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Schloss Sonnenstein öffnete seine Türen

Am Freitagabend wurde Schloss Sonnenstein feierlich eröffnet, und am vergangenen Wochenende hatten alle Interessierten Gelegenheit, sich einen Eindruck vom sanierten und ausgebauten Komplex zu machen.

Wir reihten uns in den (sehr zahlreichen!) Besucherstrom ein und konnten somit Einblick gewinnen in Elb- und Stadtflügel, den Kreistagssaal, die neue Cafeteria etc. Ich hoffe, die Bilder vermitteln einen ersten Eindruck – rein zum Zwecke der Dokumentation – für “Kunst” blieb leider keine Zeit …

Kunterbunte Beleuchtung vor dem Aus

Pirna: die von der Stadtverwaltung und der Mehrheit der Stadträte gewünschte Effektbeleuchtung für das Schloss Sonnenstein wird nun wohl doch an der Finanzierung scheitern. Am vergangenen Dienstag verwehrte der Stadtrat in neuerlicher Abstimmung (und mit knapper Mehrheit) die veranschlagten Mittel von ca. 130.000 Euro.

Wir wollen nun hoffen, dass dieses NEIN das hoffentlich letzte Wort in der Sache bleibt und die Idee des regenbogenfarbenen LED-Kitsches endgültig ad acta gelegt wird. (DNN)

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Neue Gräberstätte am Elbhang

Gestern wurde die „Gräberstätte am Elbhang Pirna-Sonnenstein“ zum Gedenken an die mehr als 13 000 „Euthanasie“-Opfer eingeweiht. Ein fast sieben Meter hohes Gedenkkreuz erinnert nun an eines der größten Massengräber aus der Zeit des Nationalsozialismus in Sachsen.

Noch einmal zur Erläuterung: die Heilanstalt Pirna-Sonnenstein fungierte während des Nationalsozialismus als eine von sechs Tötungsanstalten des sogenannten “Euthanasie”-Programms. In den Jahren 1940/41 wurden hier 13 720 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen sowie über 1000 (nicht mehr arbeitsfähige) Häftlinge aus Konzentrationslagern ermordet und anschließend verbrannt. Die Asche aus den Verbrennungsöfen wurde einfach am angrenzenden Elbhang aufgeschüttet. Im Jahre 2002 wurden archäologische Grabungen begonnen, die im Ergebnis das Vorliegen menschlicher Knochen bestätigten. Mit dem Bau der Anlage wurde dann im August dieses Jahres begonnen, die Finanzierung (etwa 150 000 Euro) übernahm der Freistaat Sachsen.

Das Aschefeld ist jetzt durch schwarz/weiss bemalte Bäume am Elbhang hervorgehoben, und das über sechs Meter hohe Kreuz aus schlichtem, künstlerisch bearbeitetem Stampfbeton zeigt den symbolischen Schichtenaufbau der Asche.

Verweis: Gräberstätte Pirna-Sonnenstein eingeweiht.

Fragwürdiges Lichtkonzept für Schloss Sonnenstein

Am vergangenen Dienstag stimmten die Pirnaschen Stadträte mit knapper Mehrheit (14 Ja-, zwölf Nein-Stimmen und eine Enthaltung) für das von der Verwaltung favorisierte, künftige (und zu Recht umstrittene) Lichtkonzept am Schloss Sonnenstein.

Dieses sieht neben einem (für mich durchaus akzeptablen) warmen Weißton auch den Einsatz spezieller LED-Leuchten vor, die buntes Licht in vielerlei Farben erzeugen können. Mit diesen könne dann das neue Landratsamt – zu ausgesuchten Veranstaltungen – in besonderer Weise illuminiert werden.

