Tag Archives: Musik

Neues Rummelsnuff-Album

Es gilt angenehme Neuigkeiten vom Rummel-Käpt’n zu vermelden: “Sender Karlshorst”, das neue Album von Roger Baptist aka RUMMELSNUFF ist unlängst erschienen und sei hiermit empfohlen … Gute zwei Jahre nach dem Debütalbum wird also wieder ordentlich angepackt – 15 neue Strommusik-Songs vom traurigschönen Shanty, „Salzig schmeckt der Wind“, über den treibenden, elektrischen Rockabilly von „Donnerbolzen“, bis hin zur bekannt derben Stromgassenhauerkultur von Songs wie „Eindruck schinden“, „Pumper“ oder „Winterlied“ bereiten sehr gefälliges und wohlfeiles Hörvergnügen.

Rummelsnuff kennt keine musikalischen Grenzen und bleibt dabei doch immer unverkennbar er selbst. Auf Basis minimalistischer elektronischer Klänge, die er mit vielerlei Klangexperimenten, diversen Schrägheiten und seiner markigen Reibeisenstimme garniert, besetzt Rummelsnuff eine der originellsten Nischen in der deutschsprachigen Populärmusik. (via)

Womit eigentlich alles gesagt ist – bis auf den Link zum iTunes Store – zum Reinhören – versteht sich.

Bad Religion spendieren Live-Album

Es macht durchaus Sinn, nach Mitternacht den Feedreader zu checken. Somit bin ich jetzt zumindest auf der Liste vermerkt … Worum geht es? Um puren Hörgenuss natürlich.

Bad Religion feiern das 30jährige Jubiläum und spendieren dazu das komplette, jüngst eingespielte Live-Album. Gegen Angabe der Mailadresse wird der mensch registriert und erhält (hoffentlich bald) den Download-Code, schauen wir einmal … Hach ja, Bad Religion … Nach dem siebten Album habe ich aufgehört zu kaufen, was nichts Schlechtes besagen soll. Ein Konzertbesuch ergab sich bis dato leider nie. Nichtsdestotrotz sei hiermit der Hinweis erlaubt, dass die überaus symphatische Kapelle demnächst einige Auftritte in D-Land absolviert, am 8. Juni spielen sie wohl in Berlin, was der nächstgelegene Ort wäre, so der mensch denn die Zeit hätte.

Das Ganze via – thx.

Update 23.00 Uhr: nette Mail bekommen, das Album geladen, 17 Songs – viele Klassiker dabei. Ein beinahe privates Foto dazu von den Männern – was soll ich sagen außer DANKE und CHEERS! – auf die nächsten 30!

"The Transsylvanians" und "Vavamuffin"

Teil drei des kleinen, musikalischen Reigens soll ein Veranstaltungshinweis sein.

Es sei hiermit also erlaubt, auf den 29. Mai dieses Jahres zu verweisen. An diesem Tag findet auf dem Pirn’schen Marktplatz zum achten Mal der “Markt der Kulturen” statt – ein kunterbuntes, interkulturelles Fest mit einem Potpourri aus Musik, Tanz, Theater, Kulinarischem, Handwerk, Spiel, Spaß und Informationen auch.

Alljährlicher Höhepunkt dieser lobenswerten Veranstaltung ist das abendliche Konzert. In diesem Jahr spielen hier gleich zwei bemerkenswerte Bands zum Tanz auf – zum Einen die “Transsylvanians” (ungarischer Speed-Folk) und zum Anderen “Vavamuffin” (Reggae/Roots/Dancehall aus Warschau).
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Drei CC-Sampler von EardrumsPop

EardrumsPop ist eines dieser symphatischen Netlabel, die sich als Online-Alternative zu den klassischen Vertriebsstrukturen des Musikgeschäfts etabliert haben.

Das Label mit diesem wunderschönen Namen hat sich – ausdrücklich – den schönen Dingen in Kunst und Musik verschrieben. Hinter ihm steht das norwegische Musik-Blog Eardrums, welches seit mehr als fünf Jahren über alternativen, skandinavischen IndiePop berichtet.

