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	<title>RAPPELSNUT &#187; Lesen</title>
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	<description>Weblog &#38; Fotografie</description>
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		<title>Unternehmen „Thunderstorm“</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 07:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunterbunt]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gelesen: Unternehmen „Thunderstorm“ von Wolfgang Schreyer. Thema dieses auf Tatsachen beruhenden Romans ist der Warschauer Aufstand ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gelesen: Unternehmen „Thunderstorm“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Schreyer" target="_blank">Wolfgang Schreyer</a>.</p>
<p>Thema dieses auf Tatsachen beruhenden Romans ist der Warschauer Aufstand anno 1944. Wohlgemerkt: gemeint ist nicht die Erhebung im Ghetto sondern das Aufbegehren der sogenannten Polnischen Heimatarmee (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Heimatarmee" target="_blank">Armia Krajowa</a>), welche zwei Monate die deutschen Besatzer bekämpfte, anschließend jedoch kapitulieren musste.</p>
<p>Es sei erlaubt, zur Inhaltsangabe aus dem Klappentext zu zitieren:</p>
<blockquote><p>&#8230; Wir erleben das Schicksal einer deutschen Flakbatterie, verfolgen gespannt den Weg einer kleinen Gruppe britisch-amerikanischer Fallschirmagenten und das erbitterte Ringen polnischer Untergrundkämpfer. Der Autor erzählt von Liebe, er führt uns in Luxuslokale der Etappenstadt Warschau, in Nazibüros, die Wohnung einer polnischen Familie, in Gouverneurspaläste, die Krakauer Burg, in ein Wehrmachtsbordell, durch den Schlamm der vordersten Dreckslinie, durch Heeresgruppenstäbe und in das Führerhauptquartier; er enthüllt die Methoden internationaler Spionagedienste, zeigt Generale, Konzerndirektoren und Diplomaten bei der Arbeit, schildert Verhandlungen in Moskau ebenso wie Operationen der Roten Armee &#8230; In der prallen Fülle ihrer Gestalten und Schicksale ersteht noch einmal eine untergegangene Welt.</p></blockquote>
<p>Der Roman ist im Jahre 1954 erschienen. Mit dem Wissen um den besonderen Kontext dieser Jahre entpuppte sich die Lektüre als eine sehr unterhaltsame, spannende und superb recherchierte Geschichte. </p>
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		<title>Endgültig beiseitegelegt</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 08:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe nicht zu Ende gelesen: &#8220;Melancholie des Widerstands&#8221; von László Krasznahorkai. Das betrübt mich zutiefst, ist jetzt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe <strong>nicht</strong> zu Ende gelesen: &#8220;Melancholie des Widerstands&#8221; von László Krasznahorkai.</p>
<p>Das betrübt mich zutiefst, ist jetzt aber endgültig. Seit Wochen quälte ich mich mit dem Roman, bot ein Höchstmaß an Disziplin und Konzentration auf &#8211; allein, es soll wohl nicht sein. Dabei war ich gewarnt, die meisten Rezensionen erwähnen den Umstand, dass das Werk nicht leicht zu lesen sei &#8230; Sei&#8217;s drum.</p>
<p>Ort der Handlung ist eine kleine, abgeschiedene Stadt in Südostungarn, welche durch die Ankunft eines ominösen Zirkus aus ihrer Lethargie gerissen wird. Dessen Attraktionen sind ein riesiger, ausgestopfter Walfisch und ein winziger Herzog mit drei Augen. Unheil liegt in der Luft, das Böse erwacht und blutige Unruhen beginnen &#8230;</p>
<p>Klingt alles sehr spannend und das ist es wohl auch. Was dem Genuss dieser skurrilen Geschichte im Wege steht ist die hochkomplizierte Schreibweise des Autors: der Mann liebt Schachtelsätze über alles, und genau genommen besteht die Lektüre im Ganzen ausschließlich aus Schachtelsätzen, die oft und gerne über eine Seite hinausgehen &#8230;</p>
<p>Ein Beispiel erspare ich euch, ich bin mit meiner Geduld in der Sache endgültig am Ende und werde fürderhin danach trachten, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Werckmeisterschen_Harmonien" target="_blank">den Film zum Buch</a> aufzutreiben.</p>
