Die „Große afrikanische Reise“
Schlagt nach unter Jo Jastram …
Schlagt nach unter Jo Jastram …

Ich komme nicht umhin, hiermit auf diese großartigen Social Media Propaganda Poster von Aaron Wood zu verweisen. Leider sind sie in seinem Store bereits ausverkauft – zu schade, denn ich würde sofort kaufen. Continue reading

Äußerst filigran und zerbrechlich wirken diese Arbeiten von Lorenzo Duran.
Der Mann sammelt Blätter von Bäumen und Sträuchern, wäscht und trocknet diese, um sie dann zu beschneiden. Seine Technik basiert dabei auf historischen Studien des Papierausschnitts in China, Japan, Deutschland und der Schweiz.
Wer schon einmal ein Hebarium angelegt und gepflegt hat, wird wohl eine Vorstellung davon haben, wie schwierig es ist, derart filigran zu Werke zu gehen.
Bild © Lorenzo Duran (via)

Unverhofft kam ich heute zu einigen Stunden Aufenthalt in Chemnitz, ein Angebot, das ich nur zu gerne annahm. War ich doch, von zwei schnellen Theaterbesuchen einmal abgesehen, noch nie so richtig in dieser „Stadt der Moderne“ – und wollte doch wenigstens einmal den “Nischel” im Original gesehen haben. Haben Sie eigentlich schon gewusst, dass eben dieser Bronze-Schädel zum Einen die größte Porträtbüste der Welt und zum Anderen der zweitgrößte freistehend modellierte Kopf der Welt nach der ägyptischen Sphinx (Wikipedia) ist? Ein Superlativ, der im Realen dann jedoch weit weniger beeindruckt, als zuvor gedacht…
Es folgte ein Spaziergang durch das Zentrum der Stadt: der “Rote Turm”, das sehenswerte Doppelrathaus und der Theaterplatz natürlich. Viele Plattenbauten, Beton und Glass prägen das Stadtbild – das Stadtzentrum wurde in den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges beinahe zur Gänze zertrümmert und der anschließende Wiederaufbau hatte vor allem das schnelle Schaffen von Wohnraum zum Zweck.
Dazu dann die üblichen, stereotypen Einkaufspassagen der Neuzeit – wir wurden schnell pflastermüde und sahen zu, zum Abschluss unserer Visite (und in gebotener Ruhe) dem “Museum Gunzenhauser” unsere Aufwartung (nach Empfehlung – Dank!) zu machen.

Hier wird seit dem 1. Dezember 2007 die legendäre Sammlung des Münchner Kunsthändlers Alfred Gunzenhauser (welche 2.459 Werke von 270 Künstlern des 20. Jahrhunderts umfasst) präsentiert. 300 davon werden in der Dauerausstellung präsentiert: Otto Dix (das Haus beherbergt die weltweit größte Otto Dix-Sammlung in einem öffentlichen Museum), Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter, Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel seien hier stellvertreten für viele weitere, nahmhafte Künstler genannt.
Der Besuch des Hauses lohnt also – entsprechendes Interesse vorausgesetzt – unbedingt.


































Hiermit nun der dritte und vorerst letzte Beitrag zum Thema …
Im Fazit kann ich sagen, dass es für uns ein rundum gelungener Nachmittag war. Trotz des anfänglich trüben Wetters trafen wir auf zunehmend mehr Leute, die es uns gleichtaten und neugierige Blicke in die gewohnten und ungewohnten – weil improvisiert und nur für diesen einen Tag genutzten – Ausstellungsräume warfen.
Zu sehen gab es zahlreiche Werke in den unterschiedlichsten Techniken. Am interessantesten für mich: die in der Fronfeste ausgestellten und ob ihrer Ausführung faszinierenden Bilder des Reutlinger Künstlers Jochen Görlach, die Theatermalereien im Uniwerk und natürlich das immer wieder eindrucksvolle Schaffen des Hernando Leon.
Zusätzlich aufgewertet wurde dieser Tag durch die Anwesenheit eines guten Freundes aus Dresden – ein angenehmes Kaffeekränzchen im Lieblingscafé eingeschlossen – und die abschließende Elektro-Performance im Uniwerk (Bureaumaschine: ein starker Auftritt in gediegener Club-Atmosphäre – du hättest gestaunt).
Dazu wie gehabt ein Bilderreigen. Aufgrund der meist schwierigen Lichtverhältnisse habe ich mich für einen körnigen Schwarzweissfilm entschieden und meine, das trifft die Stimmung dieses Tages so ganz gut …
In der Schmiedestraße zu Pirna ist nun schon seit einigen Tagen die alljährliche Straßengalerie zu sehen. Anlass dessen ist der kommende Tag der Kunst – ich schrieb erst kürzlich hier im Blog darüber.
Auf 400 Straßenmetern werden hier 20 Werke diverser Künstlerinnen und Künstler präsentiert, als da wären Brigitta Arnold, Bernd Fenk, Dietmar Gubsch, Christoph Hampel, Heike Küchler, Volker Lenkeit, Hernando Leòn, Petra Lorenz, Elke Paul, Margarita Pellegrin, Uwe Peschel, Rainer Schwarz, Ute Nitzsche, Christopher Simpson und Sebastian Lachnitt.















