Tag Archives: Netzkultur

Die Karawane zieht weiter: Google+

Ok, der mensch ist drin (Dank an Martin und Christoph), hat sich neugierig umgeschaut und ein wenig eingerichtet.

Der erste Eindruck ist ein ausgesprochen guter Eindruck – von daher möchte ich mich den vielen Lobgesängen anschließen und hoffe, dass diese schöne, neue Plattform von Glücksnüssen, Frage/Antwort-Spielen und dem ganzen FarmVille-Sondermüll verschont bleiben möge …

Ich kann Fatzebuch bis heute nicht viel abgewinnen, die Oberfläche ist einfach grottig, die Einstellungen sind verschachtelt bis zum Erbrechen, dazu Spam und Spielkram bis zum Abwinken. Eben so eine Art “Hausfrauen-Web”, wenn ich es böse formulieren müßte, und so gar keine Spielwiese für Techies und Nerds. Mein Account wird daher nur sporadisch mit automatisierten Postings und Status-Meldungen gepflegt. Ganz darauf verzichten möchte ich dann allerdings doch nicht, denn alle anderen sind schließlich (noch?) dort – es ist nun einmal das größte soziale Netzwerk in Deutschland und von daher ein Zugewinn in mancherlei Hinsicht – bisher leider ohne Alternative.

Nun also Google+, ich hoffe, Googles neuestes Baby macht alles das richtig, was Fatzebuch nicht kann oder versaubeutelt hat …

Anbei lediglich drei Verweise zum Thema, in denen die technischen Details sehr gut besprochen werden:

Schauen wir also einmal, was daraus wird, wenn sich der erste Hype gelegt hat, und wie die Konkurrenz regieren wird …

PS: bei Bedarf an einer Einladung bitte einfach eine Email an mich.

Nachtrag: mein Google+ ist nun auch über rappelsnut.de/+ erreichbar.

Wir brauchen viele neue Wikileaks

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Kontrollverlust oder Open Society?

Was kommt nach Wikileaks?

Ein wunderbarer Beitrag zum Thema vom Breitband-Radio. Allein schon der Kommentar von Philip Banse über die Folgen von Wikileaks für die Demokratie ist Gold wert. Gute Netzmusik gibt es zudem …

Ich habe dem Hörfunk heute nachmittag ab und an im Personenkraftwagen gelauscht und – Gott sei’s gedankt – diesen Beitrag im Internetz für euch und mich zum Nachhören gefunden …

Apropos, und schön zu wissen auch: aktuell ist die Zahl der Seiten, die Wikileaks spiegeln, bereits auf 1559 gestiegen.

Die Lobbypedia ist gestartet

Mit der Lobbypedia ist seit gestern ein Projekt online, welches den Damen und Herren in Amt und Würden so gar nicht gefallen dürfte – hat es sich doch zum Ziel gesetzt, den Einfluss von Unternehmen und Lobbyorganisationen auf staatliche Einrichtungen, Gesetzgebungsprozesse sowie Medien und die öffentliche Meinung darzustellen.

Das Projekt will sich als ein unabhängiges, lobbykritisches Online-Lexikon verstanden wissen, soll heißen:

Die Tagline von Lobbypedia ist “Geld – Macht – Politik”. Lobbypedia ist ein Medium, das auf der selben Software wie die Wikipedia basiert, das in der Startphase allerdings redaktionell betreut wird. Wir haben formal ähnliche Beiträge wie die Wikipedia, aber mit einem kritischeren Blick und richten unseren Fokus auf die Verflechtungen von Geld, Macht und Politik. Das ist natürlich ein weites Feld. Wir versuchen daher, dieses Feld häppchenweise zu erschließen. Dafür haben wir zunächst drei Themenportale, Bau- und Immobilienlobby und Stuttgart 21, Finanzlobby und Seitenwechsler aufgestellt, die wir nun relativ umfassend erschließen wollen …

Wir wollen die Bevorzugung von potenten Akteuren im demokratischen Prozess eindämmen und Bürgerbeteiligung und eine Politik, die sich am Interesse des Allgemeinwohls orientiert, fördern.

(Projektleiter Elmar Wigand bei Telepolis)

Die Lobbypedia wird redaktionell betreut. Das Verfassen und Editieren von Artikeln durch den normalen Nutzer ist einstweilen nicht möglich, aber wohl angedacht (perspektivisch im Frühjahr 2011).

Gelebte Demokratie also im wahrsten Sinne des Wortes. Bleibt nur, dem lobenswerten Projekt die Daumen zu drücken und hiermit allerbestes Gelingen zu wünschen …

Drei CC-Sampler von EardrumsPop

EardrumsPop ist eines dieser symphatischen Netlabel, die sich als Online-Alternative zu den klassischen Vertriebsstrukturen des Musikgeschäfts etabliert haben.

Das Label mit diesem wunderschönen Namen hat sich – ausdrücklich – den schönen Dingen in Kunst und Musik verschrieben. Hinter ihm steht das norwegische Musik-Blog Eardrums, welches seit mehr als fünf Jahren über alternativen, skandinavischen IndiePop berichtet.

Bemerkenswert: sämtliche Produktionen werden ausschließlich digital vertrieben, wobei jedwedes finanzielle Interesse ausdrücklich verneint wird.

EARDRUMS POP is a net-label closely related to the music blog Eardrums. We love warm and melodic music of all kinds, we believe in beautiful things you can see and hear, and we believe in working together, helping eachother and getting good music and good art out to the public. We do not believe in money, so all our releases are given away for free.

Vor einigen Tagen nun erschienen dort gleich drei Sampler (liebevoll arrangierte Folk-Pop-Elektro-Songs), die allesamt anhörenswert sind. Alle Titel sind unter einer Creative-Commons-Lizenz erschienen und stehen somit frei zum Download bereit – Dank dafür!

(schöner Tipp von Breitband)

Die traurige Wahrheit

Hier im Blog gibt es zugegebenermaßen nicht viel zu lachen. Da kommt mir dieses äußerst amüsante Protokoll ganz recht. Ich war mir allerdings nicht ganz sicher, ob ich nun lachen oder weinen sollte …

Lesebefehl: Wenn Unternehmen twittern (via ganz viele).

Im Übrigen wäre es zu begrüßen, wenn ihr einen Kommunikationsplan für die tweets der kommenden 14 Tage erstellen könntet. Dann haben wir mehr Planungssicherheit …

So ist das und so wird es immer sein. In einem großen Stadttheater ebenso wie in beliebigen Unternehmen oder Behörden (!?) auch. Letztlich macht dieser Spass meinen Tag.

Mehr Sicherheit beim Surfen

Der mensch verwies lange nicht auf die Seiten der Titanic – hat heute allerdings Grund dazu – denn: das Internet wird jetzt beschildert.

Nach dem Coup mit dem Stopschild, das vor kinderpornographischen Seiten im Internet warnen soll, hat Familienministerin v. d. Leyen einen ganzen Schilderwald pflanzen lassen – demnächst auf Ihrem Bildschirm!

Dem ist außer einem breiten Grinsen und dem Verweis nichts hinzu zu fügen … (via ganz viele)

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