Beiträge mit dem Stichwort Lesen

Kampf um Kobanê

Ich habe gelesen: „Kampf um Kobanê: Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens“. Herausgeber dieses Sachbuches ist der Politikwissenschaftler und Journalist Ismail Küpeli. Der vorliegende Sammelband vereint insgesamt elf Texte verschiedener Autor_innen, die sich allesamt der Aufarbeitung und Analyse der jüngsten Ereignisse um die Verteidigung der syrisch-kurdischen Stadt Kobanê widmen. Ihr erinnert euch gewiss – die Schlacht um Kobanê erlangte vor Jahresfrist weltweite mediale Aufmerksamkeit. Um das Geschehen als solches und auch im Kontext der regionalen Gesamtsituation wirklich zu verstehen, muss der Bogen allerdings etwas weiter gespannt werden – was… Weiterlesen

David Lagercrantz: Verschwörung

Ich habe gelesen: „Verschwörung“ von David Lagercrantz. Lisbeth Salander und Michael Blomqvist, die Millennium-Trilogie – Sie wissen schon. Ich habe Stieg Larsson Meisterwerk mit Begeisterung gelesen und auch an der Verfilmung (mit Michael Nyqvist und Noomi Rapace) viel Freude gehabt. Wir wissen: der Autor konnte den Erfolg seiner Bücher leider nicht mehr erleben – er starb anno 2004 mit nur fünfzig Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Für Schlagzeilen sorgte nach seinem Tod ein Streit um das Erbe zwischen seinem Vater und Bruder einerseits und der langjährigen Lebenspartnerin Eva Gabrielsson… Weiterlesen

Flake: Der Tastenficker

Ich habe gelesen: „Der Tastenficker – An was ich mich so erinnern kann“ von Christian Lorenz aka Flake. Flake dürfte als Musiker hinreichend bekannt sein – seit 1994 ist er Keyboarder (also Tastenficker) bei Rammstein. Er spielte zuvor bei Feeling B und in zahlreichen Nebenprojekten wie der Magdalene Keibel Combo und Frigitte Hodenhorst Mundschenk. „Der Tastenficker“ (2015, 1. Auflage, handsigniert und nummeriert) als seine erste Publikation ist eine klassische Autobiografie. Ich mag Clowns nicht. Ich mag keine Pantomimen, Kabarettisten und keine Liegeradfahrer. In seinem Buch erzählt er schlicht, wie er… Weiterlesen

Sächsische Heimatbilder

Ich habe gelesen: „Sächsische Heimatbilder“ von Edgar Hahnewald. Edgar William Hahnewald (1884-1961), seines Zeichens Schriftsteller, Redakteur und Illustrator, wanderte fürs Leben gern im Sächsischen und sah sich dabei aufmerksam um. In den 1920er Jahren trat er mit mehreren Reisebüchern an die Öffentlichkeit, die als ein Loblied auf die Heimat und zugleich als wunderbare Dokumentation der Städte und Landschaften verstanden werden dürfen. Er spaziert an der Elbe, schippert die Mulde entlang, genießt die Bergwiesen im Sommer und besucht zur Weihnachtszeit die Dörfer im Osterzgebirge. Seine Wanderungen führten ihn unter anderem nach… Weiterlesen

Drei Hinweise für Pirna

Zum Einen sei der Verweis auf die am kommenden Freitag (24.04.2015) stattfindende Lesung mit Peter Brunnert erlaubt, welche pünktlich um 19.00 Uhr im Uniwerk (Alte Feuerwache) beginnen wird. Peter Brunnert – seines Zeichens Kletterer und Autor – genießt mit seinen zwei Sachsenbüchern Klettern ist sächsy! und Die spinnen, die Sachsen! Kultstatus im Sächsischen – und das mit Recht. Ist Bergsteigen mehr als Sport? Oder einfach nur bekloppt? Was kann dabei so alles schiefgehen? Und was hat das alles mit Reinhold Messner zu tun? Der Freitagabend verspricht also ein sehr unterhaltsamer… Weiterlesen

