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Bewusster Einkauf mit Codecheck

Codecheck ist eine iPhone-App (Android auch), die uns beim umweltbewussten, gesunden Einkauf unterstützen möchte. Das Procedere ist denkbar simpel: der Strichcode des zu prüfenden Produktes wird mittels Kamera erfasst und an Codecheck.info, ein (von einem gemeinnützigen Verein in der Schweiz) gepflegtes Online-Produkthandbuch – welches kritischen Konsumenten und Konsumentinnen bei ihren Kaufentscheidungen zur Seite steht – übermittelt. Der interessierte Verbraucher hat somit (im Idealfall) alle relevanten Infos schnell zur Hand.

Nun wissen Sie bei jedem Codecheck, ob ein Produkt Fischarten enthält, die vom Aussterben durch Überfischung bedroht sind. Oder ob Palmöl darin verarbeitet wurde, für dessen Anbau riesige Flächen des indonesischen Urwaldes gerodet werden – Orang Utans sowie tausende anderer Spezies sind davon bedroht. Und das dabei freigesetzte CO2 setzt dem Weltklima massiv zu.

Fisch- wie Palmöl-Informationen haben die Umweltexperten von Greenpeace beigesteuert, Codecheck die Technologie für einen leichten Zugang dazu: Ein schneller Scan ersetzt das mühsame Blättern im Fischratgebern – mittels iApp oder über die Internet-Plattform ist nun die Umweltsünde in Sekunden entlarvt. (codecheck.info)

Neben den umweltkritischen Informationen zeigt uns die App die Nährwert-Ampel und weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen an, was wiederum für uns Lebensmittel-und Kosmetika-Allergiker durchaus sinnvoll erscheint.

Soweit jedenfalls die Theorie. Inwieweit das Ganze praxistauglich ist wird sich demnächst im Alltag zeigen, schauen wir mal … (via)

Makrele ist ok, Aal geht gar nicht

Was den Kauf und den Verzehr der oben genannten Grätentiere meint …

Während der zuerst genannte Fisch mit gutem Gewissen in den Einkaufskorb gelegt werden darf ist der Kauf (und der Verkauf erst recht) vom Zweitgenannten – dem Aal – moralisch zutiefst verwerflich, denn der Aal ist aktuell vom Aussterben bedroht. Einige Märkte, darunter Aldi-Süd, EDEKA, Kaufland, Lidl und Norma haben den Aal bereits vor dem Weihnachtsgeschäft aus ihrem Sortiment genommen, sehr löblich. (siehe auch: die Aal-Retter-Aktion des WWF)

Zwei weitere Arten, deren Bestand akut gefährdet ist, sind der Kabeljau und die Scholle, so sie denn in der Nordsee beheimatet sind. Mit gutem Gewissen lässt sich hingegen der Seehecht – mit eigentlichem Name ja Köhler oder Kohlfisch – verzehren, der Spezies geht es vergleichsweise gut.

Wer mehr zum Thema erfahren und damit sein Einkaufsverhalten optimieren möchte, dem sei neben der Lektüre dieses Artikels (Zeit online) das Studium dieser aktuellen Infografik (.pdf, 1,9 MB) empfohlen.

Schließlich und endlich bestimmt ja der mensch als bewusster Verbraucher (und mit seinem Geldbeutel) die Nachfrage …

Germany: 375,39 Euros

Eine Familie für eine Woche ernähren …

Germany: the Melander family of Bargteheide
Food expenditure for one week: 375,39 Euros or $500,07

United States: the Revis family of North Carolina
Food expenditure for one week: $341,98

Italy: the Manzo family of Sicily
Food expenditure for one week: 214,36 Euros or $260,11

Mexico: the Casales family of Cuernavaca
Food expenditure for one week: 1,862.78 Mexican Pesos or $189,09

Poland: the Sobczynscy family of Konstancin-Jeziorna
Food expenditure for one week: 582,48 Zlotys or $151,27

Egypt: the Ahmed family of Cairo
Food expenditure for one week: 387,85 Egyptian Pounds or $68,53

Ecuador: the Ayme family of Tingo
Food expenditure for one week: $31,55

Bhutan: the Namgay family of Shingkeyh Village
Food expenditure for one week: 224,93 ngultrum or $5,03

Chad: the Aboubakar family of Breidjing Camp
Food expenditure for one week: 685 CFA Francs or $1,23

(via via)

Schweinefleisch ist Menschengift

Wir wissen, dass der übermäßige Verzehr desselben nicht eben gesund ist, schon klar.

Dass es unter Umständen aber ganz und gar ungeeignet für die menschliche Ernährung sein soll lässt uns aufhorchen, zustimmend nicken und nachdenklich werden ob der eigenen schlechten Gewohnheiten.

