Ich möchte unsere gestrige Runde hier nicht unter den Tisch fallen lassen … Für den sonntäglichen Ausflug überschritten wir die Landesgrenze und sind von Zinnwald den alten Bierweg zum besagten Mückentürmchen gelaufen. Dort kurz gerastet und wieder retour … Dafür wählten wir allerdings einen anderen Weg und liefen etwas versetzt – am Forsthaus Siebengiebel vorbei – um letztlich am oberen Ende von Cinovec wieder heraus zu kommen. Die reine Laufzeit betrug bei den knapp 19 Kilometern beinahe exakte vier Stunden.
Artikel zum Schlagwort: Osterzgebirge
Der Regen prasselt auf das Dach, der Wind hat sich gelegt und die Sonne zeigt sich nimmermehr …
Es war also richtig, die kleine Runde (den Begriff Wanderung verdient es nicht) auf den Vormittag zu legen. Rund um Oelsen – nahebei, doch schon im Osterzgebirge gelegen – führte unser Weg. Es findet sich noch etliches Weiss dort oben – obwohl die Schneeschmelze im vollen Gang ist – überall plätschern die Bäche und die Gottleuba führt reichlich Wasser in das Elbtal hinab.
Ich würde gerne wissen, ob es dort oben auf dem Kamm jemals windstill ist – sprich so richtig mucksmäuschenstill?
Anbei 13 Schwarzweiss-Aufnahmen von der heutigen Wanderung. Diese Bearbeitung gefällt mir bei weitem besser als die farbigen “Originale”, die der Touren-Beschreibung beigefügt wurden. Bunt geht (momentan) eigentlich gar nicht mehr …
Bonus – quasi für eure Neugierde: acht zusätzliche Unterwegs-Bilder …

Kopfteil einer alten Betsäule aus dem 15. Jahrhundert (in Oelsen)
Bleibt nur noch, allen LeserInnen ein angenehmes Wochenende zu wünschen. Das Wetter soll ja wieder angenehmer werden – geniesst die Sonne, geht wählen – wir lesen uns am Montag wieder …
Das “Kleine Prebischtor” ist ein versteckt gelegenes Felsentor im nahe bei beginnenden Osterzgebirge und heißt eigentlich der “Hohle Stein”. Das ca. drei Meter hohe Felsentor ist als solches im so genannten plattigen Erzgebirgsgneis eine geologische Besonderheit und harrte schon lange der Besichtigung. Ihm galt nun der heutige Ausflug in die nähere Umgebung.
Oelsen (Kirche) – Kulmer Steig – Bergwiese – Hohler Stein – Gottleuba-Talsperre – Gottleubatal – ehem. Paustmühle – ehem. Siedlung Oelsengrund – Oelsen
Der Hohle Stein
Gottleuba-Talsperre
Vorstaumauer an der Gottleuba-Talsperre
Im Gottleuba-Tal
Kopfteil einer alten Betsäule aus dem 15. Jahrhundert (in Oelsen)
Gute 13 Kilometer ist der mensch dafür in reichlich drei Stunden gelaufen. Eine abwechslungsreiche Tour war das – von Oelsen hinab an die Ufer der Gottleuba-Talsperre. Die besten Aussichten sind zu Beginn und zum Ende der Runde, sprich nach Oelsen auf dem Kulmer Steig, einem uralten Handelsweg im Osterzgebirge, sowie dann vom Lappenbuschweg – wieder kurz vor Oelsen – zu finden.
Das Gottleubatal selbst – heute vor allem von dichtem Fichtenwald geprägt – zeichnete sich in früheren Zeiten durch eine offene und mit zahlreichen Mühlen “bestückte” Landschaft aus. Von diesen ist leider kaum etwas übrig geblieben, die Mühlen fielen ebenso wie die ehemalige Siedlung Oelsengrund dem Bau der Talsperre zum Opfer. Einzig an der ehemaligen Clemenz-Mühle finden sich noch einige Fragmente sowie der dazu gehörige Mühlgraben, der durch die Gottleuba gespeist wurde …
Letztlich bleibt noch der Hinweis, dass der mensch auch diese Tour dem lobenswerten und schon oft erwähnten Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz Band 3 „Am Rande der Sächsischen Schweiz” entnommen hat, den es im gut sortierten Buchhandel durchaus noch zu erwerben gibt.
Altenberg – Kleiner Lugstein – Georgenfelder Hochmoor – Großer Lugstein – Kahleberg – Altenberg
Mir war schon ein gutes Weilchen danach, dem Erzgebirgskamm einen neuerlichen Besuch abzustatten. Heute nun konnte dies endlich umgesetzt werden …
Die Höhepunkte dieser Runde bilden zum Einen das Georgenfelder Hochmoor (Eintritt 1,80€) und zum Anderen der Kahleberg mit seinen Geröllschuttfeldern, die so im Osterzgebirge nur für diesen einen Berg typisch sind. Dazu kamen prächtige Ausblicke vom mit 905 m höchsten Punkt des Sächsischen Osterzgebirges, dem besagten Kahleberg, und den Lugsteinen (897 m und 899 m). Gute vier Stunden ist der mensch durch die karge Landschaft gelaufen, die durch ihren niedrigen Baumbestand und durch die Unbilden von Wind und Wetter geprägt ist (zuzüglich der immer noch sichtbaren Folgen des Waldsterbens).
Im Hochmoor habe ich leider keine der seltenen Tier- und Pflanzenarten zu Gesicht bekommen, weder Kreuzotter noch Birkhuhn oder gar den Sonnentau – lediglich ein toter Maulwurf lag am Wegesrand. Zudem ist die Blütezeit der meisten Pflanzen bereits vorbei, nur die Heide steht in voller Blüte. Schön war es trotzdem …
Blick vom Kahleberg auf Galgenteiche, Altenberg und Geisingberg
Aussicht am Kahleberg
Im Georgenfelder Hochmoor
Blick auf den Kleinen Lugstein


























