SCHERBEkontraBASS – das sind Marius del Mestre (Gitarre und Gesang) sowie Akki Schulz am Kontrabass. Sie spielen die Songs von Rio Reiser und Ton Steine Scherben und waren gestern mit ihrem Programm in Pirna zu Gast.
Marius del Mestre war als ehemaliger Rhythmusgitarrist das jüngste Bandmitglied der Ton Steine Scherben (von 1980 – 1984, zuvor bei Tempo). Derzeitig ist er Sänger und Gitarrist in der TON STEINE SCHERBENFamily, die seit 2004 in verschiedenen Besetzungen auf den Bühnen dieser Republik anzutreffen ist.
Akki Schulz ist Kontrabassist mit klassischer Ausbildung und Berufserfahrung, der eines guten Tages seine Stelle im Opernhaus Halle kündigte und sich der Beatmusik verschrieb. Derzeit ist er (neben diesem Projekt) als Bandleader mehrerer Jazz und Weltmusik-Projekte unterwegs (aktuell: Akkitation Arkestra).
Die beiden fanden sich vor knappen zwei Jahren zum Duo zusammen, haben sich auf inzwischen mehr als 120 Konzerten erfolgreich präsentiert und veröffentlichen in jedem Jahr eine CD im Eigenverlag. Das gestrige Konzert hier vor Ort (im Q24) hat mir außerordentlich gut gefallen.
Im Gegensatz etwa zu der perfekt inszenierten Rio-Reiser-Show des Jan Plewka (dessen Interpretation im vergangenen Januar in Dresden mich mit zeitlichem Abstand zunehmend abstößt) spielen SCHERBEkontraBASS die Songs erfrischend lebendig und natürlich. Ab und an eine hübsche Anekdote, jedoch nicht ohne den gebotenen Ernst – gerade auch mit Blick auf die aktuellen Ereignisse in Fresenhagen.
Akki Schulz setzte mit seinem gewaltigen Instrument wunderbare Akzente und trug somit zu einer bis dato nicht gehörten, aber um so mehr gelungenen Interpretation dieser Lieder bei, der zu Recht mit reichlichem und herzlichem Applaus gedankt wurde.