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Frau Müller muss weg

Aktuell und brisant, überaus witzig und voller überraschender Wendungen … Dieser Theaterabend ist ein Muss für Eltern, Pädagogen und alle Menschen, die gute Unterhaltung zu schätzen wissen.

Die Szenerie: fünf entschlossene Eltern warten im Klassenzimmer der 4b auf die Klassenleiterin Frau Müller. Mit den Unterschriften fast aller Eltern wollen sie der Lehrerin das Vertrauen entziehen – sie halten sie für ganz und gar ungeeignet, ihren Kindern den erhofften Sprung auf das Gymnasium zu ermöglichen.

Was folgt ist (beinahe) ein Kampf bis auf’s Messer – es geht ans Eingemachte. Die eventuell auftretenden Probleme bei den Schülern zu suchen ist ein Ding der Unmöglichkeit, eigene Unzulänglichkeiten werden über die Kinder kompensiert und für deren Fortkommen scheint sowieso jedes Mittel recht.

„Am Elternabend zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen. Wessis haben was gegen die Lehrerin aus dem Osten, Ossis finden die Westkinder völlig verzogen, soziale Vermischung schön und gut, aber doch nicht in der Klasse meines Kindes! Und weil an Elternabenden nicht nur Eltern um ihre Kinder kämpfen, sondern auch immer die Eltern für sich selbst, ist man sich im Vorfeld des Treffens einig geworden: Es geht darum, die blöden Bälger irgendwie durchzukriegen! Frau Müller muss weg!“ (Lutz Hübner)

Allerfeinstes Menschenkino also – von mir hiermit ausdrücklich empfohlen.

Verweis: “Frau Müller muss weg” (Komödie von Lutz Hübner, Staatsschauspiel Dresden).

Die Brüder Löwenherz

Wir haben uns gestern (mit dem Junior) das aktuelle Weihnachts-Spektakel des Dresdner Staatsschauspiels angesehen: “Die Brüder Löwenherz” – Sie wissen schon – der Kinderbuch-Klassiker von Astrid Lindgren. Da es uns ausnahmslos gefallen hat sei es hiermit erlaubt, eine Empfehlung auszusprechen.

Das Stück bietet alles, was das Herz des Zuschauers begehrt – die eigentlich doch traurige Geschichte wurde unterhaltsam inszeniert und weiss in furiosen Bildern zu überzeugen. Lobenswert zudem das engagierte Spiel der Mimen – allen voran Annika Schilling und Sebastian Wendelin als die Brüder Löwenherz.

Ganz kurz noch zum Inhalt:

Die Brüder Karl und Jonathan Löwenherz wohnen im Kirschblütental. Sie haben ein gemütliches kleines Haus und eigene Pferde, können reiten, schwimmen und den ganzen Tag tun, was ihnen gefällt. Vergessen ist die Zeit, als der neunjährige Karl Löwe, genannt Krümel, krank war und eine Weile ohne seinen großen Bruder Jonathan auskommen musste. Doch hier, in Nangijala, sind sie wieder vereint und bleiben es auch – jeder im Kirschblütental kennt sie als die unerschrockenen Brüder Löwenherz. „Wenn einer stirbt, dann kommt er nach Nangijala. Dort ist es wunderschön, und man kann dort fabelhafte Abenteuer erleben, denn es herrscht noch die Zeit der Lagerfeuer und Sagen“, das wusste Krümel schon lange. Und tatsächlich ist es genau so gekommen. Krümel hat in Nangijala plötzlich vor nichts mehr Angst und ist stolz auf Jonathan, der als mutiger Held von allen geliebt wird. Doch schon bald erfährt Krümel, dass die Idylle in Gefahr ist. Denn im benachbarten Heckenrosental regiert der Tyrann Tengil, der seine Untertanen schlecht behandelt und jetzt auch das Kirschblütental bedroht. Gemeinsam kämpfen die Brüder Löwenherz gegen Tengils Heer für die Freiheit Nangijalas. Dabei treffen sie auch auf den Drachen Katla, der Tengil dank eines magischen Horns wie ein Schoßhund folgt. (via)

Wer nun Lust auf diesen Theaterbesuch bekommen hat schaut bitte in den aktuellen Spielplan – Karten sind durchaus noch zu bekommen …

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