Problematisch an dieser Entscheidung sind (nicht nur für mich) zum Einen die mit ihr verbundenen, deutlichen Mehrkosten für das Projekt. Die Anschaffungskosten werden mit 130 000 Euro beziffert, dazu kämen dann weitere 5 000 Euro für den jährlichen Unterhalt. Angesichts der dramatischen Haushaltslage der Stadt sollten solch krude Ideen eigentlich gar nicht zur Vorlage kommen – möchte man meinen. Aber nichts ist unmöglich – einmal mehr in Pirna. Auch wäre es schön zu wissen, wie sich denn das zukünftige und so ganz und gar überflüssige Spektakel mit der Selbstverpflichtung der Stadt, auf nachhaltige und umweltbewusste Energiekonzepte zu setzen (Presseinformation vom 14.06.2011), vereinbart.

Zudem: über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Was die Stadtverwaltung nebst den zustimmenden Ratsherren jedoch den Einwohnern dieser Stadt mit dieser, ihren Entscheidung zumuten, ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit und ein blamables Eingeständnis vom nicht vorhandenen Sinn für eine ästhetische Gestaltung.

Die Sächsische Zeitung hat sich in ihrer heutigen Ausgabe der närrischen Entscheidung auf eine solch liebenswerte Weise angenommen, dass ich nicht umhin komme, diese hier zu zitieren.

Tanz, Behörde, tanz!

Was wir lange ahnten, ist nun gewiss: Das Schloss Sonnenstein in Pirna wird eine riesige Landratsamt-Discothek – mit Musik für jedermann und farbig illuminiert, damit es den auf Bescheide Wartenden nicht langweilig wird. Von außen, so hat es Pirna beschlossen, soll das historische Gemäuer sogar im Takt der Musik bunt angestrahlt werden – offenbar mittels einer Lichtorgel, die Hobbybastler wie früher aus Neonröhren-Startern und selbst gefärbten Glühlampen zusammenschraubten. Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter verlegt die neue Tanz-Behörde auf die partyfreundliche Zeit von 22 bis 5 Uhr. Aus der Telefon-Warteschleife tönt künftig der Disco-Dauerhit „Nightfever“ der Bee Gees.

Weibliche Beschäftigte fungieren in den Wartebereichen abwechselnd als Gogo-Tänzerinnen, männliche Mitarbeiter als Türsteher. Im Bürgerbüro werden bunte Pillen mit lustigen Gesichtern verteilt, damit Antragsteller die Bearbeitungszeiten überstehen. Zu Ausschusssitzungen werden künftig bewusstseinserweiternde Mittel gereicht, Besprechungen mit dem Landrat finden ausschließlich im Glitzerschein einer spiegelnden Discokugel statt. Und bei der Engtanzrunde zu später Stunde im Kreistag zeigt sich dann, wer gern mit wem koaliert.

Wir empfehlen allerdings, bei der Außenbeleuchtung den Rot-Ton zurückzufahren. Triebgesteuerte könnten das Schloss sonst für ein anderes Eta-blissement halten.

Quelle: Sächsische Zeitung (Ausgabe Pirna) vom Freitag, dem 9. September 2011. Danke dafür!

Kriegsgräberstätte Pirna-Sonnenstein

Dem Vernehmen nach ist heute mit den Bauarbeiten zur Errichtung der Kriegsgräberstätte „Am Elbhang Pirna-Sonnenstein“ begonnen worden. Hiermit soll der etwa 15.000 Opfer gedacht werden, die in den Jahren 1940/41 in der als “Euthanasie”-Anstalt genutzten ehemaligen Heilanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet und anschließend verbrannt wurden. Die Asche wurde schlicht und einfach auf dem angrenzenden Elbhang entsorgt.

Anno 2002 wurden dort – im Auftrag der Gedenkstätte – archäologische Grabungen durchgeführt, die im Ergebnis das Vorliegen menschlicher Knochen bestätigten.

