Fehlfarben: Xenophonie
“Xenophonie”, das neue Album der Fehlfarben (iTMS), klingt nicht nur ungemein frisch, sondern auch kraftvoll und wütend wie am ersten Tag.
Von Langeweile ist nach 32 Jahren – 1980 erschien “Monarchie und Alltag” – nichts zu spüren, denn aus den Boxen drängt eine Wucht und Energie, die kaum zu fassen ist. Elf Songs vom Allerfeinsten, und dazu die Texte von Peter Hein – wie gehabt politisch aktuell und direkt zur Sache kommend. Es geht immer noch gegen das Schweinesystem, gegen Ratingagenturen, die Parteiendemokratie und den lieben Gott – und das ist auch gut so.
Was passiert in Bankenland? / Wann werden Banken wieder niedergebrannt? / Hört hier wer einen Aufruf zur Gewalt? /Bleibt nach der Revolution die Küche kalt? / Was hat der Bärtige sich da wieder gedacht? / Hat mir wer ein Bier mitgebracht?
In Summe bilden die krachenden Gitarrenriffs mit den aggressiven Texten einen exzellenten, unterschreibenswerten Kommentar zum Zeitgeschehen, den ich hoffentlich in diesem Jahr auch einmal als Live-Act genießen kann – schauen wir mal …


