Wir lieben Überwachung

Schon klar: ihr habt alle nichts zu verbergen, möchtet in Sicherheit vor den Barbaren aus dem Morgenland leben und überhaupt – das Thema ist doch eigentlich lange durch und erntet bestenfalls noch ein Achselzucken. Gerade darum komme ich nicht umhin, Alexander Lehmanns Animation hier einzubinden und – gemeinsam mit ganz vielen anderen – ausdrücklich zu loben.

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Parteidisziplin

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Punkt eins: am 31. August wählen gehen. Das Nichtwählen öffnet letztendlich Türen und Tore in diesem Land, die besser auf immer verschlossen bleiben. Also lasst uns die kleinere Kröte schlucken.

Punkt zwei: am 11. September gastiert der PARTEI-Vorsitzende im Tom-Pauls-Theater zu Pirna. Ein Pflichttermin.

Liebe ist für alle da!

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Gestern fand auf dem Marktplatz zu Pirna der 3. Christopher Street Day statt. Er ist der wahrscheinlich Kleinste seiner Art in Deutschland und trotzdem und gerade darum unheimlich wichtig für unsere Region – in diesem konservativsten Bundesland der Republik.

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Sich fügen, heißt lügen

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Der Kampf aller gegen alle ist kein Ringen um den Preis der Schönheit, der inneren Freiheit, der Kultur – sondern eine groteske Balgerei um die größte Kartoffel.

~ Erich Mühsam

Theodor Holm Nelson

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Die meisten Menschen sind Idioten, Autorität meist heimtückisch, Gott existiert nicht und alles ist falsch.

~ Theodor Holm Nelson

Georg Schramm. Die Sprache als Waffe.

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Der Mann gastierte jüngst in Dresden. Am vergangenen Dienstag also. Mit “Meister Yodas Ende”, und vor ausverkauftem Großem Haus. Ich hatte das ausgesprochene Vergnügen, dabei zu sein.

Ein Garderobenständer, drei Jacken und drei Alter Egos. Lothar Dombrowski, Oberstleutnant Sanftleben und der Rentner August (SPD). Georg Schramm verkörpert sie alle und erklärt uns die Welt. Spricht von Demenz und Pflege, von Mikrowellen-Kanonen, von Eigenblutvergießen und der arabischen Revolution. Und dass wir die Ehefrau doch besser daheim (was jetzt den Schrebergarten meint), an ihrem Lieblingsplatz zur ewigen Ruhe betten sollten.

Deutschunterricht in Reinstform.

Georg Schramm ist nicht nur einer der schärfsten Vertreter des politischen Kabaretts – er ist der Beste. Für mich, und für viele andere auch. Er ist so gut, dass ich ihn gerne als Bundespräsidenten hätte. Mindestens. Und einige andere auch.

Gelacht wurde auch an diesem Abend. Gelegentlich. Es blieb einem zu oft im Halse stecken, dieses unangemessen glückselige, aufatmende Gelächter. Alles nur Spass? Mitnichten. Zu bitter die Erläuterungen zu Politik und Wirtschaft, zu einfach der erklärte Zusammenhang von Macht und Markt. Das ist kein Kabarett mehr, das ist politische Aufklärung. Weghören geht gar nicht. Die drei Affen, Sie wissen schon. Für diejenigen, die es immer noch nicht begriffen haben. Und für uns, die wir schon bereit stehen, sowieso. Es riecht nach Aufstand, wenn Georg Schramm auftritt, und das ist gut so. Danke dafür.

Ihr solltet euch beeilen, wenn ihr diesen unseren Mann noch einmal live sehen wollt: Ende 2013 – mit seinem 25-jährigen Bühnenjubiläum – wird er seine Tournee als Solo-Kabarettist beenden. Termine finden sich hier.

Danach wird er König in diesem Land.

Hoffentlich.