<p>Sehr schade darum, aber: wer Interesse hat meldet sich bitte &#8211; ich gebe den Roman gerne und günstig weiter.</p>
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		<title>Necla Kelek: Bittersüsse Heimat</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 08:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunterbunt]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gelesen: &#8220;Bittersüße Heimat&#8221; von Necla Kelek. Die Autorin &#8211; ihres Zeichens eine bekannte, deutschtürkische Sozialwissenschaftlerin und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gelesen: &#8220;Bittersüße Heimat&#8221; von Necla Kelek.</p>
<p>Die Autorin &#8211; ihres Zeichens eine bekannte, deutschtürkische Sozialwissenschaftlerin und Publizistin &#8211; schildert ihre Eindrücke und Gedanken anlässlich einer Rundreise in ihrer ursprünglichen Heimat. Die Momentaufnahmen sind gepaart mit kenntnisreichen (und für mich sehr aufschlussreichen) Hintergrundinformationen zur Geschichte des türkischen Staates.</p>
<p>Ausführlich werden etwa der Genozid an den Armeniern sowie die Rolle der Frauen in der türkischen Gesellschaft behandelt, und explizit &#8220;seziert&#8221; Necla Kelek das religiös-politische System des Landes: vom Staatsgründer Atatürk bis zum jetzigen Premier Erdoğan wird ausführlich auf die komplizierte politische Entwicklung und deren Auswirkungen im Inneren (und auf die Ausrichtung nach Europa) eingegangen. Dazu kommen immer wieder Kindheitserinnerungen, der Blick auf die uralte Kultur und liebenswerte Menschen in der Familie.</p>
<p>Ein enorm kritisches, und gerade darum absolut lesenswertes Reisebuch, dessen Lektüre hiermit allen LeserInnen &#8211; welche an Hintergründen und Zusammenhängen interessiert sind &#8211; empfohlen sei.</p>
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		<title>Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 10:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunterbunt]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gelesen: &#8220;Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste&#8221; von Henno Martin. Der mensch mag ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gelesen: &#8220;Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste&#8221; von Henno Martin. Der mensch mag ja solch klassische Abenteuerbücher, und dieses ist eines davon &#8211; wenngleich auch eines der anspruchsvollen Art.</p>
<p>Zur Inhaltsangabe sei es auch hier erlaubt, den Klappentext zu zitieren:</p>
<blockquote><p>Zwei frisch promovierte Geologen kommen im September 1935 nach Südwestafrika, forschen im Naukluftgebirge und suchen Wasserstellen für die Farmer. Henno Martin und Hermann Korn lieben die Namib, nach Deutschland zieht sie nichts zurück, und angesichts der heraufziehenden Probleme in Europa werden sie sich einig: Wenn es Krieg gibt, ziehen wir in die Wüste.</p></blockquote>
<p>Die &#8220;freiwillige&#8221; Robinsonade der beiden Herren ist ein wunderbarer Exkurs über das Leben in Extremsituationen. Zu den detaillierten Geschichten von Jagd und Tierwelt, Hunger, Durst und witterungsbedingtem Ungemach kommen philosophische Diskussionen über Gott und die Welt. Letztlich gelingt es Henno Martin und Hermann Korn zwei Jahre lang, sich mit Erfolg in der Namib zu verstecken &#8211; dann jedoch erkrankt letzterer lebensbedrohlich. Es folgt die Rückkehr in die Zivilisation &#8230;</p>
<p>Dieses Buch ist ein ästhetischer Genus im Ganzen &#8211; von daher gilt die unbedingte Leseempfehlung meinerseits. </p>
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		<title>Nachlese: Mark Twain Google Doodle</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 17:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Twain]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut, es ist schon einige Tage her, dass Google den verehrten Mark Twain (geboren am 30. November 1835) ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="http://www.rappelsnut.de/wp-content/uploads/2011/12/gdmt.jpg" alt="" title="gdmt" width="550" height="232" class="alignnone size-full wp-image-21303" /></figure>