Ziel ist die Gestaltung einer würdevollen Außenanlage mit einem Gedenkkreuz für die Euthanasie-Opfer Pirna-Sonnenstein. Die im Zuge der Planungen durchgeführte Baugrunduntersuchung ergab eine Mächtigkeit der aschehaltigen Auffüllungen verschiedener Herkunft von bis zu 8,60 Meter im westlichen Bereich der Hangkante. Da sich hier vermutlich das „Aschetor“ befand, wird dieser Bereich symbolhaft als „Gedenkfläche am Aschetor“ gestaltet. Sie wird mit einem Gedenkkreuz als kraftvollem Symbol für das Ausmaß der Euthanasie markiert. Mit einer Gesamthöhe von rund sieben Metern zeigt das Kreuz den symbolischen Schichtenaufbau der Asche in schlichtem künstlerisch bearbeitetem Stampfbeton … Zwischen der Gedenkfläche und dem Hangbereich ist eine bodendeckende, weißblühende Bepflanzung als Symbol der „Aschefläche“ vorgesehen. Diese dient gleichzeitig dem Erosionsschutz im Bereich der Hangkante … Da die tatsächliche Ausdehnung des Gräberfeldes (bzw. Aschefeldes) damals nicht dokumentiert wurde und heute aufgrund der Waldbildung und starken Hangneigung schwer zu bestimmen ist, wird die Dimension des Gräberfeldes auf dem Hang symbolisch in Gebäudebreite der Gedenkstätte von der Hangkante bis zum unteren Wanderweg (Canalettoweg) dargestellt. Dazu werden in diesem Bereich die Bäume mit einem weißen Anstrich deutlich hervorgehoben und der punktuelle Wildaufwuchs beseitigt. Als respektvoller Rahmen entsteht entlang des Gebäudes eine dekorative Pflanzfläche, in Anlehnung an Grabflächenschmuck.

Verweis: Baubeginn für Kriegsgräberstätte Pirna-Sonnenstein.

Canaletto-Rundweg am Sonnenstein

Noch einmal Pirna, und noch einmal die unendliche Geschichte um die Neugestaltung des Schlossbergs.

Thema ist die Namensfindung für den neu errichteten, stufenlosen Weg zum Sonnenstein, eben jenes Weges, dessen Bau ursächlich für die Erneuerung der Schlosstreppe und die damit geplante Fällung der Linden ist …

Vor einem kleinen Weilchen rief Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Vorschläge für einen Namen einzureichen:

„Der Schlossberghang wird ein neues idyllisches Kleinod in unserer Stadt. Ich möchte den Pirnaern die Gelegenheit geben, einen Namen für den neuen Weg zu finden, mit dem sie sich identifizieren.“

So weit, so gut, es kamen auch einige Vorschläge, die durchaus akzeptabel und originell wären – einige sollen hiermit benannt sein (meine Favoriten habe ich hervorgehoben):

  • Sonnensteig, Schloßweg, Canalettoterrassen, Canalettopfad, Festungsweg, Panoramaweg, Schloßterrassen, Schloßgartenweg, Terrassenweg, Liebenauweg (Johann-Siegmund-von Liebenau-Weg – Festungskommandant, Verteidiger im 30jährigen Krieg), Schloßhangweg, Schloßbergweg, Schloßberghangweg, Schloßbergpromenade, Altstadtweg, Zur Sonne, Kasemattenweg, Bernardo-Belletto-Pfad, Bellevue Pirna (?), Juchtenkäferweg, Lindenberghang, Weg der Erinnerungen, Weg des Leidens der gefällten Linden (Hammer! Wer war das bitte?), Schild-Bürgersteig oder Schleichweg (kommen beide von der Bürgerinitiative “Lebenswertes Pirna”) und Spitzhügelweg.

Soweit eine Auswahl der eingereichten Vorschläge. Offensichtlich fühlten sich viele Bürger in der Sache angesprochen … Warum nun aber die Stadtverwaltung mit der Benennung des Weges zum (von den Bürgern nicht benannten, weil schon vorhandenem) „Canalettoweg“ die insgesamt 53 eingereichten Vorschläge einfach ad acta legt und den bisherigen Canalettoweg per Dekret zum Rundweg verlängern will kann nur gemutmaßt werden …

Einmal mehr hinterlässt das Handeln der Verwaltung also einen schalen Geschmack im Munde. Misstrauen scheint mir da grundsätzlich berechtigt (in wessen Auftrag wird hier wirklich gehandelt?) und Arroganz ist wohl auch im Spiel – ganz sicher doch.

