Tag Archives: Gesellschaft

Grundeinkommen

Schon komisch, daß mensch erst jetzt auf den Film aufmerksam geworden ist. Aber egal, es ist mir ein außerordentliches Vergnügen für das Thema an dieser Stelle die Werbetrommel zu rühren. Auf die Frage nach dem Warum, Weshalb und Wieso sei es erlaubt die attac.at-Community zu zitieren (ihr habt es so schön auf den Punkt gebracht):

Alle Menschen haben ein unveräußerliches Recht auf Leben und auf soziale Teilhabe. Es gibt daher ein unbedingtes Recht auf Lebensmittel und auf Wohlstand. In einer Marktwirtschaft sind Lebensmittel und Wohlstand nur über Geld zugänglich. Unter diesen Bedingungen ergibt sich ein bedingungsloses Recht auf Grundeinkommen. Massenarbeitslosigkeit und Prekarisierung machen heute eine Entkoppelung von Arbeit und Lebensunterhalt unausweichlich. Die enorme Produktivität unserer Gesellschaft ermöglicht sie problemlos. >>

Ein Grundeinkommen ist sehr wohl möglich – bedingungslos für alle – wenn wir wissen warum. Um die Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen zu verstehen müssen wir uns informieren, und eben dies ist das Anliegen dieser Dokumentation. Ihr könnt euch den Film im Netz anschauen, komplett herunterladen (incl. DVD Booklet) oder natürlich auch das Original kaufen.

“Es ist ein kleiner, kluger Film über den Zustand unserer Welt. Eine Art Sendung mit der Maus, die zu erklären versucht, wie das Grundeinkommen funktioniert, wer es finanzieren und was es bewirken könnte.” Mikael Krogerus, brand eins

Weiterführende Verweise zum Thema:

58 Prozent Verweigerer

Laut einer repräsentativen Befragung der Stiftung für Zukunftsfragen der British-American Tobacco aus Hamburg sind 58 Prozent der Bundesbürger im Alter ab 14 Jahren “Nichtnutzer/ Verweigerer”, und nur 42 Prozent surfen mindestens einmal pro Woche im Netz.

“Privat liegen die meisten Bundesbürger lieber vor dem Fernseher auf der faulen Haut. Alles braucht seine Zeit – die Zukunft der Informationsgesellschaft auch: Die euphorische Prognose der Medienbranche ‘Web frisst Fernsehen’ kann weiterhin auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden … Sie finden sich im Angebotsdschungel kaum zurecht und bleiben beim Altbekannten: Sie konsumieren lieber passive TV-Angebote, als nach Feierabend wirklich aktiv zu werden.”

(Umfrage: 58 Prozent der Deutschen gehen privat nie online)

Hmm, wenn ich mich so umschaue – im näheren und weiteren Umfeld auch – dann kann ich kann diese Aussage durchaus bestätigen. Und muß mich also auch nicht weiter wundern – gelegentlich – ob dieser verbreiteten Unlust und Unwissenheit am und über das Netz.

Wie auch immer – vielleicht sollten wir dieses AHA-Erlebnis zum Anlass nehmen um einmal das eigene Nutzungsverhalten zu analysieren: wo lese ich was, welche Medien im Off nutze ich überhaupt, wieviel Zeit verbringe ich im Netz und warum tue ich dies überhaupt?

Verweis: “Ich bin dann mal Web – oder auch nicht.” (BAT)

Nichts ist unmöglich?

So scheint es angesichts dieses schier unglaublichen Vorgangs – dem Ausverkauf des Wassers.
Ein erster Probelauf startet im kommenden Jahr in der Türkei. Genauer gesagt geht es dabei um die Überlassung von Quellen, Seen und Flüssen an internationale Konzerne für einen Zeitraum von mindestens 49 Jahren. Wir lesen weiter:

Im März 2009 wird das „Weltwasserforum“ in Istanbul tagen und die Initialzündung für den anschließend geplanten Verkauf der Wasserressourcen in der gesamten Türkei geben. Das “Forum” wird bestimmt vom World Water Council, einem privaten Think-Tank, in dem multinationale Wasserkonzerne in enger Zusammenarbeit mit Weltbank, OECD oder EU, ihre strategischen Interessen vorantreiben.

Mit Recht darf der mensch befürchten, daß dieses üble Geschehen bei Gelingen Schule machen wird. Widerstand tut also not – keine Frage. Am Anfang dessen stehen Information und Aufklärung – mehr zum Thema findet sich auf der attac-Kampagnenseite. Bitte lesen und weitersagen.

Let´s Make Money

Regisseur Erwin Wagenhofer (“We Feed The World“) widmet sich in seinem neuen Film der internationalen Finanzwelt. Er zeigt, dass Geld nicht arbeitet, sondern Menschen. Ob nun die Tagelöhner in Indien, die Baumwollpflücker in Burkina Faso oder auch die Bauarbeiter (Einwanderer zumeist) in Spanien – sie sind es, die unser Geld vermehren, während sie selbst arm bleiben. Logisch und auch für Laien verständlich werden die komplexen Zusammenhänge der globalen Finanzwelt erklärt, dazu frappierende Bilder.