<p>Gut, es ist schon einige Tage her, dass Google den verehrten Mark Twain (geboren am 30. November 1835) mit diesem schön anzuschauenden Tom-Sawyer-Doodle ehrte &#8230; Es soll hiermit trotzdem erwähnt sein &#8211; ist diese Lausbubengeschichte doch eine außergewöhnlich gute Geschichte.</p>
<p>Apropos: ich habe nicht nur allerhand nachzulesen, sondern auch nachzuschauen. Wie steht es um den Film, der seit dem 17.11. im Kino läuft &#8211; lohnt sich der Besuch?</p>
<p>(<a href="http://www.winterkind.net/wp1/?p=2031">via</a> <a href="http://www.tagseoblog.de/google-ehrt-mark-twain-mit-tom-sawyer-doodle">via</a>)</p>
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		<title>J. R. R. Tolkien: &#8220;Die Kinder Húrins&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 08:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunterbunt]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelerde]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gelesen: &#8220;Die Kinder Húrins&#8221; von J. R. R. Tolkien. Das Geschichte spielt in düsterer Vorzeit, sprich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gelesen: &#8220;Die Kinder Húrins&#8221; von J. R. R. Tolkien.</p>
<p>Das Geschichte spielt in düsterer Vorzeit, sprich zu den &#8220;Ältesten Tagen&#8221; Mittelerdes und ist damit zeitlich lange vor dem &#8220;Herrn der Ringe&#8221; angesiedelt. J.R.R. Tolkien hat das Werk nicht vollenden können &#8211; sein Sohn Christopher Tolkien hat die verschiedenen Fragmente der Erzählung nun in einem Epos vereint.</p>
<p>Erzählt wird die traurige Geschichte von Túrin Turambar und Nienor. Sie sind die Kinder Húrins, eines Menschen, der an der Seite der Elbenkönige steht und in der &#8220;Schlacht der ungezählten Tränen&#8221; lebend in die Hände Morgoths gerät. Da Húrin jedwede Auskunft zur verborgenen Stadt Gondolin verweigert, werden er und seine Familie von Morgoth verflucht &#8230;</p>
<p>Das Werk ist nicht einfach zu lesen. Die schiere Unendlichkeit der handelnden Personen und erwähnten Länder, in Summe mit dem teils biblische Tonfall macht den Einstieg nicht gerade leicht. Als eingefleischter &#8220;Herr der Ringe&#8221; Freund, der jedoch an den Zusammenhängen interessiert ist, habe ich mich diszipliniert in die Geschichte hineingelesen, die in ihrer fortschreitenden Entwicklung dann auch &#8220;Fahrt aufnimmt&#8221; und zum abschließenden Erkenntnisgewinn beiträgt.</p>
<p>Dazu muss die Ausgabe als solche gelobt werden: das edle Cover und die wunderschönen Illustrationen von Alan Lee bereichern das Lesevergnügen ungemein. Im Anhang finden sich weitere Erklärungen des Autors, ein Stammbaum und eine Namensliste sowie eine erläuternde Karte.</p>
<p>Fazit: Freunde des HdR, die auch schon den &#8220;Kleinen Hobbit&#8221; kennen und sich nun tiefer in die komplexe Theorie von Tolkiens Sagenwelt hineinlesen möchten sei die Lektüre empfohlen. Menschen, die etwa nur die Filmversion kennen, werden schnell überfordert sein und sollten die Finger davon lassen.</p>
<p>Weiterführender Verweis: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kinder_Húrins" target="_blank">&#8220;Die Kinder Húrins&#8221;</a> (Wikipedia).       </p>
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		<title>Marlen Haushofer: Die Wand</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunterbunt]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gelesen: &#8220;Die Wand&#8221; von Marlen Haushofer. Der Roman erschien 1963 und gilt gemeinhin als das Hauptwerk ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="http://www.rappelsnut.de/wp-content/uploads/2011/03/buch.jpg" alt="" title="buch" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-15372" /></figure>
<p>Ich habe gelesen: <strong>&#8220;Die Wand&#8221;</strong> von Marlen Haushofer.</p>
