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Die Stille in Prag

Prag, irgendwann in den Jahren nach der Jahrtausendwende. Eine Handvoll Protagonisten, denen der Sinn ihres Lebens abhanden gekommen ist. Petr etwa, der nach seinem abgebrochenen Studium bei der Straßenbahn arbeitet und um seine große Liebe trauert. Bei der Arbeit hört er am liebsten die kongenialen Joy Division – sein Hund Malmö begleitet ihn stets im Führerhaus. Dazu die junge Punkerin Vanda, die sich fest vorgenommen hat, anlässlich ihres 18. Geburtstages endgültig mit dem Koksen aufzuhören. Das wäre dann also in genau einem Monat. (mehr …)

b_k

Vom Ende des Punks in Helsinki

Ole war früher Punk und sogar ein wenig erfolgreich mit seiner damaligen Band. Das war irgendwann in den späten 80ern und zu Beginn der 90er Jahre. Heute ist er 40 und betreibt das »Helsinki«, die letzte normale und großartig versiffte Bar in einer namenlosen kleinen Braunkohlestadt im Osten. Dort darf geraucht werden und neben einer deftigen Soljanka werden Eier in Senfsoße und Rollmöpse serviert. Ab und an zeigt Ole im Hinterzimmer frivole Filme aus den 20er Jahren. (mehr …)

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Neues aus Neuschwabenland

Ich habe gelesen: “Neues aus Neuschwabenland” von Alex Jahnke. Und um es gleich kurz und knackig auf den Punkt zu bringen: ich hätte mehr erwartet und kann nur bedingt zur Lektüre dieser 228 Seiten raten.

Dabei birgt das Thema – eine von Nazis bevölkerte Ufo-Basis am südlichsten Punkt der Erde – enormes Potential. Reichsflugscheiben, Vril (die geheimnisvolle kosmische Energie) – Verschwörungstheoretiker der ganzen Welt horchen auf bei diesen Dingen. Und natürlich habe ich auf eine IRON SKY ähnliche Persiflage gehofft, auf ein wunderschön absurdes und komisches Szenario zur Thematik. Dem wurde der Autor jedoch nur im Ansatz gerecht. (mehr …)

ddd

Dig, Dag, Digedag.

Das nenne ich eine Erfolgsgeschichte: 223 Hefte in zwei Jahrzehnten (1955 – 1975), und obwohl die Auflage monatlich mehr als 600.000 Stück betrug, konnte die Nachfrage nie wirklich erfüllt werden. Die Digedags waren auch für mich ein Teil meiner Kindheit – unvergessen die oft vergebliche Hoffnung auf ein Heft am Kiosk, und als dann endlich das Abonnement bestand, waren die drei Kobolde beinahe schon Geschichte. (mehr …)

b_k

Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

Ich habe gelesen: “Das geraubte Leben des Waisen Jun Do” von Adam Johnson.

So richtig vermag wohl niemand von uns einzuschätzen, wie der Alltag für die Menschen in Nordkorea aussieht. Wer allerdings diesen Roman gelesen hat, kommt der Thematik ein gutes Stück näher, denn “Das geraubte Leben des Waisen Jun Do” ist ein Nordkorea-Roman. Der Amerikaner Adam Johnson recherchierte sechs Jahre lang für dieses Werk, sprach mit Flüchtlingen und reiste in das abgeschottete Land, um sich ein genaueres Bild zu machen. (mehr …)

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Vor allen Dingen war ich ein Kind

Ich habe gelesen: “Vor allen Dingen war ich ein Kind – Erinnerungen eines jüdischen Jungen aus Pirna” von Esra Jurmann.

Esra Jurmann wurde am 20.05.1929 als Sohn eines jüdischen Kaufmannes in Pirna geboren. Als Kind erlebte er die Schrecken des Nationalsozialismus und schrieb diese nieder. Die Notizen gelangten in die Hände des Historikers Hugo Jensch, und diesem ist es letztlich zu verdanken, dass die Erzählung einen Verleger fand und anno 2008 erscheinen konnte. (mehr …)