Dieser Film ist ein Pflichttermin. Und er hat Potential, ein ganz Gewaltiges sogar.

“Wenn es einen Film gibt, der eine Revolution auslösen kann, dann ist es dieser!”

… schrieb jüngst die Cinema. Also dann – ab marsch ins Kino, viel Zeit bleibt uns nicht mehr.

Verweis: Let´s Make Money (Filmwebsite)

Versprechen

Barack Obama hat im Wahlkampf ordentlich vorgelegt …

Anbei einige seiner Wahlkampfversprechen, welche die ganze Welt angehen:

  • Die Reduktion des amerikanischen Kohlendioxid-Ausstoß um 80% bis 2050. Ebenfalls will er eine positive Rolle einnehmen, um ein neues weltweites Klimabkommen auszuhandeln, damit das ablaufende Kyoto-Protokoll erneuert werden kann.
  • Ein Abzug aller Kampftruppen aus dem Irak in den nächsten 16 Monaten. Keine Aufrechterhaltung von permanenten Stützpunkten.
  • Klare Richtlinien für eine weltweite Abrüstung von Nuklearwaffen.
  • Die Schliessung von Guantanamo.
  • Wideraufnahme diplomatischer Gespräche mit Staaten wie Iran und Syrien, um Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen.
  • Die Entpolitisierung militärischer Nachrichtendienste, damit Manipulierungen, wie vor dem Irakkrieg, nicht wider vorkommen.
  • Eine Intensivierung der diplomatischen Bemühungen, um die Katastrophe in Darfur zu stoppen.
  • Verhandlung neuer internationaler Handelsabkommen nur wenn Arbeitsschutz- und Umweltschutzgesetze darin enthalten sind.
  • 50 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investieren und bis 2015 1 Million Elektroautos auf die Strasse bringen … >>

Klingt ja alles wunderbar. Was unterm Strich bleibt oder wenigstens ansatzweise realisiert wird – wir werden sehen. Daß der 44. Präsident der Vereinigten Staaten kein leichtes Erbe antritt wissen wir dabei wohl …

Lesenswerter Verweis zum Thema: Das Prinzip Hoffnung.

Hoffnung

Aufatmen und Erleichterung. Wenn sich für uns vor Ort auch kaum etwas ändern wird – ein bissel mehr Hoffnung darf der mensch im weiten Erdenrund jetzt schon haben. Und immerhin bleibt uns die unsägliche Sarah Palin erspart …

(Obama O’s via rebelart.net)

Winterzeit

Habe heute morgen das Haus nach Uhren abgesucht und nur zwei gefunden, welche manuell gestellt werden müssen (Armbanduhr und in der Küche an der Wand). So weit so gut. Weniger schön war die heute ungewohnt zeitig hereinbrechende Dunkelheit, Punkt siebzehn Uhr war es zappenduster, wir waren eben auf dem Heimweg vom Elbsandstein. Doch dazu morgen eventuell mehr …

Der Deutschlandfunk hat einen lesenswerten Artikel zur Zeitumstellung parat. Wir lesen also und fühlen uns sogleich bestätigt:

Besonders die “Nachteulen”, die sowieso schon schwer aus dem Bett kommen, haben Probleme mit den Zeitumstellungen in Frühling und Herbst. Der Körper richtet sich eben nicht nach Schulbeginn oder Stechuhr, er folgt der Sonne und den Genen, egal wie die Gesellschaft den Tag einteilt …

Im Widerstreit der Uhren – Warum die Zeitumstellung wenig bringt (dradio)

Randnotiz?

Zwei tote Bundeswehrsoldaten sind ein Thema, geben vier Tage lang eine wunderbare Schlagzeile (spon). Fünf getöte afghanische Kinder (faz) sind hingegen nur eine einmalige Randnotiz wert. Prioritäten werden eben unterschiedlich gesetzt – je nach Standpunkt und Interessenlage …

Wir sollten einen Zeitplan aufstellen, der sicherstellt, dass spätestens in drei Jahren kein Nato- und kein Bundeswehrsoldat mehr am Hindukusch steht. Die Nato hat in Afghanistan nichts verloren … Der Afghanistankrieg ist ein Terrorzuchtprogramm. Wir verteidigen mit dem Afghanistankrieg nicht unsere Sicherheit am Hindukusch, wir gefährden sie.

*unterschreib*

Verweis: Afghanistan – bleiben oder abziehen? (Dr. Jürgen Todenhöfer)

Bankenkrise

Zur weltweiten Finanzkrise wollte mensch hier eigentlich nichts sagen.
Nur den Verweis auf die Aktions-Seite der “Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen” – den kann ich mir dann doch nicht verkneifen:

Das Casino schließen! Finanzmärkte kontrollieren – jetzt! (mit Unterschriftenliste)

Letztendlich hat schon Bert Brecht die Sache auf den Punkt gebracht …

Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?

(Anno 1928 – in der Dreigroschenoper)

Nachtrag: das Spiel zur Krise.

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