<p>Der Roman erschien 1963 und gilt gemeinhin als das Hauptwerk der verehrten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marlen_Haushofer">Marlen Haushofer</a> (1920-1970), einer österreichischen Schriftstellerin, deren Werk nach etlichen Jahren des Vergessens aktuell wieder mit Aufmerksamkeit bedacht wird.</p>
<p>Erzählt wird die Geschichte eines isolierten Lebens im Wald.</p>
<blockquote><p>Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf &#8211; und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmitten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein &#8230; (Klappentext)</p></blockquote>
<p>Eine eindrucksvolle, desillusionierende Robinsonade aus dem vergangenen Jahrhundert, die zu lesen sich lohnt.</p>
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		<title>Soldaten</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 22:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gelesen: &#8220;Soldaten&#8221; Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben &#8211; von Sönke Neitzel und Harald Welzer. Soldaten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="http://www.rappelsnut.de/wp-content/uploads/2011/03/buch.jpg" alt="" title="buch" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-15372" /></figure>
<p>Ich habe gelesen: <strong>&#8220;Soldaten&#8221; <em>Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben</em></strong> &#8211; von Sönke Neitzel und Harald Welzer.</p>
<p>Soldaten reden mit Soldaten, über das Erlebte im Krieg, über Waffentechnik oder über die Judenvernichtung. Sie fühlen sich sicher im Gespräch, denn sie sprechen nicht mit Zivilisten, sondern ihresgleichen &#8211; Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und gleichem Referenzrahmen.</p>
<p>Was sie nicht wissen: ihre Gespräche werden abgehört.</p>
<p>Der Historiker Sönke Neitzel las zufällig von den Abhöraktionen der Briten und Amerikanerern, die den deutschen Gefangenen mögliche strategische Informationen ablauschen wollten. Er spürte der Sache nach und stieß auf 150 000 Seiten derartiger, noch erhaltener Protokolle. Gemeinsam mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer hat der Historiker die Dokumente ausgewertet und legt nun mit diesem Buch <em>erstmals eine überzeugende Mentalitätsgeschichte der Wehrmacht</em> (Klappentext) vor.</p>
<p>Wer bis dato tatsächlich noch dem Irrglauben einer &#8220;sauberen&#8221; Wehrmacht anhing, sollte spätestens nach der (oftmals schockierenden) Lektüre eines Besseren belehrt sein. Die Autoren haben die Gespräche meines Erachtens nach sehr gut analysiert, verweisen immer wieder auf die historischen Zusammenhänge und ziehen Vergleiche mit der heutigen Situation der Soldaten in den aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen &#8211; etwa in Afghanistan oder im Irak &#8211; hinzu.</p>
<p>Ein gutes, ein wichtiges Buch für alle am Thema Interessierten, dessen Lektüre hiermit ausdrücklich empfohlen sei.</p>
<p>(&#8220;Soldaten&#8221; ist im S. Fischer Verlag erschienen und kostet 22,95 Euro.)</p>
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		<title>Lust auf Lektüre</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 08:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was die Lust auf eine gewiss höchst interessante Lektüre meint &#8211; die bis dato allerdings noch nicht verlegt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die Lust auf eine gewiss höchst interessante Lektüre meint &#8211; die bis dato allerdings noch nicht verlegt worden ist. Die Rede ist vom &#8220;Tagebuch eines frommen Ketzers&#8221; &#8211; einer Autobiografie.</p>
<p>Zur Erläuterung: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Janosch">Janosch</a> (eigentlich Horst Eckert) &#8211; seines Zeichens ein in deutschen Landen hinreichend bekannter Illustrator, Kinderbuchautor und Schriftsteller &#8211; hat dem &#8220;<a href="http://www.freitag.de/" target="_blank">Freitag</a>&#8221; vor nicht allzu langer Zeit ein wunderschönes und <a href="http://www.freitag.de/alltag/1110-meine-wahrheit-ist-jeden-tag-eine-andere" target="_blank">hier</a> nachzulesendes Interview gegeben (danke für <a href="http://ostblog.wordpress.com/2011/03/16/kinderbuchautor/">den Hinweis</a>!). Darin spricht der überaus sympathische Eigenbrötler kluge Worte über das Malen und Schreiben, eine <em>saumäßige, grauenhafte</em> Kindheit, seine Freundschaft mit Gott und den ganzen Rest auch &#8211; unbedingte Leseempfehlung! Das Interesse ist geweckt und es scheint mir nun angebracht, mehr zu erfahren &#8211; Empfehlungen sind also durchaus willkommen.</p>
