Bitte recht freundlich

An dem komme ich einfach nicht vorbei … Immerhin – wir hatten bereits in den 50ern einen malenden Schimpansen (Congo), und amüsante Geschichten oder auch Videos vom diebischen Affen gibt es zuhauf …
Dieser wilde Schopfmakak aus dem Tangkoko-Nationalpark (welcher im Norden der indonesischen Insel Sulawesischeint gelegen ist), scheint jedoch ein ganz besonderer Witzbold zu sein – sein Foto geht derzeit um das Erdenrund.
Angeblich stibitzte er die Kamera des englischen Natur-Fotografen David Slater und fotografierte sich damit selbst. Kurz nach dem Hype, den die Bilder und die Geschichte dazu weltweit auslösten, relativierte Slater jedoch, dass die Kamera auf ein Stativ fixiert war und der Affe lediglich den Fernauslöser entdeckt und bedient habe. Zudem sei das Foto drei Jahre alt.
Nichtsdestotrotz ist es für mich eines der schönsten Selbstportraits überhaupt.
Quelle (bitte auch lesen): Primatologin entsetzt über Foto von Schopfmakaken.
PS: wer das Bild irgendwo als Print entdeckt – bitte kommentieren. Ich muss das haben.
(*Bild via)
Wie geht es eigentlich der Katz?
Soweit ganz gut – danke der Nachfrage. Jedenfalls scheint das im Großen und Ganzen so. Manchmal komme ich allerdings schon ins Grübeln …

Katze Motte hat es sich zur Aufgabe gemacht, uns mit Frischfleisch zu versorgen. Sie ist eine schnelle, gefährliche Jägerin – wir wissen das. Das war sie schon als junges Kätzchen, bereits im Alter von sieben Wochen hat sie auf dem heimischen Bauernhof die ersten Mäuse gefangen. Gelegentlich (und immer öfter) scheint sie nun – ähnlich wie der Fuchs im Hühnerstall – in einen Blutrausch zu verfallen. Die Beute dient also nur sekundär dem eigenen Nahrungserwerb, primär steht das Bedürfnis zu töten. Bis zu vier Mäuseleichen am Tag bestätigen das, oftmals kommt ein Maulwurf dazu, auch Blindschleichen sind nicht selten dabei. Wir sammeln die Tierleichen dann in der Frühe ein – wahrlich kein schöner Anblick.

Natürlich, es wird gesagt, dass die Katz uns mit der nahezu unversehrten Beute ein Geschenk machen möchte. Das ehrt sie und schmeichelt uns durchaus, aber die Sache scheint aus dem Ruder zu laufen – die Katz ist eine gnadenlose Killerin und übertreibt (auch die nette Nachbarin wird beschenkt).

Ich glaube wir sollten doch einen dieser neumodischen Tierpsychologen aufsuchen – vielleicht kennt Ihr jemanden in der Gegend, der auch mit vier Fangzähnen im Genick ordentlich seinen Job macht?
Siebenpunkt-Marienkäfer

Die Wikipedia listet für den Siebenpunkt-Marienkäfer einige von über 1500 regionalen Bezeichnungen auf, von denen einige befremdlich klingen, andere hingegen allerliebst.
Mariechenkäfer, Motschekiebchen, Mutschekiebchen, Motscheküpchen, Marienkälbchen, Gotteskälbchen, Herrgottsöchslein, Himmelmiezel, Himmelmietzchen, Herrgottskäfer, Gotteskäfer, Herrgottswürmchen, Herrgottssöönken, Muttergotteskindchen, Jesus-Chäferli, Junikäfer, Frauenkäfer, Leußfresser, Blattlauskäfer, Huppawermel, Rotkalbl, Bluthienla, Gelbhänschen, Goldschäfchen, Graupelmiezchen, Sprinzerl-Spranzerl, Glückskäferle, Brautmaneke (Brautmännchen), Olichsvöjelche (Ölvögelchen) und Sonnenkäfer …
Motscheküpchen klingt doch eigentlich ganz nett. :-)
Charme, Würde und Intelligenz

Gewissermaßen ist dies schon eine Premiere, denn ein Hundebild gab es bis dato hier im Blog noch nicht. Aber dieser liebe Kerl muss jetzt einfach mal erwähnt werden – gestatten: das ist Johnny, ein echter Bilderbuchmops.


Was jetzt nicht heißen soll, dass der mensch auf den Hund gekommen ist – nein, die Katz ist nach wie vor der einzige Vierbeiner @home. Allerdings sehe ich dieses lebhaft-fröhliche Energiebündel regelmäßig und mit stetem Vergnügen.
Charme, Würde und Intelligenz werden dem Mops nachgesagt, dazu heißt es, dass er mutig sei und oftmals Gefahrensituationen unterschätzt, da er ihm entgegengebrachte Aggressionen oft nicht richtig deuten kann (Wikipedia).
Also rundherum ein liebenswerter Kerl – kein Zweifel.
Zudem gewinne ich zunehmend den Eindruck, dass die Rasse enorm an Popularität gewinnt, gemessen an den beinahe täglichen Begegnungen im Stadtbild oder auch an den Unmengen von Mops-Bildern im Internetz …
Amphibienwanderung
Kleiner Nachtrag zur gestrigen Wanderung: beim abschließenden Rundgang durch Kleingießhübel sahen wir eine große Anzahl von Kröten, die auf Wanderschaft waren. Genauer gesagt: Unmengen von Kröten, die – paarweise oder als Single und liebestoll wohl sowieso – über Straßen und Wege und Wiesen hüpften und schritten. Dazu leider auch jede Menge überfahrener Artgenossen …

Schutzzäune habe ich keine gesehen, nicht auf der von uns begangenen Strecke und bevor jemand fragt: das Dorf im Ganzen haben wir nicht gesehen und gleich gar nicht “kontrolliert”.
Grund genug jedoch, einmal zur Thematik der Laichwanderung nachzulesen:
Mitteleuropäische Erdkröten führen im Frühjahr meist im Laufe des März ihre synchronen, oft massenhaften Wanderungen vom Winterquartier zum Laichgewässer durch. Späte Frosteinbrüche führen zur Unterbrechung der Wanderungen; die Tiere graben sich dann an Ort und Stelle ein und verharren in der Erde, bis die Wetterbedingungen eine Fortsetzung der Wanderung zulassen. Wegen ihrer langsamen Fortbewegung und ihres großen Aktionsradius sind Erdkröten in hohem Maße durch den Straßentod gefährdet …
Sobald ein paarungsbereites Männchen ein (vermeintliches) Weibchen erspäht, versucht es, auf dessen Rücken zu klettern und klammert sich nun mit seinen Armen hinter den Achseln des Weibchens fest (Näheres dazu unter: Amplexus). Dies kann auch schon während der Wanderung geschehen – dann lässt sich das Männchen huckepack zum Gewässer tragen. Da in vielen Erdkrötenpopulationen ein starker Männchen-Überschuss herrscht (oft im Verhältnis von 3 zu 1 oder noch mehr), ist dies ein opportunistisches Verhalten, um die Partnerfindung zu sichern. Nebenbuhler werden mit heftigen Tritten auf Distanz gehalten.
Männliche Erdkröten, die noch kein Weibchen gefunden haben, stoßen im Laichgewässer gelegentlich einen leisen, langsamen Ruf aus, der wie „öök … öök … öök…“ klingt und manchmal auch metallisch knarrend ist. Zur Paarfindung spielen solche Balzrufe der Männchen in der Regel aber keine Rolle, da Erdkröten ortstreue „Traditionslaicher“ sind und oft in großen Gesellschaften zu immer wieder demselben Gewässer wandern. Kurze, lautere und rasch hintereinander ausgestoßene Laute („ük, ük, ük“) sind „Befreiungsrufe“ von Männchen, die von anderen Männchen irrtümlich geklammert werden. Derartige Lautäußerungen sind wesentlich häufiger zu hören als die eigentlichen Paarungsrufe … (Wikipedia)
Mir scheint, es “menschelt” gar sehr unter den Lurchen …
Wer mehr zum Thema wissen möchte liest bitte mit beim NABU.
Amselvolk
Die Amselfamilie in unserem Hof (re: Amselmann) hat Nachwuchs bekommen.
Die beiden Jungvögel sind nun flügge, haben das Nest verlassen und hopsen aufgeregt und desorientiert umher. Stetig demonstrieren sie Hilflosigkeit und sperren die Schnäbel weit auf. Die Alten lassen sich nicht lange bitten, sind fix zur Stelle und stopfen emsig mittels Wurmgetier.
Es ist schon ein seltsames Schauspiel – die Kleinen sind den Eltern an Größe ebenbürtig, nur die Flügel und der Schwanz bedürfen noch des schnellen Wachstums.
Und welch ein Glück für das Federvolk, daß keine Katz im Hof ist… (Die Kuhkatze aus dem ersten Stockwerk darf nicht raus. Sie beobachtet das Geschehen von der Fensterbank aus.)