Figaro-Autor Michael Töpfer hat sich zum völligen Verzicht auf das schweinerne Fleisch entschieden und lebt nun schon seit Jahren abstinent. Seine Erfahrungen beschreibt er in einem hoch interessanten Feature, welches der interessierte User hier zum Laden und Nachhören findet.

Apropos Regulierungswahn

Mit Freude registrieren wir die regelmäßig auftretenden Streiche der EU-Kommission in Sachen Regulierungswahn – so etwa die klar definierten Krümmungsgrade von Bananen oder Salatgurken. Was der mensch bis dato nur vermutete: auch der Spargel – stetig gelobtes Edelgemüse und oft bemühtes Phallussymbol – unterliegt den strengen Richtlinien der Brüsseler Regulierungswut.

… der Spargel muss zum Beispiel nach Länge, Durchmesser und Güte in verschiedene Handelsklassen sortiert werden. Eine Stange darf nicht länger als 22 Zentimeter sein. Bei der ersten Sorte ist sie 16 bis 26 Millimeter dick, bei der zweiten Sorte 12 bis 16 Millimeter. Auch die erlaubte Krümmung ist genau festgelegt.

Jedoch – man höre und staune – die Liberalisierung der gestrengen Vorschriften ist in Sicht: ab dem 1. Juli ist der Spargel von den Normen befreit, Länge und Dicke der Stangen sind somit egal.

Um den Markt von unnötigen Vorschriften zu befreien, hatte die EU die Vorgaben für 26 Obst- und Gemüsesorten abgeschafft.

Damit ist der Spargel also nach der Salatgurke das zweite “befreite” Gemüse …

Inwieweit dies einen Einfluss auf die Qualität des auch von uns geschätzten Gemüses (mit zerlassener Butter, ohne die unsägliche Sauce Hollandaise) hat bleibt abzuwarten …

Verweis zum Thema: Augen auf beim Spargelkauf.

Brotaufstrich

Minimalismus ist eine Tugend – so wollen wir diesen also auch zur Brotzeit pflegen.
Gibt es doch so besehen nichts Besseres als eine Scheibe gutes, dunkles Brot bestrichen mit Gänsefett, ordentlich gepaart mit einem gerüttelt Maß an Salz und Pfeffer nebst Petersilie oben darauf.

Haben heute das oben benannte Leckerlie erstellt und damit endlich das zum Weihnachtsfest gewonnene Gänsefett (jawohl, der mensch hat erstmalig eine Gans zum Fest installiert) seiner vorgesehenen Bestimmung zugeführt. Dazu fügt man diesem Schweineschmalz hinzu (250 Gramm schweinernes Fett auf gut 600 Gramm Gänsefett), gibt einen Stengel Beifuß anbei (Majoran geht auch) und erhitzt das Ganze. Hernach den Sud abseihen und kalt stellen.

Unschlagbar das Ganze, da hält einzig nur die Butterbemme mit …

Pestizide

Die Anwendung illegaler Substanzen in der Landwirtschaft verwundert nicht wirklich. Alarmierend jedoch ist der Umfang dessen sowie der offensichtlich nicht vorhandene Aufklärungswillen seitens der staatlichen Lebensmittelüberwachung zum Thema. Wer sich jetzt informieren möchte liest bitteschön den jüngst von Greenpeace herausgegebenen Bericht Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland (pdf) – der sich auf die Ergebnisse einer Studie des BVL aus dem Jahre 2006 bezieht. (via)

Siehe auch: Pestizide im Essen – gefährlich und illegal.

Hummus

Claudia und Clemens feiern Geburtstag und alle gehen hin. Als Present haben wir eine schöne bunte Burzeltagstorte im Gepäck, mit Schokoguß und bunten Smarties und so Zeugs. Zum Abend dann gibt’s lecker Brote und Dipps. Letztere sind von den Gästen beizusteuern. Wir bereiten Hummus – und das geht so:
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Waldknoblauch

Bärlauch

Die Blätter sprießen jetzt überall…

Unter anderem auch im Polenztal, bei den Märzenbecher-Wiesen. Das auch als Hexenzwiebel oder Wilder Knoblauch bekannte Kraut läßt sich roh und klein geschnitten bestens in der Küche verwenden.

Salat und Tomatenbrot geht gar nicht ohne…

Hering, Seelachs und Forelle

Nur diese drei Speisefische können bedenkenlos gekauft werden.
Alles andere ist mit Blick auf die zunehmende Ausbeutung der Fischbestände zumindest fragwürdig.

Heute gelten laut Weltgesundheitsorganisation FAO drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischbestände weltweit bis an ihre Grenzen befischt oder überfischt. Dazu gehören so beliebte Speisefische wie Kabeljau, Scholle und Seehecht.

Mehr zum Thema Meeresschutz auf dem Teller nebst dem Einkaufsführer Fisch (.pdf) und einer Handvoll feiner Rezepte via World Wide Fund For Nature (WWF)…

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