<p>Wie bekannt sind neue Bücher vom Autor leider nicht mehr zu erwarten, kündigte er doch schon vor einem knappen Jahr an, fortan nur noch &#8220;reisen und in der Hängematte liegen&#8221; zu wollen &#8211; zudem hält er sich für unbegabt. Und damit kommen wir auf die noch nicht erschienene Autobiografie zurück &#8230;</p>
<p>Bis heute hat sich kein Verleger gefunden, warum auch immer &#8211; die Gründe der Verweigerung bleiben unklar und bieten Raum für Spekulation. Erschienen ist bisher nur das erste Kapitel, welches <em>2005 ins Polnische übersetzt und nach dem Besuch des Schriftstellers in Oberschlesien in der größten polnischen Zeitung Gazeta Wyborcza veröffentlicht wurde. In diesem einen veröffentlichten Kapitel rechnet Janosch kritisch mit seiner konservativen schlesischen Familie ab</em> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Janosch#Leben">Wikipedia</a>).</p>
<p>Ich würde dieses eine Buch gerne noch zu Lebzeiten des verehrten, sonderbaren Kauzes in den Händen halten.</p>
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		<title>Gelesen und hiermit erwähnt</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 09:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rappel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunterbunt]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben vielem anderem hat der mensch in den letzten Wochen zwei Romane gelesen, die hiermit kurz erwähnt sein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="http://www.rappelsnut.de/wp-content/uploads/2011/03/buch.jpg" alt="" title="buch" width="600" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-15372" /></figure>
<p>Neben vielem anderem hat der mensch in den letzten Wochen zwei Romane gelesen, die hiermit kurz erwähnt sein sollen.</p>
<h3>&#8220;Die Bücherdiebin&#8221; von Markus Zusak</h3>
<p>Die Handlung spielt in den Jahren des Zweiten Weltkriegs. Erzählt wird die Geschichte einer Jugend im Dritten Reich &#8211; die der Liesel Meminger. Das Mädchen verlor schon im Alter von neun Jahren ihre Familie und wächst bei Pflegeeltern in Molching bei München auf. Bei der Beerdigung ihres Bruders stahl sie ein erstes Buch, das „Handbuch für Totengräber“, und lernt mit diesem das Lesen und Schreiben. Sie wird weitere Bücher entwenden, und jedes einzelne ist auf seine Weise wichtig für Liesel &#8230;</p>
<p>Bemerkenswert ist die Figur des Todes, die hier als Ich-Erzähler auftritt und eine ausgesprochen symphatische Rolle innehat: er ist tatsächlich ein Freund. Ein Freund, der tröstet, und der Menschen mag, die Bücher lieben.</p>
<p>&#8220;Die Bücherdiebin&#8221; ist ein ungewöhnlich erzählter und ein ganz und gar wundervoller Roman. Von daher die unbedingte Leseempfehlung &#8211; das Buch ist ein Juwel!</p>
<h3>&#8220;Die Unperfekten&#8221; von Tom Rachman</h3>
<p>Ein Journalistenroman. Erzählt wird der Niedergang einer internationalen Tageszeitung mit Sitz in Rom. Die Betroffenen werden in einzelnen Episoden geschildert, dazwischen immer wieder die Retrospektive &#8211; auf die Gründerjahre, die Erfolge und später das drohende Ende. Selbiges kommt schier unausweichlich daher und ist mit zweierlei Ungemach begründet: Konjunkturprobleme (stetig sinkende Auflage, Konkurrenz durch die Nachrichtenkanäle im TV und natürlich das Internet), sowie dem fatalen Desinteresse des Erben.</p>
<p>Eine traurige und deprimierende Geschichte, mit der ich nichtwirklich warm geworden bin &#8211; von daher nur die bedingte Empfehlung meinerseits.</p>
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