Nicht alle Arbeiten sind signiert, so dass eine namentliche Zuordnung mitunter schwerfällt. Zudem habe ich auch nicht die komplette Galerie fotografiert, schließlich soll dieser Eintrag vor allem Interesse wecken und euch zu einem Bummel durch die Pirnasche Altstadt ermuntern. Wer es also ganz genau wissen möchte, schaut sich die verlinkten Bilder in hoher Auflösung drüben bei flickr an und sucht dort nach der Signatur.
Und noch eines: die Werke sind käuflich zu erwerben – allesamt – auch der großartige “León” (Hernando León ist ja so etwas wie der “Vater” des Tages der Kunst in Pirna).
Wieder ein wohlmeinender Veranstaltungshinweis im Vorfeld… Ich rühre hier gerne die Werbetrommel, vielleicht fühlen sich ja einige der Leserinnen und Leser – etwa aus der Landeshauptstadt – angesprochen und kommen zu einer Stippvisite in die alte Stadt an der Elbe.
Kurzum: am kommenden Samstag, dem 02.07.2011, findet in Pirna der 10. Tag der Kunst statt. Von 12.00-20.00 Uhr präsentieren sich dann an 16 verschiedenen Ausstellungsorten in der Altstadt rund 5o Künstler. Die Angebote sollen nicht nur Erwachsene erreichen, Kinder und Jugendliche können ebenfalls die verschiedensten künstlerischen Techniken selbst auszuprobieren.
Der Abend wird mit einer Tanzperformance (21.45 Uhr im Friedenspark) ausklingen, anschließend darf im “Uniwerk” zu handgemachter elektronischer Tanzmusik ordentlich abgehottet werden …
An den Hauptveranstaltungsorten – in der Schmiedestraße und am Plan – wird es außerdem Livemusik, Theater, Kaffee, Kuchen und Kulinarisches geben.
Verweis (mit Programm): 10. Tag der Kunst – Samstag 2.7.2011 ab 11.00 Uhr.

Nur knappe neun Kilometer elbaufwärts (von Pirna), am linkselbischen Hang bei Wehlen, ist das Robert-Sterl-Haus zu finden. Es ist als solches eines der wenigen original erhaltenen Künstlerwohnhäuser in Deutschland, dessen Besuch hiermit unbedingt empfohlen sei.

Der sächsische Maler und Kunstakademieprofessor Robert Hermann Sterl (1867–1932) war zweifellos einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus. Gefragt war er vor allem als hochtalentierter Porträtist, widmete sich aber auch mit Erfolg der Landschaftsmalerei und diversen Illustrationen. In Dresden geboren und aufgewachsen, blieb er seiner Heimatstadt stetig verbunden – zog sich jedoch anno 1919 nach Naundorf in die Sächsische Schweiz zurück, wo er am 10. Januar 1932 verstarb.
Sein Wohn- und Atelierhaus (mit Garten, in dem sich auch die schlichte Grabstelle der Eheleute findet) in Naundorf ist heute ein Museum. Gezeigt wird das zum Großteil erhaltene Interieur der Jahrhundertwende (mit Bibliothek) sowie diverse Ausstellungsstücke und Werke aus dem umfangreichen persönlichen und künstlerischen Nachlass Robert Sterls.
Mir gefallen dabei vor allem die farbenfrohen und lichtdurchfluteten russischen Reiseimpressionen sowie diejenigen Werke, in denen sich der Künstler der authentischen Abbildung der schweren Arbeit der Steinbrecher in den Steinbrüchen des Elbsandsteingebirges widmete.
Ebenfalls sehr eindrucksvoll ist die Studie der Elbebaggerer – das Original ist meines Wissens nach in Dresden (“Alte Meister”?) zu finden. Dazu muss man wissen, dass vor gut einhundert Jahren die Fahrrinne der Elbe von Hand “ausgebaggert” wurde – mit an langen Stangen befestigten Schöpfkellen.

Robert Sterl: Elbebaggerer, 1905
Für weitergehende Informationen, Öffnungszeiten und die Anreise empfehle ich den Besuch der ausführlich gestalteten Webseite des Robert-Sterl-Hauses.
A Portrait of Christ from Jeremy Cowart on Vimeo.
Jeremy Cowart, seines Zeichens amerikanischer Fotograf und Photoshopkünstler par excellence, zeigt uns hiermit, was geht. (via)
Interesse geweckt? Dann solltet ihr euch – genügend Zeit und Muße vorrausgesetzt – einmal das Portfolio des Mannes anschauen.
Frohe Rest-Ostern wünsche ich …
Ja gut, die Sau wurde bereits durch das Dorf getrieben. Der mensch war allerdings einige Tage im Off und würde nur ungern auf diesen Verweis verzichten …
Was wir also schon immer wissen wollten: wie sehen Webseiten eigentlich von hinten aus?
Das Tumblr-Blog Back of a Webpage – ein Projekt von Jeff Lam und Josephine Yatar – zeigt es uns auf anschauliche Weise und hat sich dabei – natürlich – erst einmal den Platzhirschen gewidmet. So bekommen wir einen amüsanten Eindruck dessen, wie denn die Seiten von Apple, Facebook, Google und flickr von hinten ausschauen könnten.
Dabei ist das Konzept der Twitter-Rückseite auch mein klarer Favorit … (via)