Schlagwort: Rund um Pirna

Zwei Stunden für den Sattelberg

Der Sattelberg (Špičák) ist ein 723 Meter hoher Berg im östlichsten Erzgebirge in Nordböhmen (Tschechien) unweit der Grenze zu Deutschland. Von seinem Gipfel bietet sich eine umfassende Rundumsicht auf das Osterzgebirge und das Elbsandsteingebirge. Um ihn von Oelsen zu erlaufen braucht es höchstens eine Stunde – mit ihren maximal zwei Stunden ist diese Wanderung also ein klarer Kandidat für die Rubrik Rund um Pirna oder was eben schnell mal so am Nachmittag geht.

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Von Bienhof zur Oelsener Höhe

Wieder eine dieser kurzen Wanderungen, für die es maximal zwei Stunden braucht. Mit kurzer Anreise (von Pirna) und zu jeder Jahreszeit eine Empfehlung wert. Startpunkt ist die Mini-Ortschaft Bienhof, das Auto kann man gleich am Ortseingang abstellen. Dann geht es in den langgestreckten Mordgrund hinein, der Weg führt sachte aufwärts und alsbald wird der Wald dichter. Der die Grenze nach Tschechien markierende Mordgrundbach verläuft zwischenzeitlich dicht am Weg. An einem besonders idyllischen Plätzchen am Verlauf desselben findet sich ein Wanderbuch – wer es findet, darf sich darin verewigen.

Nach kurzem Anstieg tritt man aus dem Wald hinaus auf eine weite Wiese. Die Bergwiesen um die Oelsener Höhe zeichnen sich durch eine besondere Artenvielfalt aus und sind seit Jahrzehnten streng geschützt. Wir verlassen den Pfad, der weiter zum Sattelberg führt, und laufen durch die prachtvollen Bergwiesen zur Oelsener Höhe (644m), von der sich ein großartiger Rundblick auf die umliegenden Berglandschaften bietet. Weiter geht es Richtung Oelsen, wir biegen jedoch schon am Ortseingang rechts ab, um zuerst durch sonnengelbe Rapsfelder und dann später durch finsteren Tann zurück nach Bienhof zu gelangen.

Fünf bis sechs Kilometer, mehr beträgt diese Runde nicht. Die als solche aber sehr kurzweilig ist und durch herzallerliebste Landschaft führt. Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass die ehemals verlassen und verlottert wirkende Mini-Ortschaft Bienhof derzeit eine Wiederbelebung erfährt – auf den Höfen wird allseits und emsig gewerkelt. Unabhängig davon wird diese Gegend jedoch nur wenig besucht – wer also Ruhe und Einsamkeit im grünen Schoß von Mutter Natur sucht wird hier bestens bedient.