Dorfpunks

Rocko Schamoni – seines Zeichens Entertainer, Musiker, Autor, Schauspieler und Clubbetreiber – schildert in DORFPUNKS seine Jugenderinnerungen als Dorfpunk Ende der 1970er/ Anfang der 1980er Jahre. Ort der Handlung ist das fiktive Schmalenstedt (gemeint ist jedoch Lütjenburg in Schleswig-Holstein). Die Eltern des Protagonisten (beide Lehrer) haben dort ein heruntergewirtschaftetes Bauernhaus erworben und renovieren es. Als Zugezogener darf unser Held sich in das Leben des Dorfes einfügen. Und, soviel sei verraten, es gelingt ihm auch ganz gut. Kühe, Mofas, Bier, Konfirmandenunterricht, Schulstress, Liebeskummer und die tödliche Langeweile [ … ] Doch… Weiterlesen

Die Stille in Prag

Prag, irgendwann in den Jahren nach der Jahrtausendwende. Eine Handvoll Protagonisten, denen der Sinn ihres Lebens abhanden gekommen ist. Petr etwa, der nach seinem abgebrochenen Studium bei der Straßenbahn arbeitet und um seine große Liebe trauert. Bei der Arbeit hört er am liebsten die kongenialen Joy Division – sein Hund Malmö begleitet ihn stets im Führerhaus. Dazu die junge Punkerin Vanda, die sich fest vorgenommen hat, anlässlich ihres 18. Geburtstages endgültig mit dem Koksen aufzuhören. Das wäre dann also in genau einem Monat. An allem ist der Lärm schuld. Das… Weiterlesen

Vom Ende des Punks in Helsinki

Ole war früher Punk und sogar ein wenig erfolgreich mit seiner damaligen Band. Das war irgendwann in den späten 80ern und zu Beginn der 90er Jahre. Heute ist er 40 und betreibt das »Helsinki«, die letzte normale und großartig versiffte Bar in einer namenlosen kleinen Braunkohlestadt im Osten. Dort darf geraucht werden und neben einer deftigen Soljanka werden Eier in Senfsoße und Rollmöpse serviert. Ab und an zeigt Ole im Hinterzimmer frivole Filme aus den 20er Jahren. Punk’s dead, but something’s still alive.Vieles ist ihm nicht geblieben – eine Handvoll… Weiterlesen

Neues aus Neuschwabenland

Ich habe gelesen: „Neues aus Neuschwabenland“ von Alex Jahnke. Und um es gleich kurz und knackig auf den Punkt zu bringen: ich hätte mehr erwartet und kann nur bedingt zur Lektüre dieser 228 Seiten raten. Dabei birgt das Thema – eine von Nazis bevölkerte Ufo-Basis am südlichsten Punkt der Erde – enormes Potential. Reichsflugscheiben, Vril (die geheimnisvolle kosmische Energie) – Verschwörungstheoretiker der ganzen Welt horchen auf bei diesen Dingen. Und natürlich habe ich auf eine IRON SKY ähnliche Persiflage gehofft, auf ein wunderschön absurdes und komisches Szenario zur Thematik. Dem… Weiterlesen

Dig, Dag, Digedag

Das nenne ich eine Erfolgsgeschichte: 223 Hefte in zwei Jahrzehnten (1955 – 1975), und obwohl die Auflage monatlich mehr als 600.000 Stück betrug, konnte die Nachfrage nie wirklich erfüllt werden. Die Digedags waren auch für mich ein Teil meiner Kindheit – unvergessen die oft vergebliche Hoffnung auf ein Heft am Kiosk, und als dann endlich das Abonnement bestand, waren die drei Kobolde beinahe schon Geschichte. Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen, seines Zeichens der Schöpfer der DDR-Comic-Zeitschrift Mosaik, ist am 8. November im Alter von 89 Jahren in Berlin verstorben. Anlass… Weiterlesen