Bemerkenswert: sämtliche Produktionen werden ausschließlich digital vertrieben, wobei jedwedes finanzielle Interesse ausdrücklich verneint wird.

EARDRUMS POP is a net-label closely related to the music blog Eardrums. We love warm and melodic music of all kinds, we believe in beautiful things you can see and hear, and we believe in working together, helping eachother and getting good music and good art out to the public. We do not believe in money, so all our releases are given away for free.

Vor einigen Tagen nun erschienen dort gleich drei Sampler (liebevoll arrangierte Folk-Pop-Elektro-Songs), die allesamt anhörenswert sind. Alle Titel sind unter einer Creative-Commons-Lizenz erschienen und stehen somit frei zum Download bereit – Dank dafür!

(schöner Tipp von Breitband)

Tamikrest spielt pure Weltmusik

“Adagh” ist das Debütalbum von Tamikrest, einer jungen Tuareg-Band. Sie stammen aus dem malischen Sahara-Gebiet, und natürlich orientieren sie sich an Tinariwen, jener Band, die schon vor Jahren den hypnothischen Wüstenblues in die westliche Welt exportierte und damit große Erfolge feierte.

Die Texte von Sänger, Texter und Gitarrist Ousmane Ag Mossasind sind vom Schmerz seines Volkes gezeichnet, es geht um Ausgrenzung, fehlende Bildung und den Krieg. Gesungen wird in Tamashek, der Sprache der Tuareg.

In musikalischer Hinsicht hat die Band ihren eigenen Stil definiert. Afrikanische Rhythmen und orientalische Melodik – gewürzt mit einer guten Priese Reggae, Rock und Blues – treffen auf E-Gitarren, Bass und allerfeinste Percussion – für mich der pure Hörgenuss!

Es bleibt zu hoffen, dass die Band einmal den Weg in unsere Breiten findet, das TFF würde sich für einen Auftritt hervorragend eignen …

Lesetipp zum Thema: “Sie sind eindeutig die Zukunft der Tamasheq-Musik!”. Und last but not least: die iTunes MusicStore-Url.

ABCDEFG

“ABCDEFG” heißt das neueste Album von Chumbawamba – und ich könnte mich dumm und dusselig daran hören, der mensch liebt diese Scheibe von Anfang bis Ende.

17 neue Songs – musikalisch wieder am Folk orientiert, so ein bissel back to the roots also – die charmanten Polit-Aktivisten haben ja einst mit Punk-Rock und traditionellen englischen Arbeiterliedern begonnen. Vor 28 Jahren war das, weiha …

Ansonsten ist auf die kunterbunte Bande Verlass, sie bleiben ihren Wurzeln treu.

So singen sie davon, wie ein Überlebender eines Konzentrationslagers, die erste Aufführung einer Wagner-Oper in Israel mit einer Rassel sabotiert. Ein anderer Song, der den bezeichnenden Titel “Torturing James Hatfield” trägt, rechnet mit ebendiesem James Hatfield ab, der es guthieß, dass die Musik seiner Band “Metallica” in Guantanamo zum Foltern von Gefangenen benutzt wurde.

Das Album strotzt nur so vor Aktivität und Überzeugungskraft. In Zeiten der sinnentleerten Verflachung von Musik und der Suche von vermeintlichen Superstars im Retorten-Fernsehen tut es gut, eine Band zu erleben, die noch die Kraft des Aufbegehrens in sich trägt. Ob sie die Welt damit verändern können, weiß man nicht, sicher ist, dass die Welt ohne eine Band wie Chumbawamba um einiges farbloser wäre.

So schrieb jüngst das Kulturradio und ich habe dem nichts hinzuzufügen – bis auf den Link zum Album im iTMS.

Ihr habt die Uhr, wir die Zeit.

Neu im Regal: “Glücksmaschinen” – das neue Fehlfarben-Album.

Himmel – das der mensch das noch erleben darf – diese Platte ist der Hammer! Acht neue Songs – druckvoll, kraftvoll, wuchtig und kritisch die Worte – die Fehlfarben singen (neben anderem) über die Folgen von Hartz IV, das eigene Alter und die Zumutungen dieser Social-Networks-Freunde-Netzwerke. In allerbester Punk-Tradition ballern sie uns straighte drei bis fünf Minuten-Songs um die Ohren – das Album ist dabei ganze 34 Minuten lang, und einfach himmlisch guter Auf-die-Fresse-Rock, so unbekümmert wie zu ihren Anfangstagen

Fehlfarben – Wir warten (Ihr habt die Uhr, wir die Zeit)

Weiterführende Verweise zum Thema:

  • “Fehlfarben”-Sänger Hein im SpOn-Interview – klick
  • Querköpfe mit Kultstatus (Zeit online) – klack
  • Glücksmaschinen CD-Review bei laut.de klick-klack

Weihnachten mit Opa Bob

Neu im Regal: Bob Dylan – Christmas in the heart.

Na das passt doch ganz gut: gestern zum zweiten Advent stand der mensch wieder einmal ratlos vor dem Musikalienarchiv – auf der Suche nach Bing Crosby und der Weißen Weihnacht (nicht zum ersten Mal…). Natürlich kam daraufhin auch in diesem Jahr die Frage nach hörbaren weihnachtlichen Weisen auf – jenseits von Striezelmarkt- und Kaufhausbeschallung und all den Klischees.

Bis zum abendlichen Blick in die Feeds blieb das Thema allerdings mit einem Fragezeichen versehen, dann fand sich unverhofft die Alternative: Opa Bob singt Weihnachtslieder (danke!).

Schräg und schrill und schön genuschelt und excellent geröhrt – eine wunderbare Parodie und doch besinnlich auch. 15 Klassiker hat der Barde aufbereitet – das Vergnügen daran ist spürbar und überträgt sich sogleich auf jeden noch so finsteren Weihnachtsmuffel…

Auch wichtig: alle Einnahmen des Künstlers aus dem Verkauf des Albums in den USA werden an die Organisation Feeding America gespendet. Somit wird ermöglicht, dass über die Feiertage in den USA mehr als 4 Mio. Mahlzeiten an mehr als 1,4 Millionen Bedürftige ausgegeben werden können. Bob Dylan wird auch auf Dauer alle Einnahmen, die das Album in den USA erzielt, an Feeding America spenden…

So, nun genug der salbungsvollen Worte. Ihr könnt via iTunes Store hinein hören und kaufen (6,99€) oder über diesen Partnerlink den Silberling bestellen: Christmas in the Heart. Es lohnt unbedingt …

Alles wird Schoenheit

Ein wichtiger Termin für die Freunde der kultivierten Unterhaltungsmusik: das neue Tocotronic-Album wird in exakt 86 Tagen erscheinen – sprich am 22. Januar des kommenden Jahres. So steht es seit kurzem geschrieben:

Die Konzertpremiere findet bereits am 22.01.2010 beim großartigen Spex-Live-Event im Hamburger Nobelclub “Uebel und Gefährlich” statt! An eben diesem schönen Tage wird dann auch unser neues Album das Licht der Welt erblicken!

Die Champagnerkorken werden knallen, der Himmel wird ein einziges Feuerwerk sein, Kreaturen der Nacht werden tanzen , alles wird Schönheit! >>

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Ein Ende der Durststrecke ist also abzusehen – wohlan! Der mensch, als ein ausgesprochener Freund dieser Kapelle, läuft schon einmal ungeduldig auf und ab und tröstet sich derweil mit all den unschlagbaren Klassikern aus dem Archiv …

Acht Songs vom neuen Tom Waits Album

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Insofern ist diese Meldung, eben via jeriko hereingeschneit, ein absolutes Muss in diesem kleinen, kunterbunten Weblog.

Der Meister selbst bietet auf seiner Webseite derzeit acht von insgesamt 17 Songs des am 24. November erscheinenden Live-Albums “Glitter and Doom” zum freien Download an. Ja gut, die E-Mail Adresse wird halt verlangt …

Aber egal – Tom Waits ist Tom Waits ist Tom Waits – und das Album hole ich mir sowieso …

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