Das Speisehaus wird verkauft

Oben auf dem Sonnenstein – in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Klinikum – steht das Speisehaus der ehemaligen Strömungsmaschinenwerke Pirna weithin sichtbar in der Landschaft.

Es ist ein Überbleibsel eines in den 50er Jahren errichteten Produktionskomplexes – der sich primär der Herstellung von Triebwerken und nach dem Ende des DDR-Flugzeugbaus dann der Produktion verschiedener Strömungs- und Kraftanlagen widmete. Das Gebäude (ein Stahlbetonskelettbau im Stile der Nachkriegsmoderne), vor allem jedoch der markante Treppenturm (Fotos!) steht unter Denkmalschutz – handelt es sich hierbei doch zweifelsfrei um ein Kleinod der deutschen Architekturgeschichte.

Seit dem Beginn der 90er Jahre steht das Haus leer und harrte seiner neuen Nutzung. Von daher habe ich mit Erstaunen die gestrige Pressemitteilung der Stadt Pirna – als ausgewiesener Eigentümer (Info) – zum Verkauf des Speisehauses vernommen.

Investor plant 14 Loftwohnungen / Treppenhaus bleibt erhalten

Der Pirnaer Strategie- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 11. Mai 2011 dem Verkauf des ehemaligen Speisehauses der Strömungsmaschinen Pirna GmbH im Stadtteil Sonnenstein zugestimmt.

Die Stadt wird das Objekt mit einer Gesamtgröße von 3.320 m² für 138.000 Euro an die Scholz & Zimmer Vermietungsgesellschaft bR veräußern. Die Gesellschaft beabsichtigt den Umbau des Gebäudes unter denkmalschutzrechtlichen Gesichtspunkten. Hier sollen 14 Loftwohnungen mit bis zu 225 m2 Wohnfläche entstehen. Das Treppenhaus mit seinem einzigartigen Foyer soll als Treffpunkt für die Hausgemeinschaft dienen.

Schauen wir einmal, was daraus wird …

Schloss Sonnenstein – die Baustelle

Baustelle Schloss Sonnenstein

Es ist wieder an der Zeit, einen kurzen Blick hinauf zum Schloss zu werfen – wie steht’s um die Baustelle?

Baustelle Schloss Sonnenstein
Baustelle Schloss Sonnenstein
Baustelle Schloss Sonnenstein

Aktuell sind die Firmen vor Ort damit beschäftigt, das Objekt winterfest zu machen. Dafür werden die Arbeiten an den Dachstühlen vorangetrieben, zudem soll bereits Mitte November eine Fernwärmeleitung im Schloss anliegen.

Baustelle Schloss Sonnenstein

Des weiteren erfolgt der Innenausbau im üblichen Sinne: die alten Decken aus Balken, Brettern, Schilf und Lehm wurden entfernt und bereits in vielen Räumen durch neue Ziegeldecken ersetzt. Um die Gebäude gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen wird ein besonderes Verfahren angewandt:

Dazu werden mit einem Seil, das mit Industrie-Diamanten bestückt ist, alle Wände kurz über dem Boden aufgeschnitten, eine Folie reingeschoben und mit flüssigem Wachs abgedichtet. Im Elbflügel sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen, im Stadtflügel sind die Arbeiter noch dabei.

An den Gruben für das zukünftige Archivgebäude und die geplante Cafeteria wird fleißig gewerkelt, ebenso kommt der Neubau der Fahrstuhlschächte (insgesamt fünf sind geplant) voran.

Baustelle Schloss Sonnenstein

Bereits im Rohbau vollendet ist das Parkhaus – ein reiner Zweckbau und erwartungsgemäß von entsprechender Hässlichkeit geprägt …

Baustelle Schloss Sonnenstein

Leider ist die Baustelle zur Zeit weiträumig abgesperrt, so dass ich mich bei den Bildern auf den Blick vom Bauzaun und bei der Sachlage auf die in der Lokalpresse (Quelle: SäZ vom 29.09.2010) genannten Fakten beschränken muss.

PS: die mit der Sanierung des Schlosses einhergehende (und in Teilen frevelhafte) Neugestaltung des Schlossbergs wird hier im Blog weiterhin separat betrachtet.

Ausschuss entscheidet über die Linden an der Schlosstreppe

Ich schrieb kürzlich über das unselige Vorhaben der Stadt Pirna, im Zuge der Sanierung des Schlossbergs die markante Lindenallee an der Schlosstreppe abzuholzen und nach erfolgtem Neubau besagter Treppe die Allee neu zu bepflanzen.

Eine Entscheidung hierüber wird am kommenden Donnerstag, dem 10. Juni ab 18.00 Uhr, im Stadtentwicklungsausschuss fallen. Die Sitzung findet im großer Ratssaal statt und ist öffentlich.

Am Thema interessierte Bürgerinnen und Bürger sollten sich also dorthin begeben und der Argumentation für oder wider dem Erhalt der überwiegend gesunden Baumlandschaft am Schlossberg folgen.

Kleiner Hinweis am Rande: ein spontan erteiltes Rederecht für den Bürger ist hier mitnichten gegeben. Nichtsdestotrotz dürfte allein die zahlreiche Präsenz vor Ort einen – hoffentlich – nachhaltigen Eindruck auf die Entscheidungsfindung der Mandatsträger machen.

Update 11. Juni: der Beschluss über die Linden und die Schlosstreppe wurde in den Stadtrat verlegt und somit einstweilen vertagt.

Alte Linden sollen fallen

Schloßtreppe

Diese bemerkenswert schöne Linden-Allee an der Schlosstreppe wird wohl in Bälde der Neugestaltung des Schlossbergs zum Opfer fallen.*

Der Grund dafür: die Stadtverwaltung Pirna möchte die Schlosstreppe auf Vordermann bringen und empfindet hierbei die alten Bäume als störend. Trotzdem ein zuvor vom Rathaus berufener Gutachter den Erhalt der Allee als ein weithin ortsbildprägendes Ensemble empfiehlt (laut Expertise müsste nur eine von den zehn Linden gefällt werden!) wird es wohl zum Kahlschlag kommen. Der Treppenneubau würde die Bäume erheblich schädigen, zudem möchte die Stadt die Kosten für die Pflege und den Erhalt der Bäume sparen.

Das Rathaus will stattdessen 22 Winterlinden an der Schlosstreppe neu pflanzen lassen, wobei laut Baubürgermeister Flörke auch eine Ergänzung der Allee erfolgen soll. „Damit ergibt sich ein gleichmäßiges Bild der einst vorhandenen Allee“, erläutert er und verspricht eine „große Pflanzqualität“ der neuen Bäume.

Die Chancen zur Umsetzung des Vorhabens stehen gut – eine Mehrheit der Stadträte hat bereits im Vorfeld Zustimmung signalisiert.

Falls das jemanden interessiert: der mensch seinerseits signalisiert hiermit seine Ablehnung. Die kompromisslose Abholzung dieser überwiegend gesunden, mit der erforderlichen Pflege noch viele Jahre zu erhaltenden Allee ist meines Erachtens ein einziger Frevel. Punkt.

Der Beschluss soll in der kommenden Woche ergehen. Ich bin mal gespannt, was die Stadt-Grünen dazu sagen werden. Aber davon unabhängig wird das Ungemach wohl seinen bösen Verlauf nehmen …

Quelle: SäZ vom 05. Juni 2010, Lokalausgabe Pirna.

*Anmerkung: um es ganz genau zu sagen: die Stadt möchte lediglich eine einzeln stehende Linde im oberen Treppenbereich stehen lassen. Der Baum im Vordergrund (neben der Bank) ist nach meinem Verständnis von dieser Maßnahme nicht ebenfalls betroffen.

Die (zur besseren Ansicht gewählte) Aufnahme stammt i.Ü. vom 13. Februar 2007.

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