einzige Sequenz wurde via Videokamera erstellt.

Der Überflieger jedoch ist der eingangs platzierte Animations-Streifen – wiederum aus Einzelbildern erstellt – jetzt jedoch aus Gemälden, genau genommen sind es über 6000 Gemälde:

What if you watch a film and whenever you pause it, you face a painting? This idea inspired Reza Dolatabadi to make Khoda. Over 6000 paintings were painstakingly produced during two years to create a five minutes film that would meet high personal standards. Khoda is a psychological thriller; a student project which was seen as a ‘mission impossible’ by many people but eventually proved possible!

Da bleibt nichts außer Staunen. (via)

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