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Wobei ich eigentlich gar nichts zu dieser unsäglichen, paranoiden Diskussion sagen wollte. Langsam wird es allerdings penetrant.

Ich mag Google Earth, und ebenso mag ich den virtuellen Spaziergang via Street View in Google Maps. Ohne diese Angebote wäre das Netz in seiner Vielfalt an Angeboten um einiges ärmer. Und ja – natürlich sollte dabei stets auch ein besonderes Augenmerk auf die Wahrung der Privatsphäre gelegt werden, und natürlich sind die Aktivitäten Google’s stets auch mit einer gehörigen Position Skepsis zu betrachten, wir wissen das – keine Frage. Aber dann bitte maßvoll.

Daher sei es hiermit auch an dieser Stelle noch einmal gesagt: Street View liefert keine Live-Bilder. Autokennzeichen und Gesichter werden automatisch unkenntlich gemacht, und wer sein Haus nicht im Netz sehen möchte kann dies seit heute morgen beantragen.

Anatol Stefanowitsch hat einen wunderbaren Artikel zur Thematik geschrieben, den ich hiermit allen Skeptikern (und Befürwortern) zur Lektüre empfehle.

Beschwerden über Google Street View höre ich derzeit fast wöchentlich von Bekannten und Verwandten … Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.

Die Straße gehört uns allen.

So ist es und so soll es sein – Punkt.

Nachtrag: auch Sascha Lobo spricht gut zum Thema.

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Nach dem – formulieren wir es freundlich: unglücklichen – Abgang Horst Köhlers wird wild spekuliert, wer in vier Wochen dessen Nachfolge im Amt antritt. Der Bitte des Geschäftsführenden Bundespräsidenten Jens Böhrnsen, mit der Suche nach geeigneten Nachfolge-Kandidaten aus Respekt vor dem Amt doch einen Tag zu pausieren, wurde erwartungsgemäß nicht entsprochen. (Feingeist und Taktgefühl stehen seit jeher nicht auf der Agenda von Parteisoldaten, nun ja, das wird wohl niemanden ernsthaft wundern.)

Aber egal – ein neuer deutscher “Grüßaugust” muss her – und das möglichst schnell.

Entgegen ersten Meldungen und Verlautbarungen wird es wohl keine Einigung auf einen geeigneten, überparteilichen Kandidaten geben. Schlimmer noch – letzte Meldungen zum Thema lassen befürchten, dass sich die CDU (mit der konservativen Mehrheit der Bundesversammlung) wohl bei der Neubesetzung des Amtes mit ihrer Wunschkandidatin durchsetzen wird.

In diesem Zusammenhang sei auf zwei Artikel verwiesen, die ein gutes Bild der Ursula von der Leyen abgeben und aufzeigen, wer da jetzt in den so unverhofft frei gewordenen Amtssessel gehievt werden soll.

  1. Ursula von der Leyen: Eine steile Karriere (faz)
  2. Die Karriere der Ursula von der Leyen – „Ein Geflecht aus Intrigen“ (faz)

(Das Ganze via netzpolitik.org.)

Siehe auch: Politisches Leyen-Spiel (telepolis) – allerbestes Lesefutter zum Thema.

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Für die Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich“ der Initiative D21 befragte TNS Infratest 1.014 Personen deutschlandweit zum Internet.

Danach sind zwar 70 Prozent der Deutschen online, aber nur für 26 Prozent derselben sind die digitalen Medien fester Bestandteil des täglichen Lebens. Hernach bleibt also die Mehrheit der geschätzten Mitbürgerinnen- und Bürger außen vor, was die fortschreitende Verlagerung der täglichen Information und Kommunikation in die digitalen Medien betrifft.

35 Prozent der deutschen Bevölkerung gehören zur Gruppe der „Digitalen Außenseiter“, 30 Prozent zu den „Gelegenheitsnutzern“. Lediglich 26 Prozent sind in der digitalen Alltagswelt angekommen. Diese neue Digitale Spaltung zieht sich nicht mehr ausschließlich entlang einer Ausstattungsgrenze, sondern definiert sich im Hinblick auf Kompetenz, Wissen, Nutzungsvielfalt und -intensität sowie der Einstellung gegenüber den digitalen Medien. Auf dieser Basis lässt sich durch die Typologie der Deutschen ein exaktes Bild der digitalisierten Gesellschaft in Deutschland wiedergeben. Sechs Gruppen konnten dabei identifiziert werden.

Diese werden wie folgt definiert:

  • die digitalen Außenseiter (35 Prozent)
  • die Gelegenheitsnutzer (30 Prozent)
  • die Berufsnutzer (neun Prozent)
  • die Trendnutzer (elf Prozent)
  • die digitalen Profis (12 Prozent)
  • und die digitale Avantgarde (drei Prozent).

Die Definition der einzelnen Gruppen ist eine wunderbar aufschlussreiche (und amüsante) Lektüre, die ich den geschätzten Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte: Segmentierung der Digitalen Gesellschaft.

Die eigene Zuordnung sei jedem selbst überlassen …

Quelle: Große Mehrheit der Deutschen ist nicht Teil der digitalen Gesellschaft (Initiative D21).

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Kaum zu glauben – aber das geht. Natürlich nicht immer und in jedweder Hinsicht, in diesem Fall jedoch finde ich das Engagement der Menschen vor Ort durchaus lobens- und nachahmenswert …

Es geht mir explizit um den kalifornischen Anti-Raucher-Feldzug.

Kalifornische Strände und Naturparks sollen zur rauchfreien Zone werden. Dafür stimmte am Montag die Mehrheit der Abgeordneten des US-Westküstenstaats, berichtete die „Los Angeles Times“. Von dem massiven Rauchverbot sind 278 staatliche Parks und Strandgebiete betroffen, ausgenommen sind allerdings Park- und Zeltplätze. Rauchsündern droht eine Strafe in Höhe von 100 Dollar.

Es gibt also durchaus Staaten, in denen der Nichtraucherschutz ernst genommen und glaubhaft voran getrieben wird (gegen den Widerstand der Republikaner – natürlich).

Immerhin, auch in deutschen Landen und hier im Sächsischen gibt es ein Nichtraucherschutzgesetz, welches bei Zuwiederhandlungen gar bis zu 5000 Euro Bußgeld verspricht. Von einem diesbezüglichen Verfahren habe ich jedoch bis dato nie gehört. Zudem wird die systematische Aufweichung der ohnehin nur halbherzigen Gesetzgebung durch CDU und FDP stetig vorangetrieben – die Gründe hierfür können wir uns an fünf Fingern abzählen …

Nun denn: schauen wir einstweilen (mit ein wenig Neid und Bewunderung auch) über den großen Teich und hoffen, dass eines Tages auch hierzulande eine vom gesunden Menschenverstand geleitete Mehrheit für ein umfassendes, vollständiges Rauchverbot im öffentlichen Raum eintritt.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen …

Weiterführender Verweis zum Thema:

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Einmal mehr ein sehr gutes RadioFeature zum Nachhören … (thx)

Wer zielte auf Rudi Dutschke? – Die Chronik eines zweimal angekündigten Todes. (53:31 min.)

Am Gründonnerstag 1968 schoss Josef Bachmann auf den Studentenführer Rudi Dutschke und verletzte ihn schwer. Am Heiligabend 1979 ertrank Dutschke bei einem epileptischen Anfall in der Badewanne – eine Spätfolge des Attentats. Ulrich Chaussy hat in den Stasi-Akten nachgeforscht und Verbindungen des Attentäters in die rechte Szene gefunden. Er hat auch mit Dutschkes Söhnen, seinen Therapeuten und Zeitzeugen gesprochen. (Coproduktion BR/SR)

Das Thema war erst im letzten Jahr in aller Munde, ebenso wie die Ermordung Benno Ohnesorg’s. Nachhören in Ruhe macht Sinn, denn auch hier gilt: nichts wird vergessen, und nichts